Fähigkeiten, Talente und Potentiale

Im Grunde genommen ist unser Leben die Summe unserer Talente, die wir aus latent vorhandenen, unendlichen Potentialen heraus, von Geburt an entwickelt haben. Dazu gehören Sprechen und Kommunizieren, Gehen, Schwimmen, Schreiben, Lesen, Autofahren, bis hin zum Bedienen eines Computers oder Smartphones.

Einer unserer Fehler besteht darin, unsere Fähigkeiten zu begrenzen auf das, was wir uns vorstellen können, oder auf in der Gesellschaft erforderliche Kompetenzen. Das machen nur Ameisen oder Bienen.

Wir reduzieren unsere unbegrenzten Möglichkeiten auf zu wenig, wenn wir aufhören unsere geistigen Potentiale und vorhandenen Synapsen im Gehirn, nicht täglich für neue, schöpferische Gaben und Vermögen zu öffnen. Darin liegt der erste Schritt der Potentialentfaltung. Durchbrechen, transzendieren von geistigen Limitationen und Auflösung von hemmenden oder blockierenden Synapsen (inhibitorischen Synapsen) in unserem Gehirn.

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Denken und Erkenntnis

….Woraus ist die Erkenntnis zusammengesetzt? Wenn die Erkenntnis die Welt bis in ihre Fasern kennen lernen will, muss sie die höchste Stufe der Wesensverwandtschaft mit dem Zustand erreichen, aus dem die Welt hervorgegangen ist. (Purusha)

Dieser Zustand ist die Erkenntnis. Jeder andere leitet sich davon her.

Erkennen führt zu Sein: “Man wird das, was man denkt: Dies ist das ewige Rätsel”, steht in den Schriften.

Wer erkennt, verwandelt sich. Keine volle Erkenntnis ist die, die einen nicht werden lässt wie das, was gedacht wird.

Auch aus diesem Grund ist Denken gefährlich. Wenn einer, der das Schauderhafte denkt, selbst das Schauderhafte wird, dann muss sein Denken schon sehr weit reichen, damit das Schauderhaft sich dort neben dem anderen ablagert und das andere nicht erstickt, wie es in Wahrheit geschehen ist und wie es vielen Unglückseligen geschieht, denen es nicht an Wahrnehmung mangelt……-Vasistha

Das menschliche Denken ist wie ein wilder Affe, der unkontrollierbar umherspringt, mal hierin, mal dorthin. Unruhig und ohne klare Richtung. Je mehr Stress und falsche Lebensweise, desto krankhafter sind seine Sprünge. Darauf basiert das Handeln und Werden. Die ursprünglich göttliche Schöpfungskraft, kreative Intelligenz und höchste geistige Kraft, wird diffus und die Ergebnisse davon erzeugen eine Umwelt von Unfrieden, Neid, Krankheit, mangelnder sozialer Integration und Missgunst. Erst wenn der Geist ruhig wird, durch tägliche Stille und Erfahrung der tiefen Meditation, kommt er zur Ruhe und beginnt spontan im Einklang mit den Naturgesetzen zu Handeln. Dann werden die Ergebnisse einen Zustand im Individuum und in der Gesellschaft herbeiführen, die nachhaltig, friedvoll und lebensunterstützend für alle Wesen sind. Ob gescheiterte Klimagipfel in Doha, Machtkämpfe, Bürgerkriege, Hungersnöte oder Bankenkrisen. Das würde alles der Vergangenheit angehören.

Der Leser

Atman: das Selbst (Sonne)
Buddhi: der Intellekt und unterscheidende Geist ( Merkur)
Manas: der denkende, nach aussen gerichtete Geist, Verstand und Gemüt (Mond)

Alles zusammen ergibt Ahankar. Das persönliche ” Ich”.

Eine gesunder, erwachter Zustand des “Ichs” verleiht uns im Leben Ausgeglichenheit und Klarheit darüber , wie wir mit unserer Umgebung in Be-ziehung treten und welche Be-deutung wir den Dingen geben.

Studierende , Suchende oder Menschen, die Wissen und Informationen lesen und verarbeiten, können in vier Kategorien eingeteilt werden, die durch das Kräfteverhältnis, die dem Ahankar zugrunde liegen motiviert sind. Die Motivation mag darin liegen, Wissen zu sammeln und sich anzueignen . Doch dahinter verbirgt sich die Volation, die eigentliche Strategie der Motivation, die viele nicht erkennen und sich manipulieren lassen.

1) Der Schwamm: Er absorbiert alles, was er zu lesen bekommt. Am Ende bleibt keine Erkenntnis, keine Weiterentwicklung, nur ein wenig mehr geistiger Müll, der verdaut werden muss. Oft findet man diese Typen in esoterischen Kreisen oder in Therapeuten -, oder Pädagogennetzwerken, mit enormer Methodenvielfalt. Ja natürlich auch die Kaste der Bildzeitungsleser. Man konsumiert, ohne zu wissen warum und zu welchem höheren Zweck die erhaltenen Informationen dienen . Mentaler Junkfood.

2.) die Sanduhr: Das Buch als Zeitdieb. Konsum ohne Sinn und Nachhaltigkeit. Nichts bleibt hängen vom Lesestoff, alles zerrieselt wie Sand in der Sanduhr. Der einzige Grund im Lesen besteht bei diesen Typen darin, Langeweile zu vertreiben, von der inneren Unruhe abzulenken und wertvolle Lebenszeit zu vergeuden.

3) Kartoffelsäcke: zu gross um sie fortragen zu können wenn sie voll sind, und zu grobmaschig, um Feinheiten und Essenzen halten zu können. Sie geben sich zufrieden mit dem groben Bodensatz dessen, was sie lesen.

4) Königsdiamanten: Sie sind selten und wertvoll . Nicht diffus sondern zielgerichtet, klar und unterscheidend. Was sie lesen und studieren ist Vorteilhaft für die persönliche Entwicklung. Eine Bereicherung für den Lesenden, der seinen geistigen Gewinn teilt und zum Wohle der Gemeinschaft einsetzt.

Doch kann ihm die heutige Gesellschaft, mit ihrer kollektiven Vatastörung und inneren Zerrissenheit überhaupt noch zuhören?

Sie sucht nur das Vergängliche, Zerstreuung und Unwahrheit.

So heißt es in einem Sprichwort:

“Pflege keinen Umgang mit einem Toren; er wird die Weisen doch nur verachten.”

Wer kennt sie nicht die Geschichte von Aschenputtel. Gibt es hier eine Parallele?

Verbirgt sich hinter dieser Geschichte sogar eine vielseitig anzuwendende psychologische Botschaft?

Der weise Vogel: Sonne….?

……die guten ins Töpfchen, die schlechten ins ..Kröpfchen…

Der erwachte, differenzierende Geist: Buddhi!

Erst durch regelmässige tiefe Meditation vermag sich unser Ahankar ganzheitlich zu entfalten und das menschliche Primatenhirn, unser wichtigstes und noch unterentwickeltes Organ, wie eine Lotusblüte öffnen.

Heute wissen wir, dass die Plastizität der Synapsen durch Meditation erhöht wird, was für eine gesunde Gehirnfunktion von entscheidender Wichtigkeit ist.

Bei 100 Milliarden Nervenzellen und einer Trillon Verbindungen im Hirn, man stelle sich bei diesen Zahlen die Anzahl der Blätter im Amazonas Regenwald vor, kann es nur zum Kollaps führen, wie auf unseren Autobahnen, wenn wichtige Knotenpunkte blockiert, unterbrochen oder verkümmert sind .

Mir komnt bei diesem Gedanken ein Bild hoch, wenn ich mir die A 1 von Köln nach Hamburg oder A 2 nach Berlin vorstelle, als eine Sandstrasse mit Schlammlöchern.

Nach einer Wanderung von ca 3,18 Millionen Jahren hat der Homo Sapiens immer noch einiges zu Lernen, um sein volles menschliches Potental zu entfalten. Wenn ich mir unsere heutige Kultur und Gesellschaft ansehe im Sinne der vorher erläuterten vier Lerntypen , Schwamm, Sanduhr, Kartoffelsäcke und rare Königsdiamanten, glaube ich, wir stehen noch immer am Anfang der menschlichen Entwicklung.