Medien Berichterstattung, Presse und Indien

Indische Polizei nimmt Guru fest

Tolerant wollen die meisten Menschen sein – eigentlich. Dennoch wird getuschelt, wenn Menschen irgendwie “anders” sind. Dann stößt Toleranz schnell an ihre Grenzen. Wo fängt Toleranz an und wo hört sie auf?

„Wenn ich den Begriff “Toleranz” gebrauche, dann meine ich damit nicht die bloße Duldung anderer Meinungen. Ich will damit unterstreichen, dass wir davon ausgehen müssen, dass die Wahrheit offen ist und nur erreicht werden kann durch ungehinderten Meinungsaustausch und den Wettbewerb verschiedener Auffassungen.“ Nelson Mandela

Ich möchte eine aktuelle Berichterstattung thematisieren, in Zusammenhang mit einem Artikel über die Festnahme eines indischen Gurus, insbesondere zu den allgemein formulierten Äußerungen zum Begriff „Guru“ und der damit verbundenen Färbungen.

Durch die gewählte Wortwahl werden intolerante, diskriminierende und fremdenfeindliche Strömungen erzeugt, die zu wenig Toleranz und mangelhafte Kenntnis über die Thematik und den damit verbundenen Kulturbereich führen.

Der Bericht an sich, mag oberflächlich gesehen eine sachliche Darstellung des genannten Vorfalls in Indien sein und ist ohne Frage den geschilderten Tatsachen entsprechend verwerflich und inakzeptabel. Doch bis jetzt wurde noch niemand verurteilt.

Sich ein Bild zu machen über die Vorgänge vor Ort, kann man nicht aus der Ferne. Zu schnell kann eine Vorverurteilung entstehen, was wir ja aus dem Mittelalter kennen.

Zunächst sollten auch die Medien respektieren, dass das Prinzip der Unschuldsvermutung existiert. Die Unschuldsvermutung ist eines der Grundprinzipien eines rechtsstaatlichen Strafverfahrens und wird heute von den meisten Ländern der Welt zumindest dem Anspruch nach anerkannt. Wenn auch undurchsichtig mag man nicht genau wissen was die Situation vor Ort ist, aber Zurückhaltung wäre sinnvoller.

In ihrem Bericht wird bewusst oder unbewusst, unmittelbar eine intolerante und ignorante Meinung geschürt, dass es in Indien, wenn es um Gurus geht, immer um einen Grundverdacht geht. Das dort gegen allgemeine Grundgesetze unseres Ethikverständnisses und des menschlichen Miteinanders verstoßen würde.

In einem Artikel von N-TV (http://www.n-tv.de/panorama/Indische-Polizei-nimmt-Guru-fest-article13996721.html)

stellt der Verfasser des Beitrags unter den Überschriften:

Zitat:

„Mord, Hochverrat und Waffenbesitz

Gurus wie Rampal sind in Indien oft ungeheuer populär und haben Zehntausende, Hunderttausende oder sogar Millionen von Anhängern. „

alle Gurus unter Generalverdacht. Es entsteht das Bild, dass im Grunde genommen jeder Guru in Indien kriminell ist. In einem Satz formulieren Sie so, dass gleichzeitig Zehntausende, Hunderttausende oder Millionen Inder diesen kriminellen Lehrern folgen, unausgereift und dumm sind.

Das ist geistige Brandstiftung, Diskriminierung und Aufruf zur Fremdenfeindlichkeit.

Der verwendete Begriff „Guru“ wird leider immer wieder in den deutschen Medien genutzt, um im Zusammenhang mit diesem Wort kriminelle Darstellungen zu veröffentlichen.

2 Beispiele dafür sind:

Guru Goel Ratzon
Sekten-Guru von Lonnerstadt
Nehmen wir unsere selbsternannte Sektenexpertin Frau Ursula Cabreta, der es am Ende auch nur darum geht ihre Bücher zu verkaufen, aber nicht um eine ernsthafte und respektvolle Auseinandersetzung.

Sie verwendet den genannten Begriff respektlos als: “Guru aus dem Gully”.

Hape Kerkelings spirituelle Botschaft findet sie bedenklich, die von Nena gar gefährlich – und die Kartengläubigkeit mancher Grüner ist für Ursula Caberta höchst kritisch zu sehen. Die Esoterik-Expertin rechnet mit prominenten Mystikern ab und maßt sich an, Richterin zu spielen und von Verblendung in höchsten Kreisen zu sprechen. Heißt das Toleranz?

Wirken die wahnhaften Denkmodelle des Mittelalters immer noch bis in unsere Zeit?

Grundlage für die gegenüber dem Mittelalter deutlich verstärkte massenhafte Verfolgung in einigen Regionen war ein anderer Umgang mit Magie der die Inquisition folgte.

Das Hexenbild des späten Mittelalters sowie das der frühen Neuzeit war eine Konstruktion von Intellektuellen, die volkstümliche Zaubereitraditionen und -merkmale mit der Lehre vom Teufelspakt verband und zusammen mit den Straftatbeständen der Apostasie und der Häresie als „Superverbrechen“ verfolgte. Gibt es diese Konstruktionen immer noch?

In meinen Augen „ Ja“.

Generation für Generation wird Wissen vermittelt. Erlernte kulturelle Werte an die nachfolgenden Generationen weiter gegeben. Der Mensch ist dauerhaft bestrebt, neue Erfahrungen und Erkenntnisse zu replizieren, Fähigkeiten und Fertigkeiten in geeigneter Weise zu vererben. Leider scheitert dieser Versuch oder ist ineffizient, da die vorherrschenden kulturellen Konditionierungen diesen Prozess erschweren.

Lernen richtet sich heute weder an der DNA aus, noch an den Zellen oder einer geeigneten Synapsenbildung im Gehirn. »Codes of Conducts«, »Kultur-Fahrpläne«, »Führungsgrundsätze« oder »Leitbilder« legen davon ein untrügliches Zeugnis ab. Regelwerke und Normen zementieren das natürliche Lernpotential. „Konstruktion von Intellektuellen.“

»Mind-Sets«, eine »innere Einstellung«, ein genau definiertes Wertesystem inklusive daraus abzuleitender Verhaltensnormen prägen bereits weitgehend die Realität unseres Lebens. Ausgehend vom Kindergarten, über Schule und Ausbildung bis hin zur »Corporate Governance« (CG) mit exakten Handlungsanweisungen, die in den Beschreibungen der Unternehmenskultur in Lehr- und Ausbildungsplänen, sowie für Konflikt- und Gewaltbewältigung verankert sind.

Sind wir nicht aus der Zeit Konrad Adenauers und seines Referenzsystems herausgewachsen. In seiner Ansprache vom 20. Juli 1952 auf der Schlusskundgebung der „Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands” in Bamberg, sagte er:

Zitat: (Quelle: http://www.konrad-adenauer.de/dokumente/reden/ansprache-bamberg?highlight=Heiden)

„Die Lage in Europa war damals ähnlich wie heute. Wie heute drohte damals der Ansturm des Heidentums aus dem Osten. Heinrich II. hat mit starker Hand, mit Klugheit und Überlegung und getragen und erfüllt von der Verantwortung vor Gott, Deutschland und das christliche Abendland vor dem Ansturm aus dem Osten gerettet. Wohlan, Freunde, auch wir wollen Deutschland und das christliche Abendland schützen und retten, erfüllt von Liebe zu unserem Volke, getragen von dem Bewusstsein unserer Verantwortung, getragen auch von dem Bewusstsein der Stärke, die das Christentum uns gibt, im Vertrauen auf Gott, der seine Kraft uns schenkt.“

Ein Kollege von mir, Herr Hermann Scherer formulierte folgenden Satz:

„Die einzige gefährliche Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die sich die Welt nicht angeschaut haben.“

In dem Artikel vom 20.11.2014 wird unmittelbar Guru mit Sekte in ein Frame/Bezugsrahmen gepackt, damit die Angst und Vorurteile in der Gesellschaft vor Sekten und Andersgläubigen noch mehr geschürt wird. Ansturm des Heidentums aus dem Osten. Am besten packen wir noch schnell Scientology mit rein, damit der Bezugsrahmen passt, oder die in letzter Zeit für Schlagzeilen sorgenden Sekten wie die zwölf Stämme – die Christen mit dem Rohrstock -, die neue Gruppe der Weltdiener, die “Mun”-Sekte, die Bhagwan-Bewegung, die Akademie für zukünftige Gesundheit, die” Aum”-Sekte u.a.

Im Übrigen muss man heute davon ausgehen, dass die römisch-katholische Kirche nicht mehr als eine Buddhistische Sekte ist und die Wurzeln des alten Christentums beim indischen König Ashoka dem Großen, 304 v. Chr. in Nord-Indien; † 232 v. Chr.; zu suchen sind.

Bei der Versammlung des Europarates am 8. Oktober 1988 in Straßburg sagte Johannes Paul II. in seiner Ansprache am 8. Oktober 1988:

„Die weit zurückliegenden Quellgründe dieser Zivilisation”, so der Papst, „sind vielfältig. Sie stammen aus Griechenland und aus Rom, aus keltischem, germanischem und slawischem Boden, aus dem Christentum, das sie tief geprägt hat. Und wir wissen, welche Verschiedenheiten an Sprachen, Kulturen, Rechtstraditionen die Nationen, die Regionen und auch die Institutionen kennzeichnen!“

Was die römisch-katholische Kirche in Indien oder Südamerika hinterlassen hat, zeigt, wie mächtig diese Organisation wurde und mit welchen Mitteln sie ihren Machtbereich erobert gefestigt hatte hat. Das Prinzip von Ahimsa, (wörtlich das Nicht-Verletzen bedeutet Gewaltlosigkeit – eines der wichtigsten Prinzipien im Hinduismus), hätte ihr theologisch in der Umsetzung als bekanntes 5. Gebot sehr gut getan. – 2. Mose 20, 1-17 (Exodus)

Das fünfte Gebot kennzeichnet aber auch den Auftrag achtsam mit Worten zu sein

„Ja, man kann auch mit Worten verletzen oder töten. In diesem Fall spricht man von Rufschädigung oder Rufmord. Wenn jemand verleumdet wird, indem Unwahrheiten über ihn verbreitet werden, kann es zu weitreichenden inneren Verletzungen kommen, die oftmals mindestens genauso schmerzhaft sind wie körperliche Verletzungen.“

Der Begriff „Guru“ hat in Indien nicht nur eine gesellschaftliche Herkunft, sondern ist auch philosophisch und mythologisch in seiner uralten Kultur verwurzelt.

Guru bedeutet so viel wie geistiger Lehrer oder Meister und wird abgeleitet von gu: Dunkelheit, und ru: das was vertreibt. Somit wird ein Guru auch als „Vertreiber der Dunkelheit“ oder Unwissenheit, Ignoranz gesehen, der selbst göttliche Erleuchtung besitzt.

Die Beziehung zu der Begrifflichkeit göttliche Erleuchtung, kann natürlich nicht eins zu eins aus dem Verständnis des Westens übernommen werden. Interkulturell fehlen uns hier Bezugsrahmen und Sprachbrücken, die uns in seiner gesamten Tragweite verstehen lassen, was hiermit gemeint ist. Wenn man sich länger mit Sanskrit beschäftigt, wird man feststellen, dass unsere Sprache, obwohl verwurzelt in der indogermanischen Sprachkultur, nicht in der Lage ist eine geeignete Übersetzung beizubringen.

Würden wir das Wort Guru in unserer Neuzeit und im Abendland nur annähernd verstehen, könnten wir sagen, ein „gebildeter Lehrer“. Ein Lehrer mit hoher Moral, Ethik und Tugend, der den Charaktereigenschaften eines Aristoteles, eines Platon, eines Sokrates, eines Goethes oder eines Humboldts entspricht, der durch seine Arbeit „einen neuen Wissens- und Reflexionsstand des Wissens von der Welt“, geschaffen hat.

Heute führen sich viele Trainer, Coaches und Führungskräfte auf wie Oberlehrer, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Vorstandsvorsitzende oder Vorstände dominieren ihre Umgebung durch “Alpha-Verhalten”. Sie wollen immer der Boss sein, sie hören nicht zu, sie sprechen in langen Monologen, es fehlt ihnen an Redegewandtheit und sie behaupten, stets zu wissen, was richtig ist. Damit wecken sie fürchterliche Aggressionen. Sie verkörpern nicht unbedingt Prinzipien und Kriterien einer gebildeten, tugendhaften und ethischen Gesellschaft. Es fehlen ihnen grundlegende Kenntnisse der Rhetorik und der Kommunikation, die die Abwehrkräfte gegen Demagogen stärken.

Im zeitgenössischen westlichen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung „Guru“ ? oftmals mit pejorativ abwertender oder spöttischer Bedeutung ? für Menschen benutzt, die durch religiöse oder philosophische Aussagen Anhänger um sich scharen, im weiteren Sinne auch für Fachleute mit überdurchschnittlichem Wissen, langer Erfahrung und gegebenenfalls charismatischer Ausstrahlung. Manager, Führungskräfte a la Middelhoff, Josef Esch, Uli Hoeneß, Friedrich Carl Janssen, Lothar Ruschmeier, Josef Ackermann, Jürgen Fitschen, Carsten Maschmeyer u.ä. Repräsentanten einer gefälligen Business-Ethik.

Der Fehler der phantasievollen Wortverwendung liegt jedoch in der mangelhaften Auseinandersetzung mit Begriffen und Worten anderer Kulturen. Leider hat gerade das Abendland mit seinem römisch-katholischen Gedankengut, insbesondere Deutschland, es nie richtig verstanden, die aus dem Sanskrit stammenden alten Begrifflichkeiten korrekt und in seiner wahrhaftigen Dimension zu übersetzen. Stattdessen wurden in der Gesellschaft Meinungen geprägt, die Raum für jegliche Form der Missinterpretation ermöglichten.

Ein Beispiel für falsche Wortdeutungen ist das altindische Symbol des Svastika‚ was in seiner Herkunft als Glücksbringer‘ bezeichnet wird.

So übernahmen die Nationalsozialisten ein auf der Spitze stehendes, nach rechts gewinkeltes Hakenkreuz als Symbol einer angeblichen arischen Rasse. Sie machten es 1920 zum Parteizeichen der NSDAP und 1935 zum zentralen Bestandteil der Flagge des Deutschen Reiches.

Die Folgen dieser Fehlauslegung, die im Handeln und in den Motivationen der ehemals menschenverachtenden Machthaber, sind Ihnen bekannt.

»Wenn heutzutage jemand Journalist ist, wie würde er berichten, wo es doch so viele schlechte Nachrichten und so wenige gute gib?. Wie sollten Sie als Journalisten arbeiten?«

Das ist eine sehr schwierige Frage.

Respekt vor dem Anderen, seiner Kultur und Meinung, basiert auf Wissen, Gesinnung und Bildung. Bildungsschwache Gesellschaften, schaffen Ignoranz, mangelhafte Ethik und Tugend. Menschen mit niedriger Bildung verlieren den Respekt, wenn sie Angst haben vor dem Fremden und den Dingen die sie nicht verstehen. Am Ende werden Intoleranz und gähnender Groll so stark, dass es zu Hass und Gewalt kommt.

Reporter müssen von dem berichten, was geschieht. Doch wenn sie nur aus einem Schock, aus Angst oder Empörung heraus schreiben, werden ihre Berichte nur die Ängste und die Wut der Leserschaft schüren und vielleicht für noch mehr Gewalt sorgen. Was können wir also tun, wenn wir solche Nachrichten erhalten? Was können Medien und Medienverantwortlichen tun, wenn es um die Gestaltung der Nachrichten geht?

Nachrichten aus den Kurdengebieten, aus der Ukraine, aus Somalia oder Mexiko. Krawalle bei in Polen, in Brüssel, Frankreich, Anitsalafisten-Demos in Hannover und in Köln. Wie sollen sie berichten, um das Feuer nicht noch mehr anzuheizen oder einseitig falsche Bilder und Emotionen zu erzeugen?

Bei solchen Fragen, sollten wir zunächst einmal tief in uns hinein gehen, schweigen und reflektieren welchen Einfluss Informationen auf unseren Geist, auch unsere Emotionen unter unserer Handlungen haben.

Sind wir heute überhaupt noch in der Lage, in geeigneter Weise alle äußeren Einflüsse und Stimulierung und geistige Prägungen zu vertrauen?

Ich denke, Sie haben die Verantwortung die Wahrheit zu sagen. Doch Sie müssen auf eine Weise berichten, die in den Leuten nicht die Samen der Angst, Intoleranz, Wut oder der Rache wässert.

„Wir sollten niemals aus den Augen verlieren, dass der Weg zur Tyrannei mit der Zerstörung der Wahrheit beginnt.“

Bill Clinton

Die Zerstörung der Wahrheit beginnt dort, wenn wir in den Redaktionen nicht achtsamer und differenzierter mit Berichterstattungen umgehen. Immer wieder müssen wir als Leser feststellen, dass die Recherchen zu oberflächlich und unausgewogen sind.

Vor einigen Jahren gab es in Deutschland eine Reihe von Veröffentlichungen über Kindermissbrauch in Familie und im religiösen Umfeld der katholischen Kirche. Ich hatte zu dieser Zeit mit verschiedenen Familien aus Südamerika zu tun, die ihre Kinder als Austauschschüler für eine Zeit nach Deutschland geschickt hatten.

Als die ausländische Presse die Thematik der Vorgänge in Deutschland aufgriff und darüber berichtete, wurde durch die erzeugte Medienrealität in Südamerika ein Bild dargestellt, als wäre das in Deutschland ein tägliches Geschehen in unseren Familien. Ich erhielt Anrufe von besorgten und aufgebrachten Eltern, die mich baten in den Gastfamilien zu überprüfen, ob dort alles mit ihren Kindern in Ordnung sei.

Der Deutsche Kinderschutzbund geht davon aus, dass “über 10% aller Kinder in Deutschland schweren körperlichen Züchtigungen ausgesetzt sind” , das heißt ca. 1,2 Millionen aller Kinder bis zu 14 Jahren bzw. 1,5 Millionen der Kinder bis zu 18 Jahren. Bedeutet das jetzt, dass alle Eltern, Lehrer und geistliche Kinder in Deutschland misshandeln?

Die Lösung liegt nicht darin, die Wahrheit zu verbergen, sondern sie in einer Art und Weise darstellen.

Voltaire sagte einmal :

„Alles was du sagst, sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.„

Die Wahrheit kann auch eine Keule sein, mit der man andere erschlägt. Umso mehr sollten achtsam und verantwortungsvoll mit der Wahrheit umgehen kann. Süß verpackt schmeckt auch die Wahrheit besser.

Wo sind die Qualitätsjournalisten? Zu Recht muss man den Glaubwürdigkeitsverlust beobachten.

Gerade wenn es um die Auslandsberichterstattung über Indien geht, sind die Recherchen und Darstellungen meist wenig nachhaltig. Das fällt mir als Indienexperte und langjähriger Indienkenner extrem auf. Sie sind flüchtig, flach und lückenhaft.

Wiederholt muss ich beobachten, dass gerade Themen aufgegriffen werden, die Indien diskriminieren, herabsetzen oder lächerlich machen. Im Vordergrund stehen dann meist Vergewaltigungsthemen, Korruption, Hunde-, und Affenplage oder die konservativ religiöse Haltung gegenüber dem liberalen, kulturlosen Abendland und seinen, aus indischer Sicht, oft fragwürdigen Werten.

Vielleicht will man das Image Indiens, als der neue Star der Weltwirtschaft, durch diese negative Färbung bewusst niedermachen und in Misskredit bringen. Mittlerweile muss man in der Tat eine tiefe Skepsis gegen die deutsche Medienlandschaft hegen und die Presse für einseitig und gesteuert halten.

Wenn dann noch flache Berichte zur Volksbelustigung oder zur Zementierung des allgemeinen gesellschaftlichen Mindsets veröffentlicht werden, wie im Fall dieses indischen Gurus, dann ist es wirklich um einen seriösen Journalismus und die Kunst der publizistischen Arbeit schlecht bestellt.

In den USA gibt es Kampagnen gegen die Verkleidung als Mexikaner oder Afrikaner. Was ist heute politisch korrekt oder nicht korrekt? Sind Indianer und Cowboys Figuren gekleidet in rote und blaue Kostüme noch Bestandteil der weihnachtlichen Wunschzettel unserer Kinder? Darf sich ein American-Football-Team aus Washington, D.C., weiterhin Redskins nennen? Sind Kimono oder Sombrero bei Halloween oder Karneval noch duldbar?.

Weihnachten. Wie dürfen wir uns in einer globalen Welt heute verhalten? Wenn man weiß welche Religion jemand hat, kann man einen Weihnachtsgruß sagen der passt. Einem Christ kann man fröhliche Weihnachten wünschen. Ist jemand Jude sagt man happy Chanukka, bei Afroamerikanern heißt es fröhliches Kwanzaa und wenn man auf Nummer sicher gehen möchte und niemanden in seiner Kultur verletzen möchte, sagt man „Happy Holiday“ oder frohe Festtage.

In einer multikulturellen Gesellschaft, einer Welt, die sich kulturell immer mehr verbindet und austauscht, einer Welt, in der eh nur noch 7% der Weltbevölkerung in Europa lebt, ist es wichtig, dass wir im Umgang mit einem achtsamen Gebrauch von Worten gebildet werden. Damit meine ich nicht einfach nur den Besuch von Rhetorikkursen.

Ob im Beruf oder Privat – in jeden Bereichen des Lebens zählen sie besonders: Gute Manieren und Umgangsformen. Anstand, Tugend und Bildung.

Warum brauchen wir Toleranz? Worin liegt der Unterschied zwischen Toleranz und Respekt?

Laut Andreas Zick haben wir da noch viel Spielraum. Der Professor für Sozialpsychologie leitet an der Uni Bielefeld das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung.

Wie er, sehe ich noch viele Lücken und sehr viel Spielraum für Toleranz in Deutschland. Aber das beginnt mit Wissen, Bildung, Wahrhaftigkeit und einer Weltanschauung, die nur funktioniert, wenn man die Welt einmal richtig angesehen und kennen gelernt hat.

Die Medien, der Journalismus sollten da dringend wieder einmal die Schulbank drücken. Eben zu einem Guru gehen. Zu einem Lehrer, für interkulturelles Miteinander und respektvolle, achtsame Kommunikation.

„Nicht wissen, ist nicht schlimm.

Schlimmer ist: nicht lernen wollen.“

Sokrates

“Wenn die ganze Welt schweigt, macht eine Stimme den Unterschied.”

Malala Yousafazi
Friedensnobelpreisträgerin 2014

Allein die Wahrheit siegt. Zeitqualität Sommer 2013

„Gelegentlich stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen.“
Winston Spencer Churchill

Für diejenigen mit einem Zwilling, Jungfrau, Schütze oder Fische Aszendent, ist die Zeit seit Anfang Juni verbunden mit guten Nachrichten. Jupiter, Planet des Wissens, der Weisheit und höherer Erkenntnis, stärkt dann insbesondere die wichtigen Säulen des Lebens, die sogenannten Kendra Häuser und verweilt im Zwilling bis 19. Juni 2014.

Kendra (Quadrant) Häuser, auch Vishnu Häuser genannt, sind nach den Eckhäusern die bedeutendsten Häuser und Lebensbereiche im Horoskop. Dazu gehört das erste Haus, der Aszendent, das vierte, siebte und zehnte Haus. Jedes einzelne Kendra Haus hat eine eigene Qualität und Wichtigkeit. Sie gehören zu den verheißungsvollen und glücksbringenden Häusern des gesamten Horoskops.

Wenn sich Glücksbringer-Planeten in einem Kendra Haus befinden, erhöhen sich die innere Stärke, Zuversicht und Lebensgefühl einer Person. Dies gibt Kraft und Erkenntnis, um sich den Schwierigkeiten und Aufgaben des Lebens zu stellen. Man kann sich besser und mutiger den Herausforderungen des Alltags stellen und tendiert weniger zu seelischen oder körperlichen Beschwerden.

Bis 1. September steht Jupiter allerdings im Mondhaus Ardra, was ihn ein bisschen seiner Strahlkraft und Wirkung beraubt. Bis 11. August steht er auch noch in Konjunktion mit Merkur, Sonne, Mond und Mars, was noch ein wenig für Aufruhr, Kampf und Umbruch sorgen wird.

Für diejenigen mit einem Zwilling, Waage oder Wassermann Aszendent, wird dies dann bis Juni 2014 eine Zeit großen Segens sein und einer Rückbindung zum höheren Selbst.

Wer es schafft, sich mit dieser Planetenenergie positiv zu verbinden und diese Energien ausbaut, wird in diesem Jahr wertvolle Grundsteine legen für die bevorstehenden 20 Jahre.

Neumond am 7.7. und Richtungswechsel von Saturn

In meinem Blog vom 06. November 2011 habe ich auf den großen Transit von Saturn durch die Waage hingewiesen, der bis November 2014 seine Wirkungen im Hintergrund zeigt.

Dieser Transit ist gerade in diesen Tagen für uns alle besonders wichtig, aufgrund der aktuellen Saturn / Rahu Konjunktion in der Waage.

Wir alle spüren die Wirkung und den Druck dieser Positionierung kosmischer Kräfte und Gestalter. Zusätzlich bringt der mächtige Jupiter einen direkten Aspekt für die kommenden 11 Monate auf das Zeichen Waage.

Die Gravitation auf dem Saturn ist in etwa 91 mal höher als auf der Erde.

Das bedeutet, an der Oberfläche des Saturns beträgt die Gravitationsbeschleunigung 9,0 m/s2, oder etwa 91,8% des Wertes auf der Erdoberfläche.

Ein Objekt, das 1 kg auf Saturn wiegt, würde 91,80 kg auf der Erde wiegen. Übertragen wir dieses Gewicht auf unseren blauen Planeten z.B auf Fußballschuhe, würde sich hier sicherlich kein Fußballer der Welt mehr vom Fleck bewegen können.

Die Konjunktion von Rahu und Saturn in der Waage wird von Astrologen der ganzen Welt beobachtet und gewertet. Zudem bewegt sich Saturn seit Monaten rückwärts. Seit Tagen steht er auf der Stelle. Nichts bewegt sich in eine leichtere fließende Richtung. Erhöhter Druck entsteht.

Doch dieser Schwebezustand im Zeichen der Waage wird jetzt zu Neumond am 7.-8. Juli wieder aufgelöst. Danach wird wieder einiges in Bewegung gesetzt.

Die Vorzeichen zunehmender Unruhe sind schon seit Monaten zu erkennen. Ägypten, Türkei, Brasilien, Syrien, Vulkanausbruch des Popocatepetl in Mexiko, Datenspionage.

Der ehrfürchtige Saturn bewegte sich seit 1. März rückwärts. Das bedeutet Rückwärtsblickend, Vergangenheitsorientiert, Altlasten reflektieren, altes Karma bewerten. Auch Rahu, der sich in der Waage befindet, ist natürlich rückwärts orientiert und bringt alte Muster und Verstrickungen hoch. Jedoch immer aus dem Hinterhalt. Hintertückisch lässt er sein Werk oft als Geschenk erscheinen und vergiftet dabei die Wahrnehmung. Er macht blind für die Wahrhaftigkeit und das göttliche Licht, was wie die Sonne im Morgengrauen sich langsam durch den Frühnebel kämpft, aber letztendlich siegt und Oberhand gewinnt. Nichts bleibt diesem Licht verborgen. Auch Rahu kann mit seinem dunklen verführerischen Schattenspiel nichts verbergen auf lange Sicht.

So heißt in Sanskrit der Leitspruch der indischen Verfassung:

Satyameva Jayate
„Allein die Wahrheit siegt“

Ab dem frühen Morgen dem 8. Juli wird Saturn wieder direktläufig und es wird zu einem Kollisionskurs mit Rahu kommen, weil diese beiden großen Planeten direkt aufeinander zu rennen.

Saturn ist in der Waage “erhöht”. Sein Zustand ist stabil, stark, mächtig und als Herrscher der Zeit immer der Gewinner dieser Rennen.

Er überrollt und enttarnt alles, was sich ihm in den Weg stellt, mit einem Ziel: „Wahrheit und Gerechtigkeit“ zu bringen. So ist das Zeichen der Waage in diesem Prozess zudem hilfreich. Sie ist der geeignete Boden und bietet beste Voraussetzungen für diesen Kampf für Wahrheit, soziale Gerechtigkeit, Ausgleich und Rechtsprechung.

Wir erleben erneut in diesen Tagen ein sehr starkes planetares Muster. Das interessanteste an dieser Prägung ist, dass es eine starke transformative, aber potenziell gewalttätige Energie beinhaltet und in die Welt bringt. Dies ist die Zeit für eine innere Revolution. Es ist eine Zeit der göttlichen Gerechtigkeit.

Die beiden Planeten werden genau in Konjunktion am 25. September stehen. Mars wird sich dann im Zeichen des Krebs befinden, wo er extrem schwach und potenziell sehr destruktiv ist. Mars wird seinen Einfluss auf die Waage ausdehnen. Saturn wiederum wirft seine volle Kraft auf den Krebs, 10 Zeichen von der Waage entfernt. Somit sind beide “feindliche” Planeten ab Ende August im kriegerischen Duell. In der zweiten Septemberwoche ist Mars dann auch im exakten Mittelpunkt der Rahu Ketu-Achse. Die Kombination all dieser Faktoren erhöht das Potenzial für negative Ereignisse zu dieser Zeit.

Stress, Anspannung wird von Ende August an spürbarer sein, besonders in dieser Vorzeit der Deutschen Bundestagswahl am 22. September 2013. Ein überaus kritischer Monat für eine Wahl.

Der September ist insgesamt ein bedenklicher Monat durch den man ruhig und achtsam navigieren sollte. Der Oktober wird ein Gefühl der Erleichterung bringen.

Rahu wird mit Saturn in der Waage verweilen bis zum Juli 2014. Diese Energie kann sich in der Welt äußern durch extreme Wetterbedingungen, möglichen Erdbeben, terroristische Angriffe, soziale Unruhen, Bürgerkrieg und einem Potenzial für neue oder verstärkte militärische Konflikte.

Wie sich diese Zeitqualität individuell ausdrückt, beantworte ich gerne auf Anfrage. Ich helfe natürlich als Lotse mit meinem Life-Coaching durch die schwierigsten Phasen und Untiefen zu navigieren oder finde geeignete Hilfsmittel, die schwierige Prozesse erleichtern können.

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Bhagavad Gita Zitate

“Die Gita ist mir stets eine Quelle des Trostes gewesen. Wenn mich kein Lichtstrahl mehr erreicht, schlage ich die Gita auf, und ein Vers, den ich zufällig finde, gibt mir mein Lächeln zurück.”
Mahatma Gandhi

“Wenn ich die Bhagavad Gita lese, frage ich mich, wie Gott das Universum erschaffen hat; alles andere erscheint überflüssig.”
Albert Einstein

“Das Wunderbare an der Bhagavad Gita ist, daß… in ihr eine ungelehrte, erlebte Weisheit sich als helfende Güte offenbart. Diese Schöne Offenbarung, diese Lebensweisheit, diese zu Religion erblühte Philosophie ist es, die wir suchen und brauchen.”

Hermann Hesse

Janmashtami 22. August 2011

Happy Shri Krishna Janmashtami

Der Krishna Janmashtami Tag am kommenden Montag, auch als Shri Krishna Jayanti, Krishnas Geburtstag bekannt, ist ein besonders hervor zu hebender Tag der Gesamtheit und der Einheit. Er findet statt Ende August Anfang September acht Tage nach dem August Vollmond-Tag im Mondmonat Bhadrapada.

Welche Qualitäten und Muster ergeben sich aus der näheren Betrachtung dieser Einheit am achten Tithi der Krishna Pakshaphase (abnehmende Monphase) des Mondes?

Die Zahl “Acht”. Sie symbolisiert die Unendlichkeit.

Die acht Prakritis: unterteilte acht Kräfte der Natur. (Prakriti bedeutet Grundprinzipien der Natur und der manifesten Schöpfung).

Die acht Prakritis oder Grundelemente, die wir auch als Grundprinzipien verstehen können, aus denen unsere manifeste Schöpfung besteht sind :

1. Erde (Prithivi), das Feste
2. Wasser (Jala), das Flüssige
3. Feuer (Agni), das Flammende
4. Luft (Vayu), das Gasförmige
5. Raum (Akasha), der Weltäther
6. Geist (Manas), “das, was denkt”
7. Intellekt (Buddhi), “das, was unterscheidet”
8. Ego (Ahamkara), das Ichbewusstsein

Shri Krishna verkörpert vollkommenes verkörpertes Wissen, totale Stille, lebendige Allgegenwart, unendliche Dynamik, voll erwachtes und verkörpertes Potential, die Gesamtheit von Kriya Shakti, Gyan Shakti, Samanvayat, Purnah Brahm –

Einheit in Vielfalt.

Vortragsthema Sterne des Schicksals

Das Licht des Neuanfangs. – Kosmische Zeichen und Wunder einer neuen Zeit, aus Sicht der indischen Rishis

Sterne des Schicksals

Wir leben in einer bewegten Zeit mit hoher emotionaler und spiritueller Wirkung. Ein Weltzyklus scheint zu Ende zu gehen. Nicht nur die Hopis, die Azteken oder Mayas berichten von großen Transformationsprozessen und Reinigungen, die in diesen Jahren vor uns liegen. In den alten Traditionen finden wir Hinweise dafür, dass die Zeit eine unendlich tanzende Melodie von Zyklen ist, die die Vergangenheit mit der Zukunft verknüpfen.

Auch die indischen Rishis sprechen von großen Zeitaltern, den Manwantaras, Kalpas, Yugas und den Samvatsars. Die in den Veden beschriebenen Zeitspannen sprengen jedoch manche Vorstellungsmöglichkeit unserer modernen Ansichten.

Die Rishis erläutern lange vor unserer Zeitrechnung unsere heutige Welt. Die alten vedischen Texte des Varna Prava sprechen von einer Zeit der Wirren und Dummheit:

„In dieser Epoche herrscht Unwissenheit vor. Ebenso eine nur auf äußere materialistische Werte ausgerichtete Lebensweise ohne spirituelle Tiefe. Krieg, Betrug, Lügen, Illusionen, Prostitution, Hungersnot, Kindermord, Umweltkatastrophen…. beherrschen dies Zeit.“
(Varna Prava, Rishi Markandeya, Astronom und Gelierter Mbh.1.2.308 )

Die alten Rishis nennen aber auch eine wiederkehrende Zeit der Renaissance , des „SAT“ und des „Dharmas“, der Reinheit und des Wissens und der höchsten Entwicklungsphase menschlicher Evolution.

In der indischen Mythologie werden die vedischen Sternbilder als die 27 Töchter des Daksha Prajipati bezeichnet. Er ist der kosmische Helfer des Schöpfergottes des Universums Brahma und steht in dem Dienst, die (Re)Evolution der Schöpfung voran zu treiben. Durch das Wissen um seine Kraft ist erkennbar, wann und wie die Menschheit vor einem Evolutionssprung steht.

Die 27 Töchter Dakshas heirateten den Mond und wurden zur kosmischen Heimstätte astrologischer Kräfte. Diese durch feminine Charakter geprägten Aspekte, benötigen die positiven und extrovertierten Impulse maskuliner Planeten. Ihr Drang, sich in ihrer Polarität mit den männlichen Kräften zu verschmelzen, führt letztendlich zur kosmischen Einheit und Vervollkommnung.

In den vedischen Texten, sind die Erstgeborenen aus dieser Verschmelzung die „Ashwinis“. Sie sind Zwillingssöhne des Sonnengottes. Die Sonne repräsentiert die Elternbeziehung , die Wurzel des Absoluten. Die göttliche Verbindung der Sonne zum ersten Sternbild im Widder bedeutet, dass ein wichtiger evolutionärer Prozess stattfindet. Dieser Prozess erhält durch die Hilfe der Sonne die förderliche Energie, um die gesamte Entwicklung zu erhellen.

Gleich einer Morgendämmerung ist die Zeit der Ashwinis angebrochen. Große Heiler und Wissende werden die kommende Epoche prägen. Eine Zeit der Erneuerung, des Ablegens alter Paradigmen und der Beginn einer neuen Form menschlichen Miteinanders. Schöpferische Kraft in ihrer Latenz.

Obwohl zunächst im Alltag weiterhin überschattende Herausforderungen auftreten, gehört diese erhöhte Sensibilität, ausgedrückt durch größere Wachheit und Achtsamkeit, zu der wichtigsten Qualität in der anstehenden Transformation. Wir stecken in den Anfängen einer neuen Form von Spiritualität und Ganzheitslehre.

In diesem Vortrag nimmt Sie der Referent mit auf eine spannende Reise! Er vermittelt Ihnen wissenschaftlich sowie astrologisch fundiert, gleichzeitig aber gut nachvollziehbar ein neues Verständnis von Zusammenhängen zwischen Themen aus Biologie, Medizin, Psychologie, Religion, Astrologie, Geschichte bzw. Politik. Die Verbindung dieser Themen, die heute als völlig getrennt wahrgenommen werden, wird im Licht der vedischen Weisheit und Erkenntnislehre erläutert. Die alten indischen Rishis hüteten schon vor Jahrtausenden dieses heilige Wissen als Erbe Indiens und schufen damit die Voraussetzung, es an uns weiter zu geben.

Wie ein roter Faden zieht sich durch den Vortrag folgende Ãœberzeugung: Wir als Einzelne haben eine weit größere Steuerungsmöglichkeit, als wir es laut unserem kollektiven Verständnis von unserer Beziehung zur Natur, zu den Sternen oder Planeten, zu unserer Gesundheit und zu unserer eigenen inneren Stärke für wahr halten. Denn, wer sitzt im Grunde genommen am Ruder unseres Karmas?” – das ist eine der zentralen Fragen und gleichzeitig Antworten zu der Sie in diesem Vortrag gelangen werden.

Mithilfe der betrachteten Themen beginnen Sie die Zeit und ihre Zyklen, die Zustände und ihre Muster zu verstehen und deren Entwicklung für die Zukunft ablesen zu können. Sie erhalten einen Wegweiser oder Schlüssel, mit dem Sie erkennen können, wie ein neues Zeitalter entsteht. Ihnen wird das Wissen zuteil, welche Tugenden und Handlungen diesen Prozess positiv unterstützen.

Freuen Sie sich darauf, die überschattenden Herausforderungen des Alltages, die manch missliche Lage in Natur oder Politik, aus einer neuen Perspektive betrachten zu können und schaffen Sie sich ein eigenes Bild von unserer Zukunft in dieser Welt, unabhängig von Medienfärbungen oder eigenen alten Erfahrungsmustern.

Garuda Puranam und Heilsteine des Ayurveda

Dieser Text aus der Garuda Purana, weist darauf hin, dass sich die vedischen Heiler schon lange mit der Kunst der Edelsteintherapie beschäftigt haben. Bis heute haben in der vedischen Astrologie Edelsteine eine besondere Bedeutung für Gesundheit, Glück und Erfolg. Ein vedische Horoskop kann darüber Aufschluss geben, welche Kräfte gestärkt oder harmonisiert werden können, damit der Fluss des Lebens harmonisch läuft oder vorhandene Blockaden aufgelöst werden.

Jeder Jyotishaspirant, Ayurveda-Therapeut und Yogapraktizierender sollte seine individuellen Heilsteine kennen und besitzen.

edelsteine2[1]

"Unter den Edelsteinen und Schmucksteinen sind einige bekannt, die über Heilkräfte verfügen .

Sie können zur Genesung beitragen, Verfehlungen im Handeln verhindern oder dienen vorbeugend  als Schutz , um z. B. die Auswirkungen von Giften (wie  bei Schlangenbissen ) und Krankheiten  zu lindern oder zu beheben.

Doch gibt es  unter den Edelsteinen  auch mangelbehafte Qualitäten , die das Gegenteil bewirken  können .

Deshalb müssen folgende Edelsteine sehr sorgfältig und umsichtig mit Hilfe eines erfahrenen und sachkundigen  Fachmanns  ausgesucht werden:   

der Padmarâga (Rubin), 

der Markat (Smaragd),

der Indraneel (blauer Saphir), 

der Vaidurya (Katzenauge), 

der Pushparaga (gelber Saphir), 

der Vajra (Diamant),

die Mukta (Perle), 

der Karketana,(Hyazinth/Gomed), 

die Pulakas (Halbedelsteine), 

der  Rudhirakhya (Hämatit, Blutstein), 

der weiße Saphir

der Bergkristall und  

die Koralle .

Zunächst  gilt es  gewissenhaft  und fachkundig die  Form, Farbe,  Qualitäten und ggf.  Mängel eines Edelsteins  zu prüfen. Dann wird der Preis festgelegt.  Dies sollte in Rücksprache und unter Beratung eines erfahrenen Edelsteinkenners  stattfinden, der das Wissen und die Texte alter Edelstein-Bücher studiert hat."

Garuda Puranam K. 68.V 17.

Diese Purana befasst sich mit Astronomie, Medizin, Grammatik, der Struktur und den Eigenschaften von Edelsteinen. Darüber hinaus ist die Garuda Purana das maßgeblich vedische Nachschlagewerk mit der präzisen Beschreibung der durch den „Savati Nakshatra“ Regen entstandenen „neun Perlen“, die nicht nur die bekannte Austern-Perle im Detail beleuchtet, sondern auch die Seemuschel-Perle (Shank Mukta), die Kobra-Perle (Sarp Mukta), die Schweins-Perle (Shookar Mukta), die Elefanten-Perle (Gaj Mukta), die Bambus-Perle (Bansh Mukta), die Fisch-Perle (Meen Mukta), die Muschel-Perle (Shukti Mukta) und die Himmels-Perle (Akash Mukta).

Beratung: info@vedharma.de

Dasha Prognose Technik in der vedischen Astrologie

Vimshottari: 120 Jahre dauernder Zyklus bestimmter Planetenperioden, “Dashas” auch “Dasa”. Es sind die wichtigen Planetenperioden oder Planetenzyklen (9 insgesamt) die im Leben eines Menschen betrachtet werden, wenn es um eine Einschätzung von Prognosen in bestimmten Lebensabschnitten geht. Eine Technik, die in Jyotish einen hohen Stellenwert hat und in keinem anderen System in dieser Form bekannt ist.

Der persönliche Dashazyklus gibt uns wesentliche Hinweise auf wichtige Änderungen in unserem Leben und in unsere persönliche Entwicklung. Manchmal sind die Veränderungen in Leben oder unseres Charakters während eines Dasha-Wechsels sogar drastisch, je nach beteiligtem Planeten und seiner Bedeutung im Horoskop.

Das Jahr und das gesamte Leben, wird unterteilt in bestimmte Perioden wie Dashas und Transite, deren Regentschaft und der damit verbundenen Einflüsse im individuellen Leben, die einem bestimmten Planeten zugeordnet werden.

In der vedischen Astrologie bezieht man für die einzelnen Lebensabschnitte und Deutungen die Vimshottari Dashas mit ein. Es handelt sich hier um Zeitphasen, die auch als Dashas bezeichnet werden. Während der Spanne eines solchen Zeitabschnitts, hat ein bestimmter Planet Vorrang. Dieser beeinflusst dann unser Dasein und die betreffenden Lebensbereiche. Sie sind entsprechend des Geburtshoroskops durch die Positionierung und Zuordnung des Dasha-Planeten mit den Häusern und Zeichen verbunden.

Jedem der 9 Planeten wird somit ein mathematisch festgelegter Zeitraum im Leben zugewiesen, in dem er voll aktiviert ist und das Geschehen bestimmt. Alles, was dieser Planet im Geburtshoroskop anzeigt, wird sich in seiner Phase entfalten und zentrale Trends ans Licht bringen.

Dem gesamten Leben eines Menschen wird ein Zeitraum von 120 Jahren zugewiesen. Dieses System heisst deshalb “Vimshottari-Dasha-System”, d.h. “120-Jahre-Dasha-System”. In diesem System folgen unterschiedlich lange Phasen der Planeten innerhalb der 120 Jahre einander in einer festgelegten Reihenfolge, beginnend vom Tag der Geburt.

Dashas sind auch unterteilt in kleinere Zeitabschnitte. Die Hauptperiode nennt man “Maha-Dahsa”, die weiteren “Antar-Dashas” oder Antharadahsa, tertiäre Perioden. Nach dem Maha-Dasha folgen insgesamt 9 feinere Unterteilungen, die man Bhuktis nennt. Jedes dieser Bhuktis wird von einem der neun Grahas (Planeten) regiert.

Der Start des individuellen Dashazyklus wird durch die Position des Mondes bestimmt. Dazu sucht man im Geburtshoroskop (Janma Kundali) das Zeichen (Rashi) in dem der Mond zur Geburtsstunde steht, schaut nach in welchem Nakshatra (Mondhaus) sich der Mond dort befindet und in welchem Quadrant (Pada) dieses Nakshatras. Der Planet, der über diesen Bereich herrscht, ist der Planet, der das erste Dasha bestimmt, von dem man dann die einzelnen Sequenzen der Maha-Dashas und Antar-Dashas des Vimshottari Kalender aus berechnet.

Die Reihenfolge der Dashas sind fest angeordnet und sind wie folgt:

Ketu, Venus, Sonne, Mond, Rahu, Jupiter, Saturn und Merkur.

Diese Reihenfolge entspricht den Mondhäusern, die mit dem 1. Nakshatra “Ashwini” im Widder und dem zugeordneten Herrscher “Ketu” beginnt und mit dem 27. Nakshatra “Revati” und seinem Herrscher Merkur (Buddha) abgeschlossen wird. Immer wieder finden wir Hinweise darauf, wie wichtig es ist, sich mit den Mondhäusern, den Nakshatras in der vedischen Astrologie zu beschäftigen.

Die Dashas geben uns einen Überblick über die Einflüsse der Planeten während unseres gesamten Lebens. Der persönliche Dashaabschnitt gibt uns wesentliche Hinweise auf wichtige Übergange in unserem Leben und in unserer persönlichen Entfaltung. Diese Periode beeinflusst unsere Neigungen und Talente, die in uns schlummern. Manchmal sind diese Veränderungen im Leben während eines Dasha-Wechsels sogar massiv und gravierend, je nach beteiligtem Planet und seiner Bedeutung im Horoskop. Die Dashawechsel bringen Veränderungen unvermeidlich, effektiv und deutlich zutage.

Dauer der einzelnen zugeordneten Jahre der einzelnen Dahsas sind:

* Ketu (südlicher Mondknoten): 7 Jahre

* Venus (Shukra): 20 Jahre

* Sonne (Surya): 6 Jahre

* Mond (Chandra): 10 Jahre

* Mars (Mangala): 7 Jahre

* Rahu (nördlicher Mondknoten) : 18 Jahre

* Jupiter (Guru): 16 Jahre

* Saturn (Shani): 19 Jahre

* Merkur (Buddha): 17 Jahre