Institut für vedische Lebensweise
| Yogic Walking |
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| Geschrieben von: Ganusch |
| Donnerstag, den 22. September 2011 um 11:13 Uhr |
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Laufen soll Spaß machen und gesund halten. Doch manch einer läuft sich die Seele aus dem Leib und duscht sich anschließend die Anstrengung, wie nach einem Jagdausflug, vom Körper. Denken sie jedenfalls. Doch viele sind nach jedem Lauf eher noch gestresster und körperlich übersäuerter als zu vor. Und Beute, im Sinne einer gesteckten Zielerreichung, wurde auch nicht erlegt. Also alles noch mal von vorne. Gleich beim nächsten Marathon, Brückenlauf etc. Nur der letzendliche alles abschließende Glücksrausch bleibt doch irgendwie aus. Denn ist das Ziel erreicht, macht man sich gleich auf, das nächste Ziel zu definieren. Kein wirkliches Ankommen, kein Leben im Hier und Jetzt. Keine abschließende Zufriedenheit. Doch wer zur Ruhe kommen will, muss Stille entwickeln und diese auch im Laufen finden. Weglaufen vor der inneren Unruhe hilft nicht. Der Stress wird so nicht weniger. Es gibt eine Reihe von Ansätzen, wie wir im Bereich des Stressmanagements, zum Abbau von Stressblockaden, oder zur Verhinderung von Überanstrengung anwenden können. Dazu gehören Yoga, Pranayama (Yoga-Atmung) und vedische Meditation (Dhyan).
Jede Methode, die wir zur Gesundheitsunterstützung in unserem schnelllebigen Alltag integrieren möchten, benötigt Zeit, Durchhaltevermögen und die korrekte Anleitung. Jeder gute Vorsatz mag ein paar Tage enthusiastisch andauern. Der innere Schweinehund ist uns aber schnell auf der Spur. Das gilt auch im Falle der allgemeinen Yogapraxis, der Meditationsübung, oder des Yogic-Walking. Durchhalten und Ausdauer heißt die Devise. Neue Gewohnheiten brauchen 7 Monate, bis sie sich zu einem guten und beständigen neuen Verhalten bei uns einnisten und dauerhaft beibehalten werden. Da die meisten Menschen mit ihren Vorsätzen sehr wechselhaft umgehen und eher schlechte Gewohnheiten, als gute Gewohnheiten dauerhaft annehmen, braucht es die hilfreiche Unterstützung eines erfahrenen und ausgebildeten Yogalehrers, der sich in den Grundlagen des Yoga wie z. B. Atemtechniken (Pranayama) und/oder der ayurvedischen Ernährungslehre, ausreichend auskennt. Dies gilt natürlich auch für das Thema Yogic-Walking! Beim Yogic-Walking handelt es sich nicht um einen Meditations-Spaziergang. Das sollte man nicht verwechseln.
Yogic Walking kennzeichnet sich flogendermaßen:
Yogic Walking ist eine sehr gut geeignete ganzheitliche Technik, die Körper und Geist verbindet. Für junge und ältere Menschen, sowie Frauen und Männern gleichermaßen praktizierbar. Yogic Walking besteht aus 7 unterschiedliche Stufen, die in Kursen Schritt für Schritt erlernt werden können. Ob Sie nun Bergwandern, Trekking, Joggen, Spazierengehen oder Yogic-Walking praktizieren, investieren Sie in gutes Schuhwerk und bequeme, atmungsaktive Kleidung.
Sie können Yogic-Walking mit, oder ohne Walking-Stöcke betreiben. Wir empfehlen klassische Walkingstöcke, wie sie auch im Nordic-Walking angewendet werden. Die Benutzung von Stöcken verbessert die Lungenfunktion und es wird mehr Prana verarbeitet. Sie atmen tiefer ein und aus! Ihre Lungen werden dadurch besser mit Sauerstoff versorgt – sie können insgesamt mehr Sauerstoff aufnehmen. Außerdem werden die Lungen gründlicher von Schmutzpartikeln gereinigt. Sie werden bemerken, dass Sie bei Belastungen nicht mehr so schnell atmen müssen, wie vor Ihrem Trainingsbeginn, weil Sie ökonomischer atmen. Durch die Anwendung von Stöcken entlasten Sie die Knochen und Gelenke . Weil die Muskeln durch das Training expandieren, wird mehr Energie gespeichert. Leistungsfähige Muskeln erholen sich schneller. Bei vielen Menschen ist die Muskulatur in Rücken, Schulter, Nacken, Hals und Brust durch Bewegungsmangel verkümmert. Auch diese Muskeln werden durch den aktiven Stockeinsatz beim Yogic Walking nachhaltig trainiert und verursachen so weniger Verspannungen, oder Schmerzen. Wenn man vorbereitet ist und die Grundlagen des Yogic-Walking verstanden hat, ist es an der Zeit, einen geeigneten Wanderweg ausfindig zu machen.
Nach der erlernten Methode kann es dann gleich losgehen. Alleine, oder in der Gruppe. Der Pfad sollte fest sein, keine Hindernisse aufweisen und möglichst in gesunder und friedvoller Umgebung liegen. Der Yogic-Walking-Weg sollte stets an der frischen Luft liegen wie Im Wald, Feld, am Meer (fester Sand). Bestenfalls liegt er eben, kleine Steigungen sind jedoch in Ordnung, aber bei Yogic-Walking handelt es sich nicht um anstrengendes Bergsteigen, oder das Überwinden von großen Höhenunterschieden. 20 Minuten täglich reichen vollkommen, um fit zu werden und Stress abzubauen. Mit den Vorbereitungen zu Anfang des Yogic-Walkings braucht man insgesamt ca. 30 Minuten Zeit. Achten Sie immer auf den Weg und halten Sie Ihre Wirbelsäule gerade. Der Blick sollte geradeaus gerichtet sein, während Sie die Welt um sich herum bewusst visuell wahrnehmen. Ganz speziell kommt es auf die richtige Atmung an. Man nennt das Geist-Körperatmung. Schließen Sie Ihren Mund und atmen Sie durch die Nase. Atmen Sie natürlich und gleichmäßig ruhig ein und aus. Nicht mit Gewalt das Ein- oder Ausatmen forcieren. Beobachten Sie einmal, durch welches Nasenloch Sie mehr ein-, oder ausatmen. Während Sie in der Praxis mit dem Yogic-Walking fortfahren, achten Sie auf Ihr ganz persönliches Tempo und Ihre bewusste Körperhaltung. Die empfohlene Zeitdauer für eine tägliche Yogic-Walking-Praxis sollte mindestens 20 Minuten betragen. Sobald die Atmung gleichmäßig fließt, natürlich und unangestrengt ist, haben sie Ihr Ziel erreicht. Einige praktizieren ergänzend zur dieser Methode eine Art der Meditation. Yogic Walking ist ein entspannendes und vitalisierendes Bewegungstraining. Es ist wichtig gleich damit zu beginnen, den Körper an die richtige Atmung zu gewöhnen. Dadurch wird ermöglicht, dass er in eine parasympathische Qualität kommt, die auf natürliche Weise den Herzrhythmus reduziert, die Aktivität der Nebennieren senkt und den Körper still und ausgeglichenen macht. Das parasympathische Nervensystem, ist ein Teil der drei Komponenten des vegetativen Nervensystems. Bei falscher Belastung tendiert es leicht dazu, den Stoffwechselprozess zu steigern, eine Erhöhung des Muskeltonus und der Kontraktilität, d.h. Zusammenziehbarkeit der Muskelzellen herbei zu führen, was eine Ausweitung der Blutgefäße nach sich zieht und Stress für das gesamte System bedeutet. Durch das korrekte Yogic-Walking-Atmen, wird der Körper in höhere Ebenen von Aktivität eingebunden, während er gleichzeitig physiologische Messgrößen von größerer Balance und Ruhe aufzeigt. Die korrekte Atemtechnik, die durch eine Nasenatmung herbeigeführt wird, ist genauso Basis des Yogic-Walking, wie korrekte Kleidung und einem einwandfreien Bewegungsablauf. Wichtig ist, dies alles auf die jeweiligen ayurvedischen Körpertypen abzustimmen. Yogic-Walking ist eine rund um einfache körperliche und spirituelle Praxis. Bewegen Sie sich auf einem festen und sicheren Weg, seien Sie trotzdem achtsam und offen dafür, dass es auch Störungen und Ablenkungen unterwegs geben kann. Nehmen Sie das Leben und den Weg um sich herum bewusst wahr und reagieren Sie auf Menschen, Tiere und die Veränderungen, ohne alles zu gleich zu verdrängen. Jeder Moment und jedes Geschehen ist ein Geschenk. Wenn Sie es schaffen, während Ihres Yogic Walks einen Grundzustand von Gleichmut zu erreichen, in sich Still zu sein und den richtigen Atemrythmus zu finden, wird sich Ihre positiv Gesundheit entwickeln. Yogic -Walking ist wie eine leichte Technik und hilft vorbeugend gegen viele Krankheiten wie Burnout und Depression. Das Herz, Organe, Knochen, Gelenke, Bindegewebe und Muskulatur werden von Yogic-Walking profitieren. Zur Gewichtskontrolle, Abnahme von Übergewicht, oder allgemeiner Fitness, ist Yogic Walking leicht zu praktizieren und bestes geeignet. Wenn Sie zu bestimmten gesundheitlichen Risiko-Gruppen gehören, sollten Sie vor dem Trainingsbeginn Ihren Arzt befragen.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. April 2012 um 12:02 Uhr |
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