Shani Jayanti am 1. Juni 2011

 

Shani Jayanti, am Tag von Amavashya (Neumond) und einer partiellen Sonnenfinsternis

Der heutige Tag wird als der Geburtstag von Shani Dev geehrt. Shani ist einer der neun Planeten (Navagrahas) der indischen Astrologie und wird in der tropischen Astrologie mit Saturn bezeichnet. Shani ist ein mächtiger Graha (Ergreifer), der oft Kummer und Sorge ins Leben bringen kann, wenn der Pfad der Rechtschaffenheit (Dharma) verlassen wird.

http://www.jyotishi.de/index.php/jyotish/50-grahasplaneten/54-saturnshani.html

Unter den Navagrahas ist SHANIDEV auch als Herr der Zeit und als der Richter bekannt. Shani wird auch „Shaneeswaran ‘,’ Sani dev ‘,’ Sanischara Bhagwan“ oder „ Chaya Putra“ ‘genannt.

Shani ist der Regent des Shanivar (Samstag). Er ist der Sohn von Surya (Sonnengott) und seiner Frau Chaya.

Wenn Saturn in einem Kundali (Horoskop) als ungünstig erachtet wird oder man steht unter dem Einfluss eines Saturndasha, der Saturn-Dhaiya oder Sadhesati Lebensphase, kann man sich von den Negativauswirkungen, die Shani (Saturn) erzeugen kann, durch empfohlene Upayas, (das sind Gegenmittel für die Beeinträchtigung durch Planeten) am Tag des „Shani Jayanti“ befreien.

Zeitqualität und kosmische Muster in 2011

"Die Geburtswehen der Zukunft gehören zu den Visionen des Philosophen. "
Victor Hugo,

Wer zu der Gruppe der Personen gehört, die durch helle Vollmondnächten unter Schlaflosigkeit leiden, wird froh sein, dass die letzte Nacht vorüber ist. Es war ein besonderer Vollmond. Der 11. größte der letzten 1000 Jahre und für die nächsten 1000 Jahre. Um 11:43 Uhr MEZ ging er in das Zeichen der Jungfrau. Dem zweiten Quadranten des Mondhauses (Nakshatra) Uttara Phalguni und bildet im Moment mit Saturn eine Konjunktion. Der Mond erreichte in seiner Position gestern Abend, nur 65 Minuten nach Erreichen der Vollmondstellung in Erdnähe, einen Abstand vom Erdmittelpunkt, der besonders geringe 356’574 Kilometer betrug.

Der vedischen Mondkalender bestimmt durch die Zeit des Sonnenaufgangs in unseren Breiten den heutigen Tag, den 20. März 2011 (Mondtag = Tithi) als den eigentlichen Vollmondtag. Er begann um 19:10 Uhr MEZ hat. (heutiger Vollmondtag bis 15:12 Uhr). Der nächste Vollmond findest statt am Montag, 18. April 2011, 04:44:00 Uhr

Ob Wissenschaftler, Astrologen oder Esoteriker, in einem Punkt sind sich alle einig: der Mond hat Einfluss auf die Erde. Zum Beispiel regelt er durch seine Anziehungskraft die Gezeiten. Auch Kontinente bekommen diese Anziehungskraft zu spüren. Sie heben bzw. senken sich mitunter bis zu 26 Zentimeter.

Zeitgleich feiert Indien das große „Holifest“, Frühjahrbeginn und Fest der Farben und Freude. In Teilen vieler anderer Länder, die den kosmischen Kalender kennen, wird dieses Neujahrsfest ebenfalls gefeiert.

Dazu gehören:

Iran, Afghanistan, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan, Bahrain, Pakistan, Indien, Irak, Azerbaijan. Interessant, dass zeitglich in diesen Ländern gesellschaftliche und politische Unruhen und Umwälzungen bestehen. Sie weisen, auf die gleichen energetischen Muster hin, auf die ich in diesem Schreiben eingehen werde.

Der Moment der vergangenen Eklipsen (Grahanam) Anfang 2010, Ende 2010, Anfang 2011 bis zu diesem aktuellen Vollmond, die großen Transite der vorausliegenden 3 Monate von Rahu/Ketu/Jupiter/Venus/Mars, prägen eine Zeit des Umbruchs, der Umwälzung und Beendigung eines alten Leitbildes der nun zu Ende gehenden Menschheitsepoche. Einerseits geht es um Werte, Ethik und Nachhaltigkeit in wirtschaftlichen Belangen, von denen Ost und West betroffen sind, andererseits um politische und gesellschaftliche Neuorientierung, die ein Umdenken mit sich bringt, wie wir es uns bisher nicht vorstellen konnten. Auch wenn wirtschaftliche und militärische Verwicklungen dieses Umdenken erschweren und immer wieder in Frage stellen, so wird uns nichts anders übrig bleiben. Der neue Richtung ist determiniert.

Es beginnt eine Rückbindung auf die grundlegenden, transzendenten Quellen des Lebens, die allen Urkulturen und in der vedischen Hochzeit bekannt waren. Es überraschte mich nicht, dass zum Eintritt des Monds in das Zeichen der Jungfrau, gestern Vormittag, die ersten Kampfhandlungen in Libyen begannen und ein weiteres Erdbeben mit Stärke 6 erneut Japan erschütterte.

Aus vedisch astrologischer Sicht gibt es in diesem Jahr weitere Anzeichen auf gewaltige Transformationsprozesse. Diese Indikatoren zeichnen sich aber auch in anderen Systemen ab, die sich z.B in der tropischen Astrologie Uranus und Pluto deutlich machen.

Die angestoßenen kollektiven „Umdenkprozesse, die „ in Gang gesetzt wurden, habe ich in meinen Newsletter 2009 angedeutet

http://www.vedharma.de/newscast/?p=59

und wieder aufgegriffen in meinem Newsletter vom Dezember 2010. Hier nachzulesen:

http://www.vedharma.de/newscast/?p=79

Als ich die Daten durcharbeite, war mir bewusst, dass einige wichtige Veränderungen in diesem Jahr stattfinden würden und weitere folgen werden. Teilweise erschütternd, wenn wir die Nachrichten verfolgen. Der Preis, den wir für unsere kontinuierlichen Verletzungen der Naturgesetze zahlen, ist schrecklich. Aber eine schnelle Umkehr in unserem Denken und Handeln scheint wohl durch Erkenntnis und Aufklärung kaum zu funktionieren. Scheinbar sind Krisen und aufrüttelnde Erlebnisse notwendig, um neuen Werten Platz zu geben.

Im Moment ist es wie ein Film ohne Werbung und Ausgang. Die Botschaften sind klar und verständlich. Wir können sie ernst nehmen und das Spiel mit dem Feuer endlich verstehen. Kompromisse gibt es keine mehr.

Sehen wir das Ereignis in Japan. So ist die Zeit schon lange überfällig auf zu wachen und zu erkennen, dass Atomkraft keine Zukunft für den Menschen darstellt. Ein Moratorium hilft nicht, es sei denn die Zeit wird genutzt, um Strategien anzugehen, die einen sofortigen „Umstieg“ in erneuerbare Energien ermöglichen. Es geht auch nicht mehr um „Augenmaß“ sondern um Ausstieg „ohne Kompromiss“.

Zeit zu Lösungsfindung hatte unsere Generation in den letzten 30 Jahren genug.

Wie verwickelt die Politik mit der Atomlobby ist, zeigt dass auf den Staat Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhen vom Deutschen Atomforum zukommen werden. Wie wenig interessiert diese Gruppe an den Interessen der Menschen ist und die Wirtschaftlichkeit in den Vordergrund stellt, kann man daran erkennen. Diese Manager und Agenten des Weltuntergangs, ich vermeide das Wort Führungskräfte, müssten sofort ihrer Verantwortlichkeit enthoben werden, um weiteren Schaden von der Gesellschaft abzuwenden. Sie besitzen weder Weitsicht, noch die Kompetenz, die an dieser Stelle jetzt gefordert wird.

Obwohl uns versichert wird, es könne kein gleiches Szenario wie in Japan entstehen so sind wir doch gewarnt durch den Vulkanausbruch im letzten Jahr in Island. Zu weit weg? Das haben wir erlebt, wie die dunkle Aschewolke unsere Himmel verdunkelte und für Wochen den Flugbetrieb störte.

Das es am 22. Juli 2002 ein mittelschweres Erdbeeren im Kreis Aachen gab, haben die Pressesprecher der Regierung vergessen. Noch im Raum Köln fielen die Bilder von den Wänden. Die niederrheinische Bucht gehört zu den aktivsten Erdbebengebieten nördlich der Alpen.

Siehe General Anzeiger Artikel vom 22.07.2002

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=wett&itemid=10203&detailid=47679

Entfernung: Köln- Island 2268 km

Die Vulkangebiete Deutschlands befinden sich in der Eifel, im Erzgebirge, am Vogelsberg, im Westerwald, am Kaiserstuhl und an der Rhön. Auffällig an der Anordnung der meisten Vulkangebiete ist, dass sich das Gebiet ca. 300 km vor der Alpenfront auftürmt. Geologen sind der Meinung dass die Alpenentstehung ein Teil zu dem Vulkanismus beigetragen hat.

Entfernung: NRW/Köln/Frankfurt/Rhein Main Gebiet- 0 km

Die allgemeine Ursache des Vulkanismus liegt in der Plattentektonik der Erdoberfläche. Diese Plattentektronik ist auch verantwortlich für die Beben im Pazifik und im Mittelmeerraum. Dort lösten bereits Erdstöße auf Mallorca Panik aus: Häuser wankten, Flutwellen rissen Autos ins Meer. Ganz zu schweigen von Italien. Die Straße von Gibraltar entstand durch eine solche Verschiebung der Plattentektronik. Davor war die Landmasse vom heutigen spanischen Festland aus gesehen eine Fläche bis Mallorca und den Inseln von Sardinien.

Vor ungefähr 5,33 Millionen Jahren, erfolgte nach neuesten Erkenntnissen zunächst eine leichte Senkung der Landbrücke zwischen Europa und Afrika, sodass für einige Jahrtausende nur geringe Wassermengen aus dem Atlantik in das ausgetrocknete Mittelmeerbecken schwappten. Nach und nach grub sich das Wasser immer tiefer in die Landbrücke, bis schließlich durch einen 200 Kilometer langen und bis zu 11 Kilometer breiten Kanal etwa 100 Millionen Kubikmeter pro Sekunde einströmten und dabei mit einer Geschwindigkeit von 144 Kilometer pro Stunde den Strömungskanal um 40 Zentimeter pro Tag vertieften. Insgesamt wurden dabei 500 Kubikkilometer Gestein weggewaschen. Das führte dazu, dass auf dem Höhepunkt dieses Vorgangs der Wasserspiegel im Mittelmeerbecken täglich um mehr als 10 Meter anstieg, bis nach maximal zwei Jahren das Mittelmeer wieder aufgefüllt war.

Die gesamte Region ist ein Gebiet starker tektonischer Aktivität.

Entfernung 400 – 2000 km

Die ganze Eifel ist mit Vulkanen übersät. 250 Vulkane brachen in der Eifel bisher aus und die letzte Aktivität war vor 11.000 Jahren, seither besteht eine trügerische Ruhe.

Auch an Stellen, wo die Kontinentalplatten sich voneinander weg bewegen, kann man Vulkane finden. Derzeit gibt es keine wirklich aktiven Vulkane in Deutschland, doch die Vulkane sind nicht tot.

Könnten die großen Verschiebungen der Kontinentalplanten verursacht sein durch Veränderungen im Gravitationsfeld? Was hat der stattfindende Polsprung damit zu tun? Wie wirken sich die planetaren und kosmischen Energiemuster in 2012 aus? Somit dürfen wir keinem Politiker oder Atomlobbysten glauben, wir könnten der Sicherheitsinfrastruktur in Deutschland vertrauen. Auf gar keinen Fall. Hier hört es auf mit spirituellen, esoterischen oder halbwissenschaftlichen Weisheiten zu argumentieren. Das Bewusstsein der Menschen ist nicht bereit für diese Energie.

Das Risiko ist zu groß, wenn der Zug nicht bereits abgefahren ist.

Atomkraft ist Leiden, Krankheit, Angst und große Täuschung. Der Mensch ist zu arrogant zu glauben, er könne diese Kraft der Kernenergie beherrschen. Sie ist nicht kompatibel mit dem Leben. Dazu gehört in gleicher Weise auch das Experimentieren mit der Gentechnologie und das «Urknall-Experiment» am CERN in Genf sowie unterirdischen Atomtests im Pazifik.

Am 1. Juli 1946 zündeten die USA ihre erste Atombombe mit dem Codenamen "Able" in Mikronesien auf dem Bikini-Altoll (Marshall-Inseln). Fast genau 20 Jahre später, am 2. Juli 1966, begann die französische Regierung ihre Testreihe auf den Atollen Moruroa und Fangataufa in Französisch-Polynesien.

Die Menschen auf den abgelegenen pazifischen Inseln wurden von den europäischen Mächten nicht über die Gefahren der Atombombentests aufgeklärt. Es wurde sogar in Kauf genommen, dass die BewohnerInnen einiger Inseln schutzlos dem radioaktiven Fallout der Tests ausgesetzt wurden. Manche Inseln wurden durch die nukleare Verseuchung für immer unbewohnbar. Die Menschen verloren ihre Heimat, ihre kulturellen Wurzeln und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Im Pazifik kämpfen heute Privatpersonen und Organisationen wie "Moruroa e tatou" in Französisch-Polynesien um Gerechtigkeit und Anerkennung.

Wir Menschen bringen Dinge gerne in Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge. Das Betätigen eines Lichtschalters ist die Ursache für die Wirkung, dass eine Glühlampe leuchtet. Die Möglichkeit, Ursachen und Wirkungen zueinander in Beziehung zu setzen, nennt man Kausalität. Karma ist nichts anders.

Keine Tat, ob klein oder groß, ob gut oder schlecht, kann ohne ihre Wirkung sein. Dies ist das Gesetz von Karma. Karma (wortwörtlich "Handlung") macht den Menschen zum Schöpfer seines eigenen Schicksals.

"Wie du säest, so sollst du ernten." Jeder erhält das Resultat seiner Handlungen, ob gut oder schlecht. Das Prinzip von actio et reactio (lateinisch für ‚Aktion und Reaktion‘) oder Wechselwirkungsprinzip, das Dritte newtonsche Axiom, besagt, dass jede Aktion (Kraft) gleichzeitig eine gleich große Reaktion (Gegenkraft) erzeugt, die auf den Verursacher der Aktion (Kraft) zurückwirkt.

Haben all diese Tests, die „Airbombs“ der privaten Großindustrie im Meeresgrund auf der Suche nach neuen Erdölquellen, die sich anhäufenden Erdbeben ausgelöst, die jetzt die große Katastrophe in Japan eingeleitet hat?

Ob wir es das karmische Gesetz nennen, Dominoeffekt oder Chaostheorie. Demnach könnte schon ein Schmetterling, der in Shanghai mit seinen Flügeln wackelt, theoretisch einen gewaltigen Wirbelsturm in New York auslösen.

Karma bedeutet aber nicht nur Rückwärtsblickend sondern auch Vorwärtsorientiert. Kriyamana Karma.

Handlungen der Gegenwart, die unsere Zukunft formen. Dort üben wir unseren "freien Willen." Wir versuchen ungünstige Bedingungen in unserem Leben zu meistern. Die notwendige Orientierung gibt uns die vedische Astrologie und der vedische Pfad. Das vedische Wissen bietet eine Fülle an praktischer Werkzeuge, um Autonomie und Selbstbestimmung von Menschen oder Gemeinschaften zu erhöhen und die es ihnen ermöglichen, ihre Interessen (wieder) selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und gestalten. (DHARMA)

Jyotish öffnet unsere Perspektiven für das Agama Karma. Dies ist das Karma unserer künftigen Handlungen. Hier nehmen wir uns vor, positive Veränderungen in unserem Leben zu erzeugen und arbeiten darauf hin, sie durchzuführen. Es wird eine gewisse Zeit dauern.

Alles ist mit einander verbunden. Unser Handeln schafft die Konsequenzen unter denen wir glücklich, zufrieden, gesund oder krank, lebend und zum Tode verurteilt existieren.

Jetzt ist die Bedrohung so groß, dass Japan vielleicht für Jahrhunderte verseucht und geteilt sein wird. In einem Radius von 500 km um Fukushima herum, kann dann kein Leben mehr existieren. Es hilft nicht, einfach die Grenzwerte hochzusetzten.

Die Tatsachen zeigen uns, dass es keine Zeit mehr für dummes Geschwätz gibt. Die Weltwirtschaft kann nicht weiter als Argument vorgeschoben werden, man müsse alles tun um diese zu retten, aber nicht die Erde oder den Menschen. Wir brauchen Gesetze und Prozesse, die sich an den höheren Prinzipien kosmischer Ordnung ausrichten.

Die alte Weissagung der Cree Indianer wird Ernst

„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

…..dann erscheint eine Armee von Regenbogenkriegern (Rainbow Warriors)

Gleiches, aber noch viel umfangreicher und detaillierter finden wir in den Texten der Mahabharata, dem Vana Parva Kapitel zum Kali Yuga vor 8000.

„O Pandava, die brahmanas und ksatriyas und vaisyas und sudras (im Kali Zeitalter) werden Moral und Tugend betrügerisch praktizieren, und die Menschen werden im allgemeinen ihre Mitmenschen durch die Ausbreitung des Netzes der Tugend täuschen. Und Menschen, die fälschlich im Ruf stehen, gelehrt zu sein, werden durch ihre Handlungen die Wahrheit beschränken und kaschieren. Und durch die Kürze ihres Lebens werden sie nicht in der Lage sein, viel Wissen zu erlangen. Und durch dieses wenige Wissen werden sie keine Weisheit haben. Und dadurch wird Habsucht und Geiz sie alle überwältigen. Geiz und Zorn und Unwissenheit und Lust ergeben werden die Menschen Feindseligkeit gegeneinander hegen und sich wünschen, einander das Leben zu nehmen.“

Es ist keine Zeit mehr für Lügen. Sie werden aufgedeckt.

„Die Astrologie vermag den Trend der Zeit zu erkennen, aber das Ergebnis liegt in der Hand des Schöpfers. „

Somit liegt es in unseren Händen, wie wir die Zeit positiv verändern. Dieser großen Verantwortung bewusst zu werden, durch das Lernen in der Universität des Lebens hier auf Erden, ist unsere Aufgabe

Damit wir den Herausforderungen besser stellen können, nutzt uns das Wissen der vedischen Astrologie zum Erkennen von Trends und Zielen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Hiroshima, Tsunami und Fukushima?

Ich habe herausgefunden, dass sich hinter allen Geschehnissen bestimmte Muster verbergen. Sie sind Ausdruck davon, wann wir an einem Start-, oder Endpunkt der Geschichte sind. Mit diesen Nachrichten möchte ich allerdings nicht in akademischen Jyotishwissenschaftstheorien eintauchen. Das würde zu weit führen. Dafür biete ich offene Workshops und Vorträge an, zu denen ich gerne nach Rücksprache als Referent komme.

In diesem Rundbrief, weise ich auf bestimmte Termine hin, an denen wir besonders achtsam zu sein sollten.

Als erstes nenne ich Ereignisse, der letzten 10 Jahre, bei denen es immer um erkennbare ähnliche Muster, Konstellationen und Wirkfelder geht:

11.09.2001

Terroranschlag World Trade Center (Saturn Stier)

22.7.2002

mittelschweres Erdbeben mit Magnitude 5,0 mit Epizentrum bei Aachen (Saturn im Krebs /Rahu)

15.08.2005

Hurrikan, Katrina (Saturn Zwilling)

8.10.2005

Erdbeben der Stärke 7,5 im Norden Pakistans, Nordinien und Afghanistan, (Saturn Krebs)

26.12.2006

Tsunami Sri Lanka (Saturn Krebs)

15.09.2008

Börsen auf Talfahrt.

Lehmann Insolvenz (Saturn/Sonne in Löwe)

13.01.2010

Erbeben Haiti (Saturn Jungfrau)

20.03.2010

Ausbruch des Eyjafjallajökull (Saturn Jungfrau)

27.07.2010

Ãœberschwemmungskatastrophe Pakistan 20 Millionen obdachlos (Saturn Jungfrau)

20.04.2010

Deepwater Horizon Explosion. BP Golf von Mexiko (Saturn Jungfrau)

04.09.2010

Erdbeben Neuseeland, Darfield (Saturn Jungfrau)

17.12.2010

Beginn großer politischer Umwälzungen in Nordafrika, Tunesien, Ägypten, Libyen Bharain……. etc

30.12.2010

Überschwemmungen in Australien Queensland so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen (Saturn Jungfrau)

11.01.2011

Evakuierung Brisbane (Saturn Jungfrau)

22.02.2011

Erdbeben Neuseeland, Christchurch (Saturn Jungfrau)

11.03.2011

Erdbeben Japan (Saturn Jungfrau)

12.03.2011

Explosion Fukushima (Saturn Jungfrau)

19.03.2011

Beginn des UN-Angriffs auf Libyen (Saturn Jungfrau)

Was folgt noch in 2011 bis zum Wechsel von Saturn in die Waage im November 2011? Ähnliche Anordnungen, die noch noch vor uns liegen, finden sich auch bei diesen beiden Ereignissen:

01.09.1943: Ausbruch zweiter Weltkrieg

06.08.1945: Hiroshima, Japan

Hinter allen Daten verbergen sich ähnliche astrologische Muster und Felder Aber eines ist interessant und anders. Diese bringt große Hoffnung und ermöglicht eine positive Zukunft, obwohl auch einige Hürden zu nehmen sind.

Ein großer Zyklus geht zu Ende, damit ein neuer beginnen kann. Ist damit 2012 gemeint oder findet die große Metamorphose bereist 2011 statt? Sind wir mitten drin oder beginnt der Verwandlungsprozess erst gerade?

Bei der Tabelle mit den Ereignissen der letzten 10 Jahre, möchte ich nicht ausschließlich die Beziehung zu Saturn herstellen, denn es gibt auch weitere Faktoren. Wir dürfen Saturn auch nicht alleine als Planeten verstehen, der ausschließlich Struktur, Disziplin, Einschränkungen, Grenzen, Pflichten und Angst erzeugt. Er hat durchaus positive Seiten, wenn man seine innere Natur versteht, denn er ist der Tod des „Ungöttlichen“, der Unwahrheit, der Lüge und der Oberflächlichkeit.

Hinzu kommen immer die beiden Mondknoten Rahu und Ketu, die im Zusammenhang mit Saturn, dem Richter, die Muster darstellen, die auffällig und parallel zu allen Zeitpunkten zu erkennen sind. Aber eben gesteuert und getaktet durch Shani (Saturn) dem Planeten, der für große Umwälzungsprozesse steht und uns wesentliche Hinweise gibt, wie unsere Lebensausrichtung neu geformt werden soll, damit die innere kosmische Ordnung (Dharma) wieder Oberhand bekommt. Diese Ordnung wird seit zu langer Zeit gestört und das „Ungöttliche“ (A-Dharma) überwiegt.

Der Mensch hat sich über die kosmischen Gesetze gestellt und Artha (materielle Motive) in den Mittelpunkt. Besitz, materielle Ausrichtung, Geld und rein sinnliche Genüsse dienen nur noch einem Ziel. Der Befriedigung des Egos. Nicht dem übergeordneten Prinzip von Dharma, Rechtschaffenheit, Achtsamkeit, Harmonie, Liebe. Wenn Dharma verloren geht und Artha im Mittelpunkt steht, dann kommt die Veränderung die in allen Kulturen den Überlieferungen nach stattgefunden hat. Von Atlantis, den Mayas, Griechen, Ägyptern, Römer bis zu unserer Epoche in 2011/2012

„Vishnu, die Verkörperung des Vedas, inkarniert oder manifestiert sich immer dann, wenn Dharma (die Ordnung, Rechtschaffenheit) verloren geht.“ Bhagavat Gita IV.7

In meinem letzten Newsletter sprach ich von den machtvollen Finsternissen und wiederhole mich im Grunde noch einmal mit meinen Beobachtungen.

„…….Ich möchte noch einmal festzuhalten, dass zum Vollmond des 21. Dezember 2010, eine Mondfinsternis zur Winter-Sonnenwende stattfindet, gefolgt von einer Sonnenfinsternis am 4. Januar, innerhalb von zwei kritischen und machtvollen Nakshatras. (Konstellationen)…….“

Die Frage: „Werdet Ihr es ändern?“ taucht in Zeiten der Veränderung immer wieder auf. Wir haben die Wahl.

(Den Kennern der vedischen Literatur, empfehle ich das Lesen der Verse 7 – 12 Kapitel 4 der Bhagavad Gita)

Seit dem Saturn in die Zwillinge ging, 2004, dann durch Krebs, in den Löwen (Finanzkrise) und aktuell Jungfrau, ist damit eine Verdichtung von Ereignissen verbunden, wie wir sie vorher nicht kannten. Es wurde bereits erkennbar, welch kritische Energie auf 2011 liegt.

Bei der Auswertung der Daten ist es mir kalt den Rücken runter gelaufen. Betroffen ist die Zeit von 2011/2012 und den durch Jupiter beginnenden Zyklus, der am 4. Mai beginnt und 21.04.2023 endet..

Das Thema ist so spannend, dass ich dazu Vorträge halte, um die aktuellen jährlichen Energiemuster und damit verbundenen Trends aufzuzeigen. Wer sich inspiriert und motiviert fühlt, in seinem Rahmen, seiner Gruppe oder Bekanntenkreis einen solchen Vortrag zu organisieren, ist herzlich eingeladen dies zu tun und mich einzuplanen. Jetzt ist die Zeit dafür.

„Heyam Dhukam Anagatam“. Verhindere die Gefahr bevor sie entsteht.

Wir können nur hoffen, dass der neue Evolutionszyklus, der in diesem Jahr beginnt, durch eine harmonischere Beziehung zur inneren Ordnung gekennzeichnet ist und die Gesellschaft erkennt, wie wichtig es ist, Fühlen, Denken und Handeln auf der stillen Ebene des Bewusstseins, durch Meditation und den Pfad des Vedas und Yogas zu gründen. Falscher Aktionismus hilft hier nicht.

Dazu ist es erforderlich, dass unsere Wurzel des Lebens auf einer globalen und kollektiven Schicht wieder neu gepflanzt und tief verankert wird, als ein Zeichen unserer authentischen Wahrheit und unseres Wohlbefindens inspiriert und reaktiviert wird.

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Nur dann werden die Stürme der Veränderung, die im Jyotish als geistige Naturgesetze durch „Rudra“, eine Form Shivas, symbolisiert werden, http://www.vedharma.de/index.php/Rudraabflauen, die dazu beitragen die Welt zu schütteln, bis alles wieder am richtigen Platz sitzt.

Wichtige Termine und Eckdaten bei denen besondere Vorsicht geboten ist und im Einzelnen individuell betrachtet werden sollte:

Wir erreichen von Ende März bis Anfang Juni besondere Zeitfenster. Die Position, durch die als nächstes Rahu (der aufsteigende Mondknoten) und Ketu (absteigender Mondknoten) laufen, nennt man Gandanta-Punkte.

Gandanta Punkte sind die Bereiche, die sich beidseitig 48‘ zwischen Feuer und Wasserzeichen befinden. Man versteht sie wie Endpunkte an einer Schnur. Das Wort Gandanta wird abgeleitet von Gand = Knoten und Anta= Ende.

Die Zeichen, in denen sich diese Punkte befinden, sind in dieser Tabelle beschrieben:

• Fische (Revati) und Widder (Ashwini)

• Krebs (Ahlesha) und Löwe (Magha)

• Skorpion (Jyeshta) und Schütze (Mula)

Spirituelle Knotenpunkte. Sie verlangsamen spirituelles Wachstum oder wenn wir sie entschlüsseln bringen sie bedeutsame Entwicklungen und Evolutionssprünge mit sich.

Tabelle der Gandantapunkte

Grade

Rashi

Nakshatra

Amsha/Pada

26°40 – 30°00

Fische

Revati

Fische, 4. Pada, 356°,40‘ – 360°00

0°-3°20

Widder

Ashwini

Widder, 1. Pada, 00°00‘ – 03°20

26°40 – 30°00

Krebs

Ashlesha

Fische, 4. Pada, 116°40‘ – 120°00

0°00 – 3°20

Löwe

Magha

Widder, 1. Pada, 120°00 – 123°20

26°40 – 30°00

Skorpion

Jyeshta

Fische, 4. Pada, 236°40 – 240°00

0°00 – 3°20

Schütze

Moola

Widder, 1. Pada, 240°00 – 243°20

Alle nachfolgenden Termine, deren Qualität sich in diesem Jahr häufen, sind von besonderer Wichtigkeit.

Leider würde dieser Brief noch umfangreicher als er eh schon ist, wenn ich zu jedem Termin etwas kommentieren würde. So nenne ich diese brisanten Zeitpunkte nur, so dass zumindest ein Hinweis gegeben wird, wann man besonders achtsam und aufmerksam sein sollte oder sich bei Entscheidungenbesser beraten lassen sollte.

Das persönliche vedische Horoskop in der Betrachtung dieser Eckdaten ist wichtige Grundlage, um spezifische und aussagekräftige Deutungen machen zu können. Jeder sollte diese Möglichekt nutzen.

• 29.03.2011: Opposition von Jupiter – Saturn

• (letzte von 3)

• 18. April 2011 Mars-Saturn Opposition

• Beide tragen sich zu in der Achse: Jungfrau -Fische

• Gandanta vom 4. – 11. Mai 2011

• 08.05.2011 Jupiter wechselt von Fischen zu Widder

• Beendet einen Zyklus seelischer Entwicklung

• Abschluss eines 12 jährigen Zyklus und Beginn einer neuen Runde durch den Zodiak , der bis 21. April 2023 dauert

• Merkur und Venus folgen in den Widder bis 11.05.2011

• 11. Mai ein großes Stellium

• 13.06.2011 Ende der Saturn Rückläufigkeit

• 06.06.2011 Rahu & Ketu wechseln die Zeichen

• Achse Skorpion-Stier am 06.06.2011/ 10:20 Uhr

• Rahu ist debilitiert in Skorpion und Ketu debilitiert in Stier

• Venus & Ketu Gradgleich am 28. Juni

• Konjunktion von VE/KE/MA/MO

• Mars-Ketu Gradgleich am 22. Juli im Stier

• 22.12.2012 nächster Transit von Rahu und Ketu in Widder und Waage

• 9.09 bis 30.10. 2011 Mars debilitiert und bringt ungünstige Ergebnisse

Aszendent Widder und Skorpion sollte dann auf Gesundheit achten

• 29. September Venus-Saturn Konjunktion

• 13. Oktober Saturn-Sonne Konjunktion

• 6. Oktober: Merkur – Saturn Konjunktion

• 15.11.2011 Saturn Zeichenwechsel von der Jungfrau in die Waage

• Sadhesati beginnt für Skorpiongeborene am 15.11.2011

• Sadhesati wird nicht für Mond im Löwen beendet, da Saturn am 16.05.2012 rückläufig wird und zurück in die Jungfrau geht, bis 3. 08.2012

Stellium 11. Mai 2011 im Widder

Stellium 11. Mai 2011 im Widder

Initiative für weltweite vedisch astologische Wissenschftszentren

Möchte man nun diese Termine individuell ansehen, hilft ein erfahrener vedischer Astrologe.

Für die Beantwortung von globalen Themen werden ihm sicherlich Zeit und Ressourcen fehlen. Es ist ein enormer zeitlicher Aufwand, sich mit der astrologischen Forschung zu beschäftigen und Ereignisse, die sich von Konstellationen ableiten lassen, richtig zu deuten bzw zu interpretieren. Aber dies ist möglich. Voraussetzung ist die professionelle Arbeit von Teams und Forschungszentren, die wissenschaftlich vedische Arbeit leisten können.

Dazu fordere ich weitsichtigen Führer der heutigen Zeit auf. In jeder Stadt, in jedem Land Forschungszentren und Institute zu etablieren, die sich mit der Auswertung vedisch astrologischer Daten beschäftigen, um Trends und Perspektiven zu dokumentieren und diese mit herkömmlichen Mitteln der Wissenschaft zu vergleichen.

Weltweite Initiative für vedisch astrologische Falkultäten!

Ich betone gerade jetzt in dieser überaus kritischen Zeit noch einmal, wie wichtig es ist, sich vom Licht „Jyoti“, leiten zu lassen. Mit Nachdruck und Mitgefühl liegt es mir für die heutige Generation am Herzen, mehr die vedisch astrologische Wissenschaft zu fördern und diesem Thema mehr Ernsthaftigkeit und auch finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen.

Die Wissenschaft des Lichts, Jyotish und die vedische Kompetenz, benötigt eine Einbettung in unsere Kultur und unser Geistesleben, zur Reformation unserer Zivilisation. Dieser Vision stelle ich mich mit meinem Engagement zur Verfügung und bin für jede Unterstützung, Beihilfe und Kooperation offen.

In der Brihat Jataka, dem großen Buch der Astrologie von Varaha Mihira wird auf folgendes hingewiesen:

„Ein Fürst , welcher einen in allen Zweigen der Horoskopie und Astrologie erfahrenen Astrologen nicht ehrt, wird Kummer erleiden und zugrunde gehen.“

weiter heißt es:

„Ein Fürst ohne einen Astrologen ist wie die Nacht ohne Licht oder der Himmel ohne Sonne. Wie ein Blinder irrt er umher. Ohne Astrologen gerieten die Stunden, Zeitabschnitte usw. in heilloses Verwirrung, daher ziemt es sich wohl für einen Fürsten, der siegreich und glücklich werden will, sich der Dienste eines erfahrenen Astrologen zu bedienen.“

„Keiner der glücklich sein will, sollte in einer Gegend leben, wo es keine Sterndeuter gibt, denn der Astrologe ist das Auge des Landes und wo wer wohnt, geschieht kein Unheil“.

Denn es ist nicht erforderlich, blind und unvorbereitet in die Zukunft (Schiksal9 zu rennen. Wer schlau ist nimmt bei Wolkenetwicklung den Regenschirm mit. Nur die unvorbereiteten werden überdacht. In diesem Sinne versetzen Sie sin in die Lage zu agieren, satt zu reagieren.

In einem Seminar über Führungskräfteentwicklung habe ich einmal ein Zitat aus Japan kennen gelernt: „90% unseres Erfolgs ist die Vorbereitung“. Dieses Zitat ist in Japan heute nicht mehr gültig. Sie haben ihren alten Pfad der Weisheit verlassen. Die Konsequenzen sind offensichtlich.

„Wird der Mensch auch in Zukunft dabei verharren, den Staub der Erde anzustarren? Oder wird er – um den Schatten seines Körpers nicht inmitten von Dornen und Totenschädeln zu sehen – seine Augen zur Sonne erheben? „
Khalil Gibran

Herzliche Grüße und einen schönen Frühlingsanfang

GANUSCH

Das andere Zeitmanagement – vedisches Zeitmanagement

Das andere Zeitmanagement – vedisches Zeitmanagement
Zeitmanagement und Aktionspläne im Einklang mit den Naturgesetzen und kosmischen Naturrhythmen

Zeit ist, was verhindert, dass alles auf einmal passiert”
(John A. Wheelers)

Es schneit in Deutschland. Der Frost hat uns fest im Griff zum Zeitpunkt der Sonnenwende, bevor die Tage minütig wieder länger werden und die Sonne die nördliche Bahn ihrer Jahreswanderung einschlägt.

Ein Jahr geht zu Ende und ich habe mir die Zeit genommen, meinen letzten Newsletter wieder etwas umfangreicher zu gestalten und für die Zeit zwischen den Feiertagen, einige Denkanstöße zum Thema „Zeit“ und „Zeitqualität“ zu geben.

Dieses Jahr hatte viele Momente der Freude, der Herausforderung, der Freundschaft und des Überraschenden. Momente des Glücks, Sekunden des Innehaltends, des Staunens, Lernens, wertvollen Begegnungen und Gesprächen, Stunden des Wartens und in meinem Leben ca. 600 Stunden der Meditation und innerer Stille.

Danke für dieses wundervolle Jahr.

Ein Jahr, was wir im Wert der kalkulierbaren Zeit betrachten, bedeutet 365 Tage,
8.760 Stunden, 525.600 Minuten, 31.536.000 Sekunden. Haben wir diese Zeit, in der wir nicht im Auto saßen, uns mit unnötigen Informationen beschäftigt haben, geschlafen, gegessen usw. ….haben, sinnvoll genutzt?

Bei einer durchschnittliche Menge von Atemzügen beim Erwachsenen von ca. 16 – 20 Atemzüge pro Minute ergebenen das 105.120.000 Atemzüge in 2010 von je 500 ml eingeatmeter Luft. Wie wichtig ist Luft und Zeit für uns?

Die Weltbevölkerung umfasst rund 6,9 Milliarden Menschen. Diese Anzahl soll, je nachdem welche Quelle zugrunde gelegt wird, zwischen Mai 2010 und Februar 2011 vorliegen. Die UNO rechnet im Zeitraum von 2005 bis 2015 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 79 Millionen Menschen pro Jahr.

Nehmen wir die Gesamtbevölkerung unseres Planeten und berechnen, wie viel Sauerstoff die Bevölkerung nur durch reine Atmung verbraucht, kommen wir zu einem interessanten Ergebnis und werden uns mathematisch die Frage stellen, wann geht uns die Luft aus, wenn wir unsere Lebensweise nicht ändern und die Zeit die wir haben, sinnvoller und evolutionärer nutzen.

In diesen Tagen erreicht unser leuchtendes und lebenspendendes Himmelsgestirn die geringste Mittagshöhe und somit beginnt der astronomische Winter. Die Erfahrung in diesen Tage scheint, als ob die Uhren langsamer ticken. Stille ist eingekehrt. Unsere aufgewühlte Dynamik des hektischen Treibens in den Großstätten und Straßen ist durch Schnee und Eis reduziert. Unsere Gesellschaft, die ansonsten auf der Überholspur des Lebens rast, erlebt jetzt Zeit gebremst. Der Moment zählt. Vieles ist subjektiv verlangsamt. Wir werden wird achtsamer, vorsichtiger und reflektierender. Ganz anders, als wenn wir freie Bahn haben und an den Fenstern unserer Leben, die Landschaften manifestierter Zeit an uns nur vorbei huschen sehen. Nur Erinnerungen an einzelne Momente bleiben, die wir durch bestimmte Hoch-, oder Tief-, Erlebnisse des Jahres verankert haben.

Ende Dezember, geht nach dem Kalender unserer westlichen Festlegung das Jahr zu Ende. Unser Kalendersystem wird anhand des Solar- oder Sonnenkalenders bezeichnet: Nicht nur der heute weltweit verbreitete gregorianische Kalender ist ein solarer Kalender. Die meisten Kulturen orientierten sich bei ihrer Zeitmessung an den durch die Sonne bestimmten Jahreszeiten. Dem entsprechend hat der Grundtyp des Solarkalenders die meisten Varianten hervorgebracht.

Das Solarjahr orientiert sich am tropischen Jahr, dem auf den Frühlingspunkt bezogenen Umlauf der Erde um die Sonne. Dies ist die Ausgangsbasis für den allgemeinen Jahresbegriff.

Doch erst ab dem 14. Januar, beginnt die Sonne laut indischem Kalendersystem ihre eigentliche Reise nach Norden über die nördliche Hemisphäre und durchläuft dann als nächstes das Sternbild des Steinbocks. Das signalisiert das Ende der Dunkelheit und die jährliche Rückkehr des zunehmenden Tageslichts bis zum 16. Juli.

In Indien orientiert man sich seit Generationen am Mondkalender, dem alten Panchangam. Es sind nur wenige Kalendersysteme bekannt, die sich weder am Mond, noch an der Sonne orientieren, sondern andere Zyklen voraussetzen. Bekanntestes Beispiel ist der astronomische ägyptische Kalender und der Tzolkin-Zyklus des Maya-Kalenders. Vergessen möchte ich auch nicht das Werk des römischen Dichters Ovid (ca. 15 v. Chr) Metamorphoseon libri: „Bücher der Verwandlungen, über die Entstehung und Geschichte der Welt, beschrieben in den Begriffen der römischen und griechischen Mythologie.

Die Kalendersysteme und viele Texte unserer Vorfahren, die einen enormen Einfluss auf die Literatur, Philosophie und Forschung sowie auf die bildende Kunst vom Mittelalter bis zur modernen Wissenschaft haben, zeigen auf einen Umbruch in unser Welt.

Vom Mayakalender, über den indianischen Kalender der Hopis, den buddhistischen Botschaften bis zum vedischen Kalender, werden wir daran erinnert, der Zeit und der Zeitqualität unsere größte Aufmerksamkeit zu widmen und unser Handeln stets ganzheitlich im Rhythmus mit den Zyklen der Zeit auszurichten, also im Einklang mit den Naturgesetzen, dem „Dharma“ oder dem göttlichen Plan zu handeln.

Wir leben z.B. laut Berechnungen der Mayas in der Endphase einer 5.125 Jahre langen Zeitperiode, die auf der Basis heutiger Auswertungen am 21. Dezember 2012 enden wird.

Historisch und ich finde auch für unserer Generation äußerst spannend, ist es festzuhalten, dass die letzten Menschen die auf dieser Erde lebten, ein solches Ereignis vor ca 3114 v. Chr. erlebten. In unserer schnelllebigen Zeit, die das Hier und Jetzt nur im Überschallflug erlebt, fällt es uns schwer, zu solchen Größenordnungen ein Gefühl aufzubauen. Wer sich mit Jyotish und den vedischen Weltkalendern beschäftigt, erfährt sehr schnell, dass seine Lebenszeit ein Teil der Unendlichkeit ist.

Auch im vedisch astrologischen System gibt es exakt zum 21. Dezember 2012 interessante Hinweise auf sehr potente Konstellationen, Wirkkräfte und Erneuerungsprozesse, obwohl wir uns nach dem indischen Weltzeitkalender der Yugas, noch immer an der Grenze des Dvapara-Yuga befinden und das dunkle Zeitalter verlassen haben. Es ist das dritte von vier in den vedischen Schriften beschriebenen Yugas oder Zeitaltern und folgt auf das Kaliyuga, dem Tiefpunkt der großen Zeitalter. Das Dvapara-Yuga, was jetzt ein aufsteigendes Zeitalter zu mehr spirituellen Werten und einem Kulturaufstieg aus einer dunklen Epoche der Barbarei darstellt, dauert mit je 200 Jahren Übergangszeit 2400 Jahre.

In einer uns allen bekannten lateinischen Redewendung, die aus einer Ode des römischen Dichters Horaz stammt heißt es :

„Carpe Diem“. Was zu deutsch so viel heißt wie, „nutze oder pflücke den Tag“!

Obwohl in Latein Zeit mit „Alpha“ übersetzt wird, was interessanter Weise wie auch der Anfang unseres Alphabets mit „A“ beginnt, wie auch das erste Wort des „Rig Vedas“ ebenso mit „A“ beginnt, erlaube ich mir diesen Satz abzuwandeln in:

„Carpe Hora“!

Hora heißt in Spanisch „Stunde“ oder „Zeit“ oder in Sanskrit: „Arthah Hora“. Auch hier finden wir erneut das „A“ in „Arthah“. Was kurz gesagt das gleiche bedeutet. Man kann es aber auch als „sinnstiftende Zeitnutzung“ oder „bedeutsamer Beitrag der Zeit“ übersetzen.

Handelt es sich um Arthah, werden in der indischen Astrologie die Häuser 2,6,8, und 10 angesehen, die für finanzielle, praktische und materielle Themen im Horoskop stehen und einen Hinweis darauf geben, ob man sein Arthah, im Kreis des Lebens oder seiner Lebens-Zeit auch sinnvoll und fruchtbringend, also „sinnstiftend“ nutzt. Im Einlang des Dharmas lebt oder im A-Dhamra“ umherirrt ist. Das zu erkennen, entschlüsselt einem das vedische Horoskop sehr detailliert.

Wenn wir nun in diesem Sinne eine sinnstiftende Handlung erwähnen (Punya Karma) oder einen bedeutsamen Beitrag, dann ist das immer spirituell ausgerichtet an der gesamtgesellschaftlichen und sozialen Orientierung. Das betrifft weniger, die egoorientierten Konsumwünsche, Ausleben von Phantasien einer Gesellschaft, die nur das „Individuum“, losgelöst von Natur und sozialem Umfeld in den Vordergrund stellt.

2011 steht eine weitere Anpassung im Zyklenwechsel bevor in dem wir uns bereits befinden. Mit dem 21. Dezember wird nun die letzte Phase der Metamorphose bis 21. Dezember 2012 eingeleitet. Es liegt in unseren Händen und im weisen Umgang mit der Zeit, wie wir diesen Zyklus gestalten und welche Impulse wir dem kommenden Jahr geben möchten. Jeder Moment, jeder Gedanke, jedes Gefühl, jede Entscheidung, jede Handlung ist jetzt besonders wichtig. Eine positive und gelassene Haltung wird dazu beitragen, alte Ver-wicklungen aufzulösen und der Ent-wicklung einer neuen Vision Gestalt zu geben.

Die Frage: „Werdet Ihr es ändern?“ taucht in Zeiten der Veränderung immer wieder auf. Wir haben die Wahl.

Ist Kausalität ein Produkt der Zeit, oder die Zeit ein Produkt der Kausalität? Ist Zeit ein Produkt der Existenz von Raum und Bewegung, oder existiert Bewegung nur aufgrund des Vorhandenseins der Zeit? Ist Bewusstsein Schöpfer der Zeit oder Zeit eine Illusion im Feld der manifestierten Schöpfung? Gibt es eine Gegenwart? Wenn ja, wie lange dauert sie? Ist sie nicht bereits wieder Vergangenheit, wenn wir sie wahrnehmen? Gibt es nur eine einzige, universell gültige Zeit, oder gibt es mehrere, und vergehen diese immer gleich schnell? Existiert dieses Phänomen überhaupt, das wir “Zeit” nennen, oder spielt es sich nur in unseren Köpfen ab?

Der „Veda“, seien es Hinweise aus der Vedanta Philosophie oder dem Samkhya System, gibt auf diese Fragen viele Antworten, obwohl die Formulierungen neue Fragen aufwerfen und diese oft einem Koan gleichen, eine Art Rätsel, um gedankliche Grenzen zu überschreiten, um dahinter die wahre Natur aller Dinge zu erkennen.

Aus dem Buch “Das Rätsel von Raum und Zeit”, erschienen im Weltbild Verlag
Eine Definition der Zeit prägte J. W. Dunne, dessen Pionierarbeit in An experiment with time (“Ein Experiment mit der Zeit”) veröffentlicht wurde. Dunnes Ansicht, daß die Zeit nicht nur chronologisch vorausschreitet, war für die zwanziger Jahre sensationell.
Die meisten seiner Theorien basierten auf eigenen Träumen, die oft Vorahnungen waren, die sich später verwirklichten. Dunne zeichnete seine Träume auf und stellte fest, daß sie Szenen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft darstellten.
Er war sich seiner großartigen Entdeckung bewußt, machte aber den Fehler zu glauben, sein Erlebnis sei einzigartig. Und obgleich er den Begriff der Vorahnung aufgriff, verstand er dessen Bedeutung nicht und definierte Zeit als eine Dimension, die unendlich bis ins Nichts gehe.
Es war aber Dunnes Arbeit, der den zweitgrößten Zeit-Forscher des 20. Jahrhunderts inspirierte, den Schriftsteller J. B. Priestley (Bild rechts). Für ihn ist Zeit ein dreigeteilter Prozeß: Zeit Eins = Uhrzeit; Zeit Zwei = die Zeit der möglichen Zukunft und Zeit Drei = Die Zeit der kreativen Vorstellungskraft. Sein Buch Man and time (“Mensch und Zeit”), das in den vierziger Jahren geschrieben wurde, enthält faszinierende Einsichten in das mögliche Wesen der Zeit. Er behauptet, die chronologische Zeit sei nur eine Erfindung, um eine Erklärung dafür zu haben, weshalb ein Ereignis auf das andere folgt, das heißt, der Begriff ist abhängig von der Kausalität. Und ist, wie C. G. Jung meint, Akausalität eines der Hauptprinzipien des Universums, gibt es keinen Grund, weshalb die Zeit uns nicht an der Nase herumführen sollte.

Gut begonnen ist halb gewonnen.

Im Jetzt, im Moment des Neuanfangs, des Starts, ist alles Wissen über das Ergebnis bereits erhalten. So wie wir an dem Moment, wo eine Welle entsteht, erkennen können, welche Größe, Ausmaß, Länge, Höhe und Konsequenz die Welle herbeiführen wird. Angesichts der Gewalt einer Tsunami oder einer leichten Brandung können wir erkennen, welche Wirkung die Welle haben wird, gleichermaßen welche Wirkung unser Handeln hat, welche Ergebnisse unser Handeln bringen wird, wenn wir den Moment des Anfangs des Alphas, Hora kennen. Ob wir eine neues Jahr 2011 beginnen oder einen neuen Monat, eine neues Projekt. Ausnahmslos folgt jedes Handeln den gleichen Gesetzen der Zeit.

Was auch immer ist von dieser karmischen Gesetzmäßigkeit festgelegt oder vorherbestimmt. Dennoch haben wir unseren freien Willen, alles zu beeinflussen, neu zu gestalten und zu verändern. Wir haben die Wahlfreiheit, wenn wir den Schlüssel der Zeit kennen. Unsere Handlungen der Vergangenheit haben uns an diese Schnittstelle gebracht. Das ist als Ergebnis festgelegt und bestimmt. Aber unser Handeln hier und heute, lässt unbegrenzte Möglichkeiten offen. Dennoch hat unser vergangenes Handeln einen Rahmen gesteckt und somit einige Optionen festgelegt.

Evolution fließt in eine vorbestimmte Richtung. Das Wissen über den Anfang unserer Schöpfung, was uns durch Jyotish und die vedische Wissenschaft enthüllt wird, gibt uns darüber Auskunft. Der Einzelne kann seinen freien Willen nutzen, um im Einklang mit der evolutionären Kraft zu fließen, um im Einklang mit allen Gesetzen der Natur zu handeln, aber er kann auch wählen und sich der Evolution widersetzen.
Die verschwundene Wäscherei
Aus dem Buch “Das Rätsel von Raum und Zeit”, erschienen im Weltbild Verlag
Der BBC produzierte zwei Fernsehserien über Zeitgleiter, woraufhin eine Flut von Briefen im Studio eintraf, in denen Zuschauer über eigene ähnliche Erlebnisse berichteten. Ein besonders interessanter Fall kam von einem Lehrer in Halt, Norfolk. Als er im Verkehr steckenblieb, bemerkte er, dass eine lange im Bau gewesene Wäscherei nun fertiggestellt und benutzbar war. Er erzählte es seiner Frau, die sich mit einem Berg Wäsche gleich auf den Weg machte. Dort angekommen, sah sie zu ihrer größten Überraschung, dass der Bau unvollendet war und nach wie vor die Arbeiter darin schafften.
Erst sechs Wochen später wurde die Wäscherei tatsächlich eröffnet. Der Lehrer hatte quasi das fertige Geschäft im voraus gesehen. Solche Ereignisse sind verwirrend und lassen den “Seher” an seinem Verstand zweifeln. Vielleicht aber ist eben der Verstand der Vermittler der Information aus der Zukunft.
Vorahnungen müssen für das Medium nicht immer einen Sinn ergeben. Das Ergebnis steht nur in direkter Beziehung zu ihm.
Der faszinierendste Zweig der Physik ist die Quantenmechanik. Sie prägte den Begriff der Elektronen in Atomen, die sich vorwärts und rückwärts in der Zeit bewegen können. Vielleicht können Informationen deswegen durch einen noch unbekannten Mechanismus aus der Zukunft in die Gegenwart geholt werden.
Wenn die Zukunft in die Gegenwart übertragen werden kann, muss sie irgendwo in irgendeiner Form schon existieren. Und vielleicht tragen wir selbst, und alles aus Atomen bestehende, den Keim unserer eigenen Zukunft in uns.
Das Verhalten der einzelnen atomaren Partikel kann nicht vorhergesagt werden, man kann aber ungefähr ausrechnen, wie sie sich in der Masse verhalten werden. Das heißt, Ursache und Wirkung aller Ereignisse scheinen vorherbestimmt. Möglicherweise hat das instinktive Bewusstsein dieser Tatsache den Begriff “Schicksal” geprägt: Nämlich dass wir so sind, wie wir sind und tun, was wir tun, auf unsere genetische Konstruktion zurückzuführen ist.

Ein Neuanfang fordert, Kraft, Willensstärke, Inspiration und – noch viel schwieriger – den richtigen Zeitpunkt, um das Ziel, das es zu erreichen gilt, auch bequem und erfolgreich zu erreichen.

Hora ist in der griechischen und römischen Mythologie eine Nymphe, die mit Zeus bzw. Jupiter den gemeinsamen Sohn Colaxes zeugte.

Meister Hora (der geheimnisvolle „Verwalter der Zeit“) wurde bekannt durch die Geschichte von MOMO oder Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurück brachte.

In der vedischen Astrologie bezeichnet man mit Hora eine Planetenstunde, also eine bestimmte Zeiteinheit.

Von dem Sanskritwort Hor? wird das Wort Uhr, Hour, Stunde, Zeit abgeleitet. Griechisch ???. Hor? ist ein alter Breich des traditionellen indischen Astrologisystems, welches als Jyoti?a oder Jyotish bekannt ist. Hor? behandelt die feineren Aspekte dieses Prognosemodells, wie es spezifisch durch Siddh?nta (ordnungsgemäß vedische Astromie) und Sa?hita (Deutungskunde und Mundanastrologie) dargelegt ist.
Hora ist auch die Wissenschaft, die sich mit den 12 Rashis oder den 12 Sternzeichen und den Planeten (Grahas) befasst.

Man kennt diesen Zweig der Astrologie auch als „Prasna Shastra„.

Das Grundlagenwerk der vedischen Astrologie von Maharishi Parashara ist die Hora Sastra oder die „Wissenschaft der Zeit“.

Parashara erklärt die Bedeutung von Hora in der berühmten Hora Shastra (Kap. 3.7) in folgender Weise:

„Die Kenntnis über die Nakshatras (Mondhäuser/Sternbilder) und allgemeiner astronomischer Regeln, erlangt Ihr durch andere Schriften*, während ich Euch die Auswirkungen der Grahas und Rashis schildere.“

* (Samhitas, Narada Samhita, Garga Samhita, Vasishta Samitha, Surya Siddantha, etc.)

“Würde ich es doch endlich schaffen, mein Zeitmanagement in den Griff zu kriegen – es würde mein Leben wesentlich vereinfachen”, hört man immer wieder von Seminarteilnehmern oder auch von vielen Klienten in meinen Sitzungen.

So geht es aber nicht nur dem einfachen Bürger, sondern auch denjenigen, die politisch über das ökonomische und ökologische Schicksal unser Welt entscheiden.

Dazu folgende Beispiele:

Der Termin der Euroeinführung war, wie auch der Termin des EU Gipfels am 16.12.2010 ein zeitlich schlecht gewählter Termin. Beide festgesetzten Zeitpunkte standen unter ungünstigen Sternkonstellationen.

Konsequenz: Zerreißprobe der EU, Schulden, erhöhte Steuern, zusätzliche Finanzpuffer, Kapitalerhöhung, enorme Ressourcenverschwendung, unkalkulierbare finanzielle Risiken, höhere Ausfall-Risiken, Loslösungsbestrebungen, erhöhte Arbeitsleistungen der Bürger, Vertrauensverlust in der Bevölkerung…….etc.

Bei der 19. Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg kam es durch Rückstau auf der Tunnelrampe zu einem Unglück, bei dem 21 Menschen ums Leben kamen, von denen 16 direkt am Unglücksort starben. Während der gesamten Veranstaltung wurden mehr als 500 Besucher verletzt. Bittere Konsequenz einer ungünstigen Zeitwahl (Muhurta) für diese Veranstaltung.

In der Brihat Jataka, dem großen Buch der Astrologie von Varaha Mihira wird auf folgendes hingewiesen:

„Ein Fürst , welcher einen in allen Zweigen der Horoskopie und Astrologie erfahrenen Astrologen nicht ehrt, wird Kummer erleiden und zugrunde gehen.“

weiter heißt es:

„Ein Fürst ohne einen Astrologen ist wie die Nacht ohne Licht oder der Himmel ohne Sonne. Wie ein Blinder irrt er umher,. Ohne Astrologen gerieten die Stunden, Zeitabschnitte usw. in heilloses Verwirrung, daher ziemt es sich wohl für einen Fürsten, der siegreich und glücklich werden will, sich der Dienste eines erfahrenen Astrologen zu bedienen.“

„ Keiner der glücklich sein will, sollte in einer Gegend leben, wo es keine Sterndeuter gibt, denn der Astrologe ist das Auge des Landes und wo wer wohnt, geschieht kein Unheil“.

Wenn also heutige Menschen, Politiker, Führungskräfte oder Entscheider glauben sich dem Strom der Zeit entgegensetzen zu können, oder die Astrologie durch unreife oder abwertende Äußerungen lächerlich zu machen, obwohl sie dieser Wissenschaft wenig oder gar keine Aufmerksamkeit oder Respekt schenken, so werden Sie durch die Konsequenzen erkennen, dass sie fatale Fehler machen. Die Irrtümer und Unzulänglichkeiten werden sie aber in ihrer Ignoranz nicht erkennen, ja sogar durch Fehlinformation so darstellen, als wenn sie sinnhaft oder im Gedanken von „Arthah Hora“ gehandelt hätten.

Daß der Mensch nicht immer Herr seines Willens ist, drückt Shakespeare in dem Vers aus „Wie es euch gefällt“:

„Die ganze Welt ist eine Bühne,
und alle Fraun und Männer bloße Spieler
Sie treten auf und gehen wieder ab
und einer spielt im Leben viele Rollen
Durch sieben Akte hin.“

Kalah oder Kala übersetzt man aus dem Sanskrit als „Zeit“, oder das „Schicksal beeinflussende„. Kariya Kalah: Zeit zum Handeln.

Zeit ist das meist benutzte Hauptwort der deutschen Sprache. Zeit wird so definiert, dass Zeit mehr Wert ist als Geld und wir somit dieses Kapital sorgfältig investieren sollten.

Einmal ausgegeben, ist es weg. Somit ist es auch enorm wichtig zu wissen welche Arbeit, man wann und wie tut .

Was nutzen alle Planungsinstrumente, Aktivitätenlisten, Prioritäten-, und Aufgabenplaner, Erfolgstagebücher, Glückstagebücher, Zeitplansysteme, Terminkalender, ToDo Listen, Apps oder Software, wenn man das Geheimnis der Zeitbewertung, Hora, nicht kennt?

„Es genügt nicht, zum Fluss zu kommen, mit dem Wunsch Fische zu fangen. Man muss auch das Netz mitbringen“ sagt ein chinesisches Sprichwort.

Aber man muss auch zur richtigen Zeit an den Fluss kommen. Sonst sind keine Fische dort.

Schlägt man in einem Lexikon nach, was Orientierung bedeutet, so findet man z.B. folgende Definition:

„Orientierung [zu Orient], Ausrichtung nach Himmelsgegenden; im besonderen Sinne Ostung, der aus der Antike übernommene christliche Brauch, sich beim Gebet nach Osten zur aufsteigenden Sonne (Christus als «Sonne der Gerechtigkeit» nach Maleachi 3,20) zu wenden.“

Der Lachs und auch viele andere Tiere, die sich anhand von Sonne, Mond und Sternen orientieren besitzen einen Himmelskompass. Die Planeten dienen als Bezugspunkte, die es den Tieren ermöglichen auf geradem Weg zum Ziel zu gelangen. Diese Art von Navigation bietet eine sichere und sinnhafte Führung über weite Strecken.

Die Wanderung der Lachse von ihrem Geburtsgewässer in den Ozean und wieder zurück zum Laichen ist immer noch ein faszinierendes Naturschauspiele, das man beobachten kann.

Wir wissen, dass der atlantische Lachs und die pazifischen Lachse ins Meer wandern und zum Laichen zurück in die Süßgewässer kommen. Es sind Wanderfische, die nie stabil an einem Platz verweilen und sich neben dem Mond und den Gestirnen auch am Magnetfeld der Erde orientieren.

Sie überwinden beim Hochschwimmen zu ihren Laichplätzen im Oberlauf der Flüsse auch Hindernisse wie niedrigere Wasserfälle und Wehre, u. U. auch über Fischwege. Sie müssen sich bei ihrer Wanderung vom Salz- zum Süßwasser auch physiologisch anpassen.

Wenn wir also Lachse fangen wollen, müssen wir etwas über diesen Himmelskompass wissen, erkennen wann sie wandern, wie lange sie an einem Ort verweilen und weiterziehen. So sieht es auch mit allen anderen Unternehmungen aus, die wir starten.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt, auf die richtige Zeitqualität an. Beachten wir die subtilen Regeln der Sterne unserer Himmelsgegenden nicht respektvoll, ernten wir die entsprechenden Konsequenzen. Mehr Aufwand für weniger Ergebnis, anstatt weniger zu tun und mehr zu erreichen.

“Wir stehen immer kurz davor zu leben, aber wie leben nie.” Ralph Waldo Emerson

In der modernden Welt, ist Zeitmanagement ein wesentliches Kernstück der Arbeitsmethodik, wie auch eines erfolgreichen Selbstmanagments.

Zeitmanagement hat ausschließlich mit Selbstverantwortung zu tun.

Warum ist es wichtig die Zeit, die uns zur Verfügung steht sinnhafter zu nutzen?

• Zeit ist wertvollstes Kapital, weil unwiederbringlich
• Zeit ist mehr als Geld, weil unabhängig von Wirtschaftsprozessen
• Zeit ist unser Leben, weil damit eigenverantwortlich leben Schöpfer sein

Zeitmanagement ist die Kunst, vorhandene Zeit effektiv zu nutzen, dass wir das, was uns wichtig und gesellschaftlich förderlich ist, in einer Weise erledigen können und uns keinen Stress, sondern Freude und Wachstum bereitet.
Wie das gehen soll, wird in Zeitmanagement Seminaren angeboten:
• Mehr Zeit für das Wesentliche
• Zeitdiebe erkennen und eliminieren
• Leerzeiten reduzieren
• NEIN sagen lernen
• Besser delegieren
• Die eigene Planung optimieren
• Das Management des Wichtigen und/oder Dringenden
• Prioritäten festlegen
• Informationen verarbeiten und die Zukunft “sehen”
• Sich in seiner Zeitplanung Raum zu schaffen
Bücher, Workshops und Zeitmanagementseminare sind konsequent darauf ausgerichtet, den Lesern oder Teilnehmern zu vermitteln, wie sie einen höchstmöglichen Nutzen erreichen. Man erhält praktische Tipps, Arbeitsanleitungen und Übungen und gut aufbereitete Hintergrundinformationen.
Natürlich sind diese Angebote und Hilfsmittel korrekt und für unseren Alltag auch verwendbar oder hilfreich. Aber die Ergebnisse beziehen sich immer nur auf die Ebene eines Wirkungsfeldes, das wir in unserem unmittelbaren Handlungsumfeld überblicken.
Was aber bedeutet „ausgezeichnet im Zeitmanagement“ zu sein aus vedisch astrologischer Sicht?
“Wenn du geboren wirst, sind etwa fünfundsiebzig Prozent deines Lebens von deiner Vergangenheit vorher¬bestimmt. Die restlichen fünfund¬zwanzig Prozent kannst du gestalten. Wenn du nicht mit deinem eigenen freien Willen und deinen eigenen Bemühungen bestimmst, was aus die¬sen fünfundzwanzig Prozent wird, ge¬stalten die fünfundsiebzig Prozent sie für dich, und du wirst zur Marionet¬te. Das heißt, dass deine Vergangen¬heit, die Wirkung deiner vergangenen Tendenzen, dich voll und ganz be-herrscht.” Paramahasa Yogananda
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkannte der italienische Soziologe und Ökonom Vilfredo Frederico Pareto (1848-1923), dass 20 Prozent der italienischen Familien über rund 80 Prozent des Volksvermögens verfügten.

Die davon abgeleitete Pareto-Verteilung beschreibt, dass in einer Menge eine kleine Anzahl von bewerteten Elementen sehr viel zum Gesamtwert der Menge beitragen kann, während der überwiegende Teil der Elemente nur sehr wenig zum Gesamtwert beiträgt.

Diese Gesetzmäßigkeit ist in der Folge auch auf andere Lebensbereiche übertragbar und hat auf diesem Weg auch Eingang in das Arbeits- und Zeitmanagment. Im Allgemeinen wird diese Gesetzmäßigkeit als Pareto-Prinzip, Pareto-Formel, 80/20-Regel oder 80/20-Prinzip bezeichnet.

Im Alltagsleben lässt sich das beobachten, z. B
• Meistens tragen wir nur 20% der Kleidung, die wir im Kleiderschrank haben.
• In Besprechungen kommt in 20% der Zeit gewöhnlich zu 80% der Beschlüsse.
• Am Schreibtisch lassen sich mit 20% der Zeit ungefähr 80% der Aufgaben bewältigen.
• Wer ein Referat am PC erstellt, braucht nicht selten 80% seiner Zeit dafür, um das Ganze mit Formatierungen etc. in “Form” zu bringen.
Auch wenn das Zahlenverhältnis der Pareto-Regel nicht schematisch überall und auf jeden einzelnen Fall genauso zutrifft, sollte man die darin ausgedrückte Gesetzmäßigkeit beachten. Wer seine Zeit optimal planen will, muss wissen, dass im Allgemeinen 20 Prozent der Aufgaben und Aktivitäten so wichtig sind, dass sich damit 80 Prozent des Arbeitserfolges erzielen lassen. Die restlichen 80% der Zeit dagegen bringen nur noch 20% des Ergebnisses zustande. Das Verhältnis von Einsatz und Mitteln beträgt unter diesem Blickwinkel 80:20. (= 80:20-Regel) Dabei gilt die 80:20-Regel nicht nur bei der Verteilung der Zeit.
Insbesondere in der Wirtschaft hat das Pareto-Prinzip eine große Bedeutung, da man mit seiner Anwendung eine höhere Effizienz von Kosten und Nutzen erreichen kann. So hat man z. B. festgestellt, dass
• bei der Produktion von Gütern 20% der Produktionsfehler für 80% des Ausschusses verantwortlich sind,
• im Verkauf 2 von 10 Verkäufern 80% des Umsatzes machen,
• im Verlagswesen mit nur 20% der Bücher 80% des Umsatzes gemacht werden,
• 20% der Kunden 80% des Umsatzes bringen.
Besonders interessant dabei: Die Effektivität einer Arbeit kann danach nicht mehr notwendigerweise an der Zeit festgemacht werden, die man zu der Bewältigung einer Aufgabe einer Aktivität benötigt.
Den eigenen Perfektionismus in die Schranken weisen
Wer demnach bei allem nach Perfektion strebt und dabei immer 100% erreichen will, wird sich nicht nur Stress bereiten, sondern auch unterm Strich viel Zeit und Energie verlieren. Besser ist es daher meistens, sich für weitere 80%-Ergebnisse anzustrengen, also seine Energie in die jeweils noch zur Perfektion fehlenden 20% zu stecken. 20% der Aktivitäten sind demnach so wichtig, dass sie mit ihrer Erledigung 80% des Erfolgs ausmachen.
Der Drang, alles möglichst perfekt machen zu wollen, ist dabei für viele Menschen ein erlerntes Verhaltensmuster. Es geht auf Erfahrungen zurückgeht, die bereits in der Kindheit gemacht worden sind. Insbesondere die Eltern tragen mit ihren Vorstellungen dazu bei, was richtig und falsch ist und was o.k. oder nicht o.k. ist, dass viele Menschen inneren und unbewussten Impulsen folgen, die man in der Transaktionsanalyse als Antreiber benennt.
Das heißt natürlich nicht, dass es nicht Aufgaben gibt, die wirklich hundertprozentig erfüllt werden müssen. Man kann den Bau einer Brücke ja auch nicht abbrechen, wenn erst 80% der benötigten Spannweite erreicht ist. Und eine Mathematikaufgabe verlangt im Allgemeinen ja auch ein klares, und zwar hundertprozentiges Ergebnis.
Pareto-Regel beim Planen von Lernaufgaben
Für das Bewältigen von Lernaufgaben kann die Prioritätensetzung nach dem Pareto-Prinzip eine hilfreiche Methode sein. Nicht selten stehen in der Schule oder im Studium gleichzeitig eine Vielzahl von Aufgaben an, die in einem absehbaren Zeitraum gelöst werden sollen. Da ist eine Präsentation vorzubereiten, dort muss eine Französisch-Klausur vorbereitet werden, hier steht eine komplexe Mathehausaufgabe an und dort muss ein Kunstbild gezeichnet werden. Wenn dann, wie es schließlich im Schulalltag immer wieder vorkommt, alles auf einmal erledigt werden muss, lohnt es ohnehin kaum, nach Perfektion bei der Lösung der Aufgaben zu streben.
Voraussetzungen für die Anwendung des Pareto-Prinzips für solche Lernaufgaben sind vor allem metakognitiven Fähigkeiten die Fähigkeit also, sein eigenes Lernen im Hinblick auf Leistungsvermögen und Leistungsstand angemessen einzuschätzen, und eine klare Zielformulierung.
• Nur wer seine Stärken und Schwächen kennt, kann auch jene Erfolgsfaktoren identifizieren, mit denen sich bei 20-prozentigem Einsatz 80% des Erfolgs ergeben.
• Nur wer die konkreten Ziele einer Lernaufgabe kennt und überprüft, welche Techniken und Methoden zunächst einmal für einen etwa 80-prozentigen Erfolg in Frage kommen, kann damit eine sinnvolle Prioritätensetzung vornehmen.
• Wer sich bei zehn Lernaufgaben, die bewältigt werden sollen, mit acht Aufgaben befasst, unter denen sich nicht die beiden wichtigsten befinden, hat eben nur 20% dessen geschafft, was eigentlich nötig gewesen wäre. Ein klassischer Fall für das, was man gemeinhin auch einfach “Verzetteln” nennt.
Was hat das Pareto-Prinzip mit der oben angeführten Aussage des indischen Heiligen und Yogis Paramahansa Yogananda zu tun?
Im Grunde genommen müssen wir verstehen, dass wir die selbe Regel anwenden können, wenn wir sagen, dass wir genau diese 20% die sich aus dem Paretoprinzp ergeben, in unserem bewussten, täglichen Wirkungsfeld gestalten können und dann noch 5% haben für schöpferische Aktivitäten. (Punya Karma) Die fünfundsiebzig Prozent unseres Lebens werden von der Vergangenheit vorher¬bestimmt. (Prarabdha Karma)
Die verbleibenden 5% sind Aktivitäten zur geistigen und spirituellen Entwicklung. Konkrete Maßnahmen, die den Geist und unser Denken in einen Zustand von Ruhe und Entspannung versetzen.
Doch wie können wir dann zeitlich unsere Effizienz und unser sinnhaftes Zeitmanagement in einem übergeordneten Sinn erhöhen?
In der indischen, vedischen Astrologie ist „Muhurta“ ein Zeitfenster, was am besten geeignet oder günstig ist für einen bestimmten Anlass, warum, wie und was für Maßnahmen eingeleitet werden möchten.
Offensichtlich ist die aktuelle Zeitknappheit jedem bewusst. Jeder verantwortlich denkende Mensch, sowohl beruflich wie auch privat, bewertet diese Thematik unterschiedlich ernst oder wünscht sich in seinem Leben, mit weniger Zeitaufwand mehr zu erreichen.
Das vedische Zeitmanagement basiert auf der Grundlage verschiedener Parameter, die dem entsprechenden Anlass oder Tätigkeitsbereich zugeordnet werden. Dazu gehören: das eigentliche Horoskop der betreffenden Person, aktuelle planetarische Positionen und Konstellation, Transite, sowie die Bewertung der Mondhäuser, Mondtage, günstige Planetenstunden, Yogas und Tithi usw.

Was ist Muhurta? http://www.vedharma.de/index.php/Muhurta
Kurz gesagt: „Zeitgewinn in der Ausführung!“
Zeit ist im Grunde genommen ja nicht sparbar aber im Alltagsleben nutzbar. In einer Sekunde, zur richtigen Zeit am richtigen Ort können wir z.B. Millionen verdienen oder verlieren. Durch unachtsames Verhalten im Straßenverkehr können wir das Leben in einer Sekunde verlieren, aber diese Sekunde ist mit keiner Million einer Währung mehr zurück zu gewinnen.
Unachtsam verwendete Zeit führt zu Krankheit, Burn Out, Unfall, Misserfolg, Leiden……
So kommt es darauf an zu verstehen, dass es nur eine allerwichtigste Zeit gibt, nämlich: Ahora, Jetzt, Sofort! Denn Zeit kann man nicht sparen.

Ein Muhurta ist eine definierte Zeiteinheit in der vedischen Astrologie. Ihre Dauer beträgt 48 Minuten. So gibt es 30 Muhurtas von 48 Minuten an einem Tag. Vedisches Zeitmanagement (Muhurta Jyotish) befasst sich mit dem angewandten System der Bestimmung, konkrete Zeiträume oder Muhurtas zu erkennen, die den Erfolg bestimmter Tätigkeiten gewährleisten.

Offenbar ist Muhurta die Auswahl des besten Datums und Uhrzeit für die Realisierung aller Aktionspläne. Folglich sollte jeder, der im Leben etwas erreichen möchte, über das Wissen von Muhurta verfügen. Muhurta bedeutet Erfolg. Geschick im Handeln.
Zu den Vorteilen des Muhurtas gehören:

1. Muhurta hilft bei der Nutzbarmachung der Energien astrologischer Konstellationen und anderer astrologischen Faktoren auf günstige Weise, um hinderliche Wirkkräfte oder Hemmnisse zu verringern und das Ergebnis der geleisteten Arbeit fruchtbarer und erfolgreicher zu formen. Kennen wir den günstigen Termin für die Aussaat im Frühling, können wir von einer guten und sicheren Ernte ausgehen.

2. Muhurta hilft bei der Reduzierung der Hürden oder Hindernisse, die im Geburtshoroskop eines Menschen angelegt sind. Deshalb ist die Kenntnis über die Geburtsminute so wichtig.

Dementsprechend sollten wir wann immer es wichtige, sinnvolle Ereignisse oder Unternehmungen im Leben zu bewältigen gibt, unsere Entscheidungen und nachfolgende Handlungen im Einklang mit dem Muhurta abstimmen. Logischerweise sind wir gut gehalten, wenn wir uns für den Beginn eines Vorgangs, astrologisch ein geeignetes Datum und Uhrzeit finden. Ein richtiges Muhurta hält Hindernisse und planetarisch ungünstige Einflüsse so weit vom Aktionsfeld weg, wie es möglich ist.

Einige Bereiche des vedischen Zeitmanagements und der zu berücksichtigen Aspekte, wie Muhurata, Tithi, Vaar, Yoga, Nakshatra, Rahu Kalam, Chaughadia Muhurtas & zusätzliche allgemeine Muhurtas verschiedener Anlässe finden Sie hier.
• Hauseinzug (Grah Pravesh)
• Hausbau, (Vaastu/Feng Shui)
• Grundsteinlegung
• Renovierung und Umbau
• Umzug
• Eheschliessung
• Partnertschaftverträge
• Verlobung
• Namensgebung
• Operation
• medizinische Therapie
• Einnahme von Medizin oder Heilmitteln
• Einreichen eines Rechtsfalls
• Gerichtsverfahren
• notarielle Beurkundungen
• Berufseinstieg
• Mitarbeitereinstellung
• Reisebeginn
• Beginn einer Ausbildung
• Geschäftseröffnung
• Unternehmensgründung
• Arbeitssitzungen
• Kreativmeatings
• Seminare, Teamcoaching, Weiterbildung
• Messeeröffnung
• Veranstaltungsbeginn
• Erwerb von Immobilien / Grundstücke
• Interviews
• etc, etc.

Ergebnis

• Weniger Reibungsverluste
• Tue weniger und erreiche mehr
• Mehr Zeit für wichtige Aufgaben gewinnen
• Stress reduzieren
• Effizienter arbeiten
• Lebensziele erreichen
• Gesundheit und Wohlergehen

„Wer zu schnell geht, verliert Zeit. Nimm dir also Zeit für das Wesentliche, wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.“
Lernen Sie in einem Tagesworkshop neben klassischen Zeitmanagementregeln, die Ihnen helfen das zu Erreichen, was Sie sich vorgenommen haben, mehr über das vedische Zeitmanagement kennen.

Verstehen Sie die Qualität von „Kala“, Muhurta, Rahu Kalam, Yama Kala, die Planetenzeiten während des Tages und der Mondzyklen. Lernen Sie, dass es nicht nur darum geht „richtig“ zu Entscheiden sondern auch „mühelos“ zu Entscheiden.

Konsequenzen im Ergebnis müheloser Entscheidungen:

einfach, einwandfrei, glatt, gut, in Ruhe, mühelos, ohne Hindernisse, ohne Komplikationen, ohne Pannen, problemlos, ruhig, unbehindert, ungehindert, ungestört, wie am Schnürchen, wie geölt, wie geschmiert, zügig….

Teilnahmeinformation:

Dauer: 2 Tage: Je von 9.30 bis 17 Uhr
Kosten: 570,- Euro (zzgl. Mehrwertsteuer)
Inklusive ausführlichen Teilnehmerunterlagen, Verpflegung während der Veranstaltung werden von den Teilnehmern persönlich bezahlt, Teilnehmerbescheinigung
Max. Teilnehmerzahl: 10

Infos über info@jyotishi.de

Kosten für Berechnungen für einen günstigen Termin: 160,- €

„Unendlich Zeit steht uns bereit. Nutze präzise die Klasse der Zeit, so wirst du reif.“
Ganusch

Frieden ist ein gesellschaftlicher Zustand der Freiheit und Selbstbestimmtheit!
Wollen wir das Geheimnis des Friedens lüften, müssen wir die Essenz der Zeit erkennen und im kommenden Jahr bewusst und weise mit dieser wichtigen Ressource umgehen.

Frieden, Glück und Wachstum basieren auf dem richtigen Umgang mit dem Wissen über die magische Kraft der Zeit.

Peace, Shanti, Shalom, Salam, Selam – Frieden

Eine gesegnete Weihnachtszeit und eine guten Start in neue Jahr.

Wichtige Astrologische Faktoren die wir kennen und beachten sollten:

Lässige Tage der Geselligkeit, Fröhlichkeit und Kommunikation stehen bevor. Es besteht ein verstärktes Interesse an allen Arten von sozialem Austausch und Informationsvermittlung. Der Mond im Zwilling fördert die Beschäftigung mit spirituellen Themen, Naturwissenschaften, Forschung, Erfindung. Religion. Angehörige, Freunde und Bekannte stehen im Blickfeld. Es entsteht entspannter Raum für Versammlungen, Events, Treffen, auch kreative Tagungen und Sitzungen. Durch die Veränderlichkeit des Mondes und das Luftelement des Zwillings besteht aber auch eine Gefahr für Zerstreuung, Ablenkung und Zeitverlust, wenn man in dieser Zeit bestimmten Interessen nachgeht oder greifbare Ergebnisse erwartet. Unbefangen und absichtslos durchleben.

Eine Tabelle aller stattfindenden Transite und Tthis des indischen Monkalenders sind hier zu finden:

http://www.jyotishi.de/category/mondkalender/

Bitte weiterlesen und bei Bedarf ausdrucken

Innerlich gefestigt, bewusster Handeln und positive Ausrichtung

Jupiter, Lehrer des Dharma

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Am vergangenen Sonntag wurden um 3 Uhr MESZ in der Früh die Uhren auf 2 Uhr MEZ zurückgestellt. Damit wurde in Mitteleuropa die Sommerzeit beendet. Zeitgleich fand ein Transit von Jupiter für die kommenden 2 Monate statt. Zurück in den Wassermann, dem Zeichen seines Falls, welches er im Mai zu unserer Freude und Erleichterung verlassen hatte. Diese laufenden 2 Monate, werden wichtig sein für die Weichenstellungen des kommenden Jahres 2011, was laut indischem Kalender morgen am 5. November zu Neumond mit dem Diwalifest  beginnt. Dazu unsere vorherigen Beiträge der Jahre 2007  und  2008  . 

Wurde die „Zeit des Aufschwungs“ wirklich nachhaltig genutzt, im Sinne des erforderlichen globalen Wertewandels?

In einem ganz umfassenden Sinn, möchte die vedische Lehre dem Mensch Orientierung geben, dem Einzelnen seinen individuellen Ort zuweisen, in Familie, Gesellschaft und Kosmos. Menschliches Denken und Handeln wird rückgebunden über dieses Leben hinaus, an den Dharma, die moralische und universelle Ordnung, an das große Ganze. „Sanatana Dharma“, das allumfassenden kosmische Ordnungsprinzip, an das alle Wesen die Verpflichtung haben sich zu halten, um so in Harmonie mit den Gesetzen der Natur zu leben.

In der vedischen Astrologie, bezeichnet man die Lebensbereiche im Horoskop die, als 1., 5., und 9. Haus bestimmt werden, als Entwicklungshäuser. Sie werden als Dharmahäuser angesehen, die mit dem Wirken in der äußeren Welt verbunden sind und das eigene persönliche Dharma (Sva-Dharma) aufzeigen. Sie zeigen uns wer wir sind (erstes Haus), unsere Kreativität (fünftes Haus), unsere Ideale, Werte und Prinzipien nach denen wir in diesem Leben streben (9. Haus)

In den vedischen Wissenschaften bringen wir mit dem Begriff „Paramatman“ dem Höchsten Selbst, Purusha oder Atman, die Sonne (Surya) in Beziehung. Sie symbolisiert das höchste Dharma (Sanatana Dharma).

Im Monat November ist die Sonne, die als leuchtendes Licht und Orientierung für das Dharma  steht, schwächlich. Sie wirkt in den nördlichen Breiten unseres Erdballs mit ihrer im Sommer wärmenden Kraft nur kümmerlich. Macht, Prestige, Einflussbereich, Selbstwertgefühl, Kraft sind Eigenschaften der Sonne, die im November spärlich sind und eine Zeit für manchen zu Depressionen und Ängsten führt.

Wenn unsere Lebenserfahrungen (Aszendent) in Harmonie mit den Absichten unserer Seele sind (Sonne), erleben wir die Welt als positiv. Ein beständiges Gefühlserlebnis des Friedens und innerer  Ausgeglichenheit (Mond) begleitet unseren Lebensweg. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, wenn unsere Erfahrungen nicht in Harmonie sind, gibt es Stress, Schmerzen, Unruhe und bedrückende Lebenssituationen.

Seit nunmehr 2 Wochen befindet sich die Sonne im Zeichen ihrer Schwäche, der Waage. Bis zum 16. November ist die Sonne ihrer inneren Kraft beraubt und entkräftet. Anstatt unserer inneren Selbstbestimmtheit und unserem persönlichen Wertesystems zu folgen, versuchen wir eine Übereinstimmung mit der tiefen Wahrheit unserer Seele zu erlangen. Ein schwieriges Wagnis während der herbstlichen Zeitspanne.

Handeln im Einklang mit der Wahrhaftigkeit unserer Seele, ohne die notwendige Bestätigung von anderen für unser Handeln im Vorfeld einzuholen. Agieren ohne um die Anerkenntnis unserer Handlungs-, und Entscheidungsgrundsätze zu bitten, nur damit wir von unserem sozialen Umfeld geliebt werden oder bewundert werden.

Eine starke und erhabene Sonne gibt uns Vertrauen, Klarheit und Integrität, um unserer eigenen inneren Führung zu folgen.

Folge deinem Glück

Ja, der Schöpfer in seiner unendlichen Großzügigkeit hat es uns leicht gemacht. Er hat die Welt so
angelegt, dass wir nur tun müssen, was uns glücklich macht: Schon handeln wir im Einklang mit
dem Kosmos und mit uns selbst. Und das führt uns zum Erfolg.

Anders gesagt: Mutter Natur hat kein Interesse daran, ihre Kinder kämpfen oder leiden zu sehen.
Deshalb: Wenn wir glücklich sind, stimmt die Richtung! Dann sind wir intuitiv auf dem richtigen
Weg. Wenn nicht, sollten wir schleunigst den Kurs wechseln.

Große Seelen haben Aufgaben; kleine haben Wünsche.
WASHINGTON IRVINC;, AMERIKANISCHER SCHRIFTSTELLER (1783-1859)

 

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Der neblig-trübe November gilt als die Zeit der Depressionen. Menschen sind antriebsärmer und müder, wenn die Tage kürzer und kälter werden. Das ist aber eine natürliche Reaktion wenn die Sonne, die als Energiespenderin an Kraft einbüßt. Depressionen treten im November aber nur bei einer bestimmten Personengruppe auf, die auf Lichtmangel besonders anfällig ist. Bei ihnen ist im Horoskop  eindeutig erkennbar die Sonne ungünstig gestellt.

Betroffene Leser achten also in den kommenden 2 Wochen unbedingt auf ein positives Selbstwertgefühl und lassen sich nicht täuschen von der fehlenden Lichtqualität der Sonne. Mehr als in den lichtreichen Monaten, tut Bewegung an der frische Luft gut.

Die sogenannte Winter- oder Lichtmangeldepression – auch saisonal abhängige Depression (SAD) genannt – ist seit alters her bekannt. Nun hat die Washington University School of Medicine wissenschaftlich belegt, dass es  einen deutlichen Zusammenhang gibt zwischen Vitamin-D-Mangel und gedrückter Stimmung.

Der lebenswichtige Vitalstoff kann nur durch ausreichend kurzwellige UVB-Strahlen gebildet werden, die direkt auf die Haut treffen. Er übernimmt für den Körper die Funktion eines Prohormons und wird über eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt. Die wichtigste Funktion ist die Regulierung des Knochenstoffwechsels. So steigert es bei der Aufnahme von Kalzium aus dem Darm u. a. die Aktivität kalziumbindender Transportproteine im Darm, und die der knochenaufbauenden Zellen im Knochengewebe. Außerdem ist es beteiligt an der Steuerung des Phosphatstoffwechsels, steuert die Insulinausschüttung und hat deutlich krebshemmende Eigenschaften. Jüngste Untersuchungen deuten sogar darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel an der Entstehung von Herzkrankheiten beteiligt sein kann.

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Wir empfehlen neben frischer Luft, ausreichend Tageslicht, Yoga und Meditation zum Ausgleich des Vitamin D Mangels in der Winterzeit als Ernährungsergänzung

Vitamin D Hier im Shop erhältlich

Zeitgleich mit der abnehmenden Sonnenkraft und dem Jupitertransit der letzten Tage beobachten wir global eine Reihe von unerfreulichen Begebenheiten, die wir den Nachrichteninhalten entnehmen können.

Tsunami in Indonesien, Erdbeben, der indonesische Vulkan Merapi kommt nicht zur Ruhe, Terror, Blutbad in Honduras und Bagdad, Unfallgefahr, Bombenpackete, plötzlich auftretender Krater in Thüringen, Niederlage von Obama bei den Kongresswahlen in den USA u.ä.

Dies möchte ich wie folgt zu erklären:

Wenn Jupiter für Expansion steht, so ist im Zeichen seiner Schwäche, was von Saturn beherrscht wird, mit dem Gegenteil von Expansion zu rechnen, „Rückschritt“ und „Stagnation“.

Der Planet Jupiter wird in seiner Eigenschaft als Lehrer (Guru) universellen Wissens verstanden. Er lehrt den „Veda“ und verfügt über die Kenntnis des spirituellen Wegs: Wahrheit, Rechtschaffenheit, Nachhaltigkeit, Güte und Gerechtigkeit. In den kommenden 2 Monaten ist er wieder geschwächt, wie zu der Zeit der großen Finanzkrise. Das bedeutet, dass Geduld und Interesse verloren gehen, notwendige nachhaltige Reformmaßnahmen konsequent umzusetzen. So gibt es z.B.in Deutschland den „Ausstieg aus dem Atomausstieg“ und die amerikanischen Republikaner werden nun noch mehr die dringend erforderliche Klimareform verzögern und die Finanzmärkte mit billiger Liquidität versorgen und einen trügerischen Aufschwung, ohne Nachhaltigkeit und Stabilität vorantreiben. Wer aber mit offenen Ohren die Presse verfolgt und zwischen den Zeilen lesen kann, erkennt hinter allem eine mächtige Kraft, die letztendlich alles ins positive Lot bringen wird und die Gesellschaft in ruhigere Bahnen lenken wird. 

Als Vertreter des Lichts, des göttlichen Gesetzes und der Vergegenwärtigung höherer Bildung, (Veda) ist Jupiter dem „Dharma“ zugeordnet. So nennt man ihn auch „Brihaspati“, der Lehrer der Götter. Er ist dem Licht, der Aufklärung und Erhellung, dem „Sat“ verbunden.  Hier sehen wir bis Dezember eine weitere wichtige Komponente, die geschwächt und in ihrer positiven Wirkkraft reduziert ist.

Wahrheit heißt in Sanskrit „Satya “. Satya wird abgeleitet vom Wort „Sat“, dem Sein, was ein Merkmal von Purusha oder Atman ist, dem göttlichen Selbst, unmanifestiertes, reines Bewusstsein.
Es ist das Urfeld aller Materie und Kraftfelder des Universums, was oft als „vereinheitlichtes Feld“ oder einheitliches Feld zusammengefasst wird . (Superstringtheorie)

Die Naturwissenschaft war von Anfang an bemüht, eine "Urformel", wie Einstein es ausdrückte, zu entwickeln, mit deren Hilfe alle Phänomene der Natur beschrieben werden können. Gerade in den letzten Jahren kam die theoretische Physik diesem Ziel durch die Ausarbeitung der "Einheitlichen Feldtheorien" (Superstringtheorie) näher. Sie beschreiben die als Grundlage aller gesetzmäßig ablaufenden Prozesse und Manifestationen in der Natur, das in sich die dafür notwendige unendliche Energie und Intelligenz beinhaltet. In der jahrtausendealten vedischen Wissenschaft wird dieses Feld* zugleich als der Grundzustand des menschlichen Bewusstseins beschrieben. (*in Sanskrit Purusha genannt)
Dieser Grundzustand des Bewusstseins enthält in Samenform die verschiedenen Qualitäten reiner Intelligenz – die Naturgesetze – die für den Aufbau der verschiedenen Strukturen des Universums verantwortlich sind. Diese grundlegende Intelligenzebene wird als "Veda" bezeichnet. Die verschiedenen Qualitäten der Intelligenz (Intelligenzmuster) wurden in der vedischen Literatur ausgearbeitet.

"Veda" was von der Sanskritsprachwurzel „Vid=Wissen“ abgeleitet wird, bedeutet "reines Wissen". Dieses Wissen wird auch als "Apaurusheya" bezeichnet, d.h. nicht vom Menschen geschaffen. Der Veda ist der Plan der Schöpfung, er enthält in Samenform alle Naturgesetze und ist sozusagen die das "Grundgesetz des Universums".  Hierbei handelt es sich nicht um ein menschliches Konzept, es ist kein Modell des menschlichen Verstandes. Frei von jeglicher Konditionierung oder Zuordnung menschlicher Referenzsysteme. Es hat seine selbsttragende Realität, jenseits der Worte oder menschlicher Erklärungsmodelle.

Versuchen wir nun das Wort" Apaurusheya " zu definieren. Beachten wir zunächst einmal zwei Einzelheiten, die in Sanskrit sehr detailliert betrachtet werden:

"A" und "Paurusheya".

"A" ist eine Silbe "Aaa". Hier handelt es sich im Klang der Stille bereist um die Nähe zu Purusha zu  "Paurusheya". Das Wort "Purusha" bedeutet Schweigen, völlige Stille. Es ist aber mehr als einfach nur Stille ohne zu Reden oder zu Denken. Es ist eine Stille, ohne sinnliche Wahrnehmung.

Also "A" ist ein stiller, in sich ruhender Klang.

"A-paurusheya": das Wort im Sinne der Sanskritübersetzung bedeutet so viel wie die zugrundliegende  ewige Struktur und Beschaffenheit des Universums.

"Nitya" und "Apaurusheya"- der kosmische Kodex, der für alle Richtlinien, Prozesse und verfügbaren Ressourcen im Universum ewig, unveränderlich und ohne Beschränkungen zuständig ist. Das ständig expandierende Universum, welches ewigwährend und unvergänlich, "Nitya und "Apaurusheya" ist.

In der vedischen Philosophie gibt es eine Reihe von Erläuterungen, die Dharma beschreiben.  Sprechen wir von dem oben genannten kosmischen Kodex, so ist damit zweifelsohne der „Sanatana Dharma“ gemeint.

So ist Dharma ein ganz zentraler Begriff der indischen Weltanschauung, der in drei unterschiedliche Arten differenziert wird:

1.    Sanatana-Dharma
2.    Yuga-Dharma
3.    Sva- Dharma

Wie wir bereits vorab erfahren haben, steht der „Sanatana-Dharma“ für das ewige Gesetz. Ein allumfassendes Gebot der Weisheit, des Rechts, durchdringend, vereinend, integrierend und zusammenhaltend aller Welten und Wesen.

Die Sprachwurzel des Wortes Dharma geht auf den Ursprung von „DHR“ zurück. „Das, was die Welt im innersten zusammenhält“ (Goethes Faust). Damit sind die innewohnenden Naturgesetze gemeint, die alles Leben, Wirken und Entstehen auf chemischen, physischen und feinstofflichen Schöpfungsebenen verwalten, zu denen auch die psychischen und geistigen Stufen gehören.
Alles was lebendig und geschaffen ist, wird von Dharma durchdrungen, quer durch alles, was sich offenbart und besteht. Horizontal und vertikal, fein-stofflich und grob-stofflich.

Die meisten östlichen Weisheitstraditionen lehren, dass wir trotz der scheinbaren Trennung von einander, alle Teil eines grenzenlosen Intelligenzfelds sind. Der chinesische Weise Lao Tzu beschreibt das Feld in seinem wunderschönen Werk, dem Tao Te Ching wie folgt:
„Da war etwas formloses und vollkommenes bevor das Universum geboren wurde. Es ist ruhig.. grenzenlos.. ewig.. gegenwärtig. Es ist die Mutter des Universums. Weil mir kein besserer Name einfällt, nenne ich es das Tao.“
"Tat Twam Asi": (Chandogya Upanishad 6.8.7,) "Du bist das, dies ist das, all dies ist das!" Brahman, die utlimative Realität. Die Chandogya Upanishad beschreibt im Beispiel des Feigenbaums die Quelle allen Seins wie folgt: Bitte hier weiterlesen

Yuga-Dharma

Das Yuga-Dharma beschreibt eine längere Epoche, die auch mit Weltalter übersetzt werden kann. Hierbei handelt es sich um sehr lange Zeiträume, die jede menschliche und kulturelle Ära überdauern. Es ist eine Periode, in der gewisse Aspekte des Sanatana- Dharma eine besondere Wichtigkeit für das Leben der Menschen haben. Sie reichen von Ordnung, Stabilität, Frieden, Wohlstand, Weisheit und Erkenntnis bis hin zu Dunkelheit, Starrheit, Ignoranz, höchstem Materialismus, Krieg und Terror.

Insgesamt gibt es vier solcher Yugas oder Zeitalter, auf die die alten Schriften des Rig Vedas oder der Surya Siddhanta hinweisen, mit jeweils anderen oder spezifischen allgemein gültigen Gesetzmäßigkeiten, die ihre Wurzeln für menschliches Verhalten und Kulturepochen im Sanatana-Dharma haben.

Diese großen Weltzeitalter werden in folgende Phasen unterteilt:

Krita oder Sat Yuga = 1.728.000 Menschenjahre.
Treta Yuga = 1.296.000 Menschenjahre (drei Viertel des Krita-Yuga).
Dvapara Yuga = 864.000 Menschenjahre (zwei Viertel des Krita Yuga).
Kali Yuga = 432.000 Menschenjahre (ein Viertel des Krita Yuga).

Dies Summe dieser Yugas ergibt 4.320.000 Jahre und wird ein „Kalpa“ genannt. Kalpa ist nach der vedisch mathematischen Zeitberechnung auch ein Tag Brahmas, der einen Zeitraum von 4.320 Millionen Jahren umfasst und an dessen Ende die Auflösung der ganzen Schöpfung erfolgen soll.

Nach indischer Auffassung, befinden wir uns zur Zeit am Ende des Kali-Yuga, indem das Sanatana- Dharma nur als kleiner Same vorhanden ist. Die Grenze zum Dvapara-Yuga, dem aufsteigenden Zeitalter des Lichts, wird augenblicklich in unserer Generation erreicht.

Sva-Dharma

Wie wird das Dharma im persönlichen Leben umgesetzt? Darum geht es, im Sva-Dharma, was richtungsweisend ist für das individuelle und alltägliche Leben. Wir erfahren unser intimes Naturgesetz. Vertraulich gültig, ur-individuell wirkt der Sanatana-Dharma in unserem persönlichen Leben. Er hält uns auf dem rechten Pfad, führt uns zu einem Leben im Einklang mit den Naturgesetzen, selbstbestimmt und im bestmöglichen Fall in jeder Lebenssituation  richtiges Handeln zu ermöglichen.

Im Gegenteil davon, bedeutet das Handeln eines Menschen oder einer Kultur, was nicht im Einklang mit dem „Sanatana-Dharma“ steht im Extremfall „Adharma“.

„Adharma“ drückt sich aus durch Gesetzlosigkeit, Zerstörungsdrang, unheilbringender Wirkung und in der Umgebung, zu sich selbst, zu seiner sozialen, kulturellen, ökonomischen und ökologischen Umgebung. Hier drückt sich die absolute Verneinung aus, von allem was dem Licht verpflichtet ist, was schön, gut und göttlich ist. Ein Zustand tiefster, innerlicher Umnachtung und Unwissenheit. Das Gegenteil von Erleuchtung.

Hören wir also in den nächsten Monaten mehr auf unsere innere Stimme und Vertrauen auf die Gesetze des Lichts, die im kommenden Jahr potenziell auf allen Ebenen unseres Lebens neue und positive Akzente setzen werden.

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Janma Ashtami, Geburt Krishnas

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Namasté

Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Nach einem größtenteils verregneten Juli und August, starten wir in den September und somit in den Herbst. So ist heute der meteorologische Herbstanfang. Die Sommerferien gehen zu Ende und ich hoffe, jeder konnte die Sommerzeit nutzen, um ein wenig Ruhe und Erholung im Urlaub zu finden. Es beginnt die Jahreszeit der Stille und Einkehr. Damit verbunden sind auch eine Reihe von Festen und Feiertagen, die in vielen Kulturen immer noch vom Mondzyklus bestimmt werden und in der vedischen Astrologie besonders hervorzuheben sind.

Heute stimmt die Zeit der Sonnenuhr mit derjenigen der lokalen Ortszeit überein. Trotzdem steht aber die Sonne nicht um 12 Uhr genau im Süden, d.h. am höchsten Punkt ihrer täglichen Bahn.  Einerseits haben wir mit der Einführung der Sommerzeit während dem Sommerhalbjahr erst um 13 Uhr Mittag, andererseits leben wir nicht nach der Lokalzeit, sondern nach regionalem Zeitzonen. Bei jeder modernen Astrologiesoftware, die im professionellen Bereich eingesetzt wird, finden wir zur genauen Ortsangabe Datenbanken mit Zeitzonenatlas und Geburtsortssuche. So kann der korrekte Aszendent und Sonnenstand zum Zeitpunkt der Geburt ermittelt werden.

Bei der Berechnung von Horoskopen, wird auf die lokale Ortszeit besonders achtgegeben. Dazu gehört auch die Berücksichtigung des Längengrades, des Breitengrades und der Sommerzeit.

Die Erde ist seit dem späten 19. Jahrhundert in Zeitzonen unterteilt, die durchschnittlich 15 Längengrade umfassen. Jeder Ort gehört zu einer bestimmten Zeitzone, wobei die Entscheidung, zu welcher, eine politische ist, die von der Regierung des jeweiligen Gebiets getroffen wird. Bei kriegerischen Auseinandersetzungen, Gebietsabtretungen und ähnlichen Ereignissen wechselte in der Geschichte die von den jeweiligen Machthabern festgelegte Zeitzone.
Die Zeitzone wird an vielen Orten durch Sommerzeit-Regelungen modifiziert, das heißt, viele Orte wechseln zweimal jährlich die effektiv geltende Zeitzone.

Man sollte folgende Begriffe keinesfalls verwechseln:

Ortszeit = lokal geltende, auf Uhren angezeigte Zeit, engl. local time
mittlere Ortszeit = bis Ende des 19. Jhd geltende Zeitnorm, engl. local mean time (LMT)
wahre Ortszeit = von Sonnenuhren angezeigte Zeit, Zeitnorm vor Einführung mechanischer Uhren, emgl. true local time oder local apparent time (LAT)
Greenwichzeit = mittlere Ortszeit der Sternwarte von Greenwich, welche den Nullmeridian festlegt, engl. Abkürzung GMT
Weltzeit = moderne Bezeichnung für Greenwichzeit, englisch Universal Time, Abk. UT

Die mitteleuropäische Zeit CET/MEZ/MESZ ist die Lokalzeit für Orte mit einer geografischen Länge von 15° Ost. Weil sich die Erde in 24 Stunden um ihre Achse dreht, entspricht eine Abweichung von einem Längengrad einer zeitlichen Differenz zwischen Lokal- und Zonenzeit von 4 Minuten. Für Orte westlich von 15° Ost kulminiert die Sonne entsprechend später, z.B. Mannheim oder Zürich 26 Minuten später. Östlich von 15° Ost ist früher "Mittag": z.B. in Wien 5 Minuten früher.

Heute am 1. September ist Halbmond. Der Mond steht im Stier, im Mondhaus (Nakshatra) „Rohini“.  Venus befindet sich in der Nähe des Sterns Spica,  im Mondhaus Chitra.  Sie ist heute glücklich in das eigene Zeichen der Waage eingetreten und verlässt das Zeichen ihrer Schwäche. Sie befindet sich nun bis 22. September im Zeichen ihrer Erhöhung (Mooltrikona) und wird dann in Konjunktion mit Mars gehen.

Für diejenigen, deren Aszendent im Zeichen der Waage steht, oder die Venus entsprechend der individuellen Horoskopqualitäten freundschaftlich gesonnen ist, wird sie in diesem Monat besonders gute Ergebnisse liefern.

Im Monat September finden eine Reihe spirituelle Feste statt:

Der wohl wichtigste Termin auf den ich hinweisen möchte, ist der 2. September.

In Indien werden alle Feiertage nach dem Mondkalender bestimmt. Diese sind somit ausschließlich bewegliche Feste.

Während wir jährlich am 24. Dezember die Geburt Jesus Christus feiern, findet der Geburtstag von Krishna laut Mond Kalender an “Janma Ashtami“,
dem 8. Mondtag der abnehmenden Mondphase (Krishna Paksha) im Monat Sravana statt. (August-September)

Dieser besondere Feiertag fällt in diesem Jahr auf den 2. September. Krishna ist eine hinduistische Form des Göttlichen und wird meist als der achte Avatar von Vishnu verehrt. Für seine Anhänger ist er die Inkarnation des Höchsten. Er ist die Verkörperung des Vedas und des "Dharma”. Krishna offenbarte „Dharmavidya“, das Wissen und die Kenntnis der  Rechtschaffenheit. Er beschützt diejenigen, die "Dharma” leben und schützen.

„Dharmo Rakshati Rakshitaram „ wie es in einem Zitat in der „Manava Dharma Shastra“ oder „Manu Smritis“, dem Gesetzbuch des Manus formuliert ist.

Der Mondtag, (Tithi) der diesen Geburtstag definiert, wird nach der exakten Sonnenaufgangszeit bestimmt.  Somit fällt Janma Ashtami in Europa auf den 2. September. Das Fest wird in Indien bereits am 1. September gefeiert.

Für das Aufsteigen des Ashtami Tithi, gibt es einen Zeitunterschied von 10 Minuten nach Sonnenaufgang und des Eintritts des Mondes in das „Rohini“ Nakashatra um 09:49 Uhr in Mitteleuropa. Hierdurch entsteht ein kalendarischer Unterschied, der bei der Berechnung von Muhurtas bzw. Bestimmungen für qualitative Zeitberechnungen und Zeitfenstern vom Astrologen zu beachten ist.

Zu dem Thema  Muhurta, über die Qualität der Zeit, werde ich in meinem nächsten Schreiben näher eingehen, denn dieser Bereich der vedischen Astrologie zählt zu einem der wichtigsten Zweige dieser Wissenschaft.

Janma Ashtami wird über zwei Tage gefeiert. So darf allerdings das Nakshatra (Mondhaus) "Rohini" indem der Mond dann steht, nicht auf denselben Tag fallen.

Der erste Tag ist als Krishnashtami bekannt. Er ist der eigentliche Geburtstag von Krishna Bhagwan und fällt auf den achten Tag nach Raksha Bandhan. Dieser fällt in der Regel in den Monat August. Der zweite Tag des Geburtstages ist als Kalashtami bekannt.

Die Beschäftigung mit Begebenheiten aus Krishnas Jugend sind ein zentraler Teil des Festes: überall im Land veranstaltet man Bühnenspiele mit den verschiedenen Episoden, den göttlichen Spielen, „Lilas“ genannt. Ausstellungen beschäftigen sich mit dem Thema und Lesungen aus der Bhagavadgita  und dem Bhagavata Purana, den wichtigen mit Krishna in Zusammenhang stehenden Büchern, sollen die Menschen mit seinen Lehren vertraut machen.

Zur Vorbereitung auf das Fest fasten viele Gläubige bis Mitternacht, der Geburtsstunde Krishnas. Idealerweise um Mitternacht, aber in der Praxis häufig am Abend davor, zelebriert man mit Pracht das Gedenken an die Geburt des göttlichen Kindes. Die Tempel werden geschmückt, es werden Lieder mit dem Namen Gottes gesungen, Glocken geläutet, das Muschelhorn wird geblasen und Sanskrithymnen zu Ehren Krishnas rezitiert. Während des rituellen Gottesdienstes, der Puja, verehrt der Priester Krishna in einer Murti, wie Hindus konsekrierte Statuen nennen, oder in einer Puppe in einem kleinen Bett, welches die Frauen vorher über und über mit Blumen geschmückt haben. Für Pujas im privaten Bereich oder in einem gemeinsam organisierten Fest ruft man meist einen Priester, der die Zeremonie durchführt. Am Ende des Ritus darf jede der Frauen das Kind mit mütterlicher Liebe füttern, indem sie mit einem kurzem Gebet etwas Milchbrei auf dem Finger anbietet.

Besondere Bedeutung hat Janmasthami in Mathura im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh, das für die Gläubigen der Ort von Krishnas Geburt ist. Dort feiern Einwohner und zigtausende von Pilgern aus der ganzen Welt das Fest in den vielen Tempeln der Stadt mit festlichen Gottesdiensten. Das indische Fernsehen überträgt die Feierlichkeiten, damit jeder im ganzen Land daran teilhaben kann. Die Bedeutung für Hindus ist vergleichbar mit den Weihnachtstagen für Christen in Bethlehem.

Über die Umstände der Geburt Krishnas berichtet das Bhagavatapurana. Krishna gehörte der königlichen Familie von Mathura an und war der achte Sohn von Prinzessin Devaki und ihrem Gatten Vasudeva, dem Sohn eines Yadava-Königs. König Kansa von Mathura war Devakis Cousin. Um auf den Thron zu gelangen, hatte er seinen Vater König Ugrasena ins Gefängnis werfen lassen. Nach der Vermählung von Devaki und Vasudeva prophezeite ihm eine Stimme, der achte Sohn des Paares würde ihn töten. Daraufhin hält er beide im Palastkerker gefangen und tötet die ersten sechs Kinder gleich nach der Geburt. Das siebente kann – nach einer scheinbaren Fehlgeburt – gerettet werden. Krishna kommt als achtes Kind zur Welt und in einer vorübergehenden Vision können die Eltern ihn in seiner kosmischen Form mit vier Händen sehen. Durch seine Wunderkräfte schlafen die Wärter ein, die Kerkerketten zerspringen und die Türen springen auf. Vasudeva flieht mit dem Neugeborenen über den Fluss Yamuna in das Dorf Gokul (bei Vrindavan im heutigen indischen Bundesstaat Uttar Pradesh), wo Krishna bei den Pflegeeltern Yasoda und Nanda aufwächst. Damit sich die Weissagung nicht erfüllen kann, sendet Kamsa einen Dämon aus, um den Neugeborenen zu töten. Doch Krishna überlebt und wächst als Hirte unter Kuh-Hirten auf. Daher ist mit seiner Geschichte besonders auch die Verehrung der Kuh verbunden.

Von dem Zwiegeschpräch zwischen Arjuna und Krishna handelt die Bhagavad Gita („der Gesang Gottes“), verkürzt auch nur Gita.

Sie ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus und hat die Form eines spirituellen Gedichts. Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden, des orthodoxen Brahmanismus, des Yoga u.a.m., steht aber den Upanischaden gedanklich am nächsten.

„O Sohn des Bharata, so oft ein Niedergang des Dharma (Rechtschaffenheit, Tugend) und ein Überhandnehmen von Ungerechtigkeit und Laster in der Welt eintritt, erschaffe ich mich selbst unter den Kreaturen. So verkörpere ich mich von Periode zu Periode für die Bewahrung der Gerechten, die Zerstörung der Boshaften und die Aufrichtung des Dharma.“

Krishna kommt in der Bhagavad Gita, je nach Kontext, unterschiedliche Bedeutung zu: Einmal wird er als das kosmische Selbst angesehen, das alles Lebende durchdringt; ein anderer Aspekt ist die Bedeutung als innere Göttlichkeit, die eine Reflexion des kosmischen Selbstes in jedem Lebewesen ist. Eine dritte Funktion ist die des spirituellen Lehrers.

"Wer im Handeln das Nicht-Handeln wahrnehmen kann und erkennt, wie das Wirken sich fortsetzt, wenn er vom Wirken zurücktritt, ist unter den Menschen derjenige von wahrer Vernunft und Unterscheidungskraft."
Bhagavadgita

Weitere Feiertage im September nach dem indischen Mondkalender:

Janma Ashtami – 2. September 2010
Swarna Gauri Vratam – 10. September – Fastentag der Frauen
Ganesh Chathurti- 11. September 2010 (Ganeshs Geburtstag)
Shraaddh- Pitris Paksha – 24 September bis 7. Oktober

Zu beachtende Positionen der Planeten im September:

die Sonne geht in die Jungfrau am 17. September um 01:59 MEZ
Mangal, (Mars) geht in die Waage am 5. September um 23.34 Uhr
Budha, [Merkur] wird nach seiner Rückläufigkeit, die er seit dem 20. August inne hat, wieder direktläufig im Löwen, am 13. September um 01.09 Uhr und geht dann am 30. September in die Jungfrau um 07:24 Uhr
Jupiter bleibt während des gesamten Monats rückläufig in seiner Stellung in den Fischen, im 1. Pada des Nakshatras Uttara Bhadrapada, Herrscher Saturn
Venus tritt ein in die Waage am 1. September um 08:30 Uhr
Shani, (Saturn) verweilt weiterhin in der Jungfrau im Nakshatra Hasta.
Mangal, (Mars) und Jupiter bilden ein Samsaptak Yoga vom 20. Juli bis 5. September.
Sonne und Jupiter erzeugen ein Samsaptak Yoga, vom 17. September bis 17. Oktober.

Quelle:

aktueller indischer Mondkalender im Vedharma Wiki:
http://www.vedharma.de/index.php/Tithis_September_2010

Yam brahmavarunendrarudramarutah stunvanti divyaih stavai l
rvedaih sahgapadakramopaniiaadairgayanti yam samagah  l
dhyanavasthitatadgatena manasa pasyanti yam yogino l
yasyantarii na viduh surasuraganä devaya tasmai namah  l9 l

Gegrüßt sei dieser Gott, den Brahma, Varuna, Indra, Rudra und die Maruts mit göttlichen Hymnen preisen, den die Sama Sänger in den Veden und deren Angas be­singen, in den Pada und Krama Methoden und den Upanishaden, den die Yogis sehen, wenn ihr Geist durch Meditation in Ihm aufgegangen ist, und dessen Ende auch die Heerscharen der Götter und Asuras nicht kennen.

Siehe auch meine weiteren Blogs

Alles Gute zum Janma Ashtamifest.

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Herzliche Grüße und einen schönen, lebensfrohen und bunten Herbst wünscht

GANUSCH

Joachim F. NUSCH

 

 

 

Narasimha Jayanthi 26. Mai 2010. Marstransit

Narasimha2[2]

Narasimha oder Nrsimha, ist die vierte Inkarnation des Gottes Vishnu und wird im Volksmund als "Mensch-L̦we " bezeichnet oder "halb Mensch Рhalb L̦we" .
Dieses Jahr 2010 fällt ist das Datum des Narasimha Jayanthi auf den 26. Mai.

Narasimha Jayanthi findet statt am 14. Tag des Shukla Paksha (zunehmende Phase des Mondes ) im Vaisakha Monat (April bis Mai). Diesen Tag nennt man im Mondkalender Chaturdashi. Ein Tag vor Vollmond. Genau an diesem Tag findet in diesem Jahr der Marstransit in den Löwen in das Mondhaus (Nakshatra) Maga statt.

Mars verlässt heute seine debilitierte Position der letzten 8 Monate. Es beginnt eine Zeit für ausgewogene, dynamische und leidenschaftslose Aktivität. Startpunkt für neue maßvolle Projekte, die geprägt sind von einer königlichen, erhabenen und weisen Würde, den Pfad der Rechtschaffenheit (Dharma) vorzubereiten.

Besonderes vorteilhaft für die Geborenen im Lagna (Aszendenten) Widder, Krebs, Löwe, Skorpion, Schütze und Fische.

Das Hauptziel der Narasimha Inkarnation war der Tyrannei des Dämonenkönigs Hiranyakashipu ein Ende zu setzen und wieder den Weg des Dharma zu ebnen.

Prahlada, der junge Sohn des Hiranyakashipu und ein glühender Verehrer von Lord Vishnu, ebnete den Weg für die Beseitigung von Adharma, der Zeit der Unwissenheit.

Es wird vermutet, dass Lord Vishnu in der Form von Narasimha erschien am Tag der Vernichtung des Dämonen Hiranyakashipus.

Auf Wunsch erstelle ich eine persönliche Analyse zur Deutung und Erläuterung dieser Narashima Zeitqualität und damit verbundener Wirkungen auf das persönliche Leben bis 19. Juli. Danach wandert Mars weiter ins Zeichen der Jungfrau.

"om kshraum,
ugram viram maha visnum jvalantam sarvatomukham,
nrisimham bhisanam bhadram mrtyu mrtyum namamy aham"

Herzliche Grüße und Namaskar

नमस्ते

GANUSCH

Jupiter Transit am 2. Mai – Er kommt nach Hause

"Ist dir schon einmal aufgefallen, dass sich Inspiration genau dann einstellt,
wenn du nicht nach ihr suchst? Sie kommt, wenn alle Erwartungen aufgegeben
wurden, wenn das Geist-Herz still ist."
Krishnamurti

guru[1]

Es ist schön, wieder einmal einen besonders erfreulichen Blog zu schreiben und ich wünsche viel Spaß und Inspiration beim Lesen.

Dieser Beitrag beschreibt die Qualität des aktuellen Juptiertransits in das Fischezeichen (Meena).

Persönliche Auswertungen und Analysen sind von diesem Bericht nicht abzuleiten. Eine genaue Deutung dieser besonderen Einflüsse auf das individuelle Leben, kann nur in einem persönlichen Gespräch erfolgen. Bei Interesse helfe ich gerne.

Man spricht auch von einem Transit, wenn sich ein laufender Planet durch ein Haus des Geburtshoroskops bewegt. Transite gehören zu den wichtigsten Prognosemethoden der Astrologie. Sie sind ein ebenso einfaches wie aussagekräftiges Instrument, um Themen und Bereiche zu benennen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt aktiviert werden und in den Vordergrund rücken. In welcher Weise sie hervortreten, darüber sagt der beteiligte Transitplanet etwas aus.
Das Wort „Planet“ geht zurück auf griechisch Planētēs, zu Planaomai omai). Das heißt auf Deutsch „umherirren, umherschweifen“. Es bezog sich im Altgriechischen auf eine Herde, die sich über die Weide ausbreitet. Daher wurden Planeten früher auch eingedeutscht als Wandelsterne bezeichnet, im Sinne von „der Umherschweifende“ bzw. „der Wanderer“. Dabei wurden durch Fehlen der himmelsmechanischen Grundlagen bis in die frühe Neuzeit der Unterschied zwischen Planeten und anderen Himmelskörpern nicht sauber erkannt, und durchaus Sonne und Mond, wie auch Kometen zu den Wandelsternen gezählt.

In der indischen Astrologie bezeichnet man Planet mit „Graha“. Das bedeutet wörtlich ergreifen. Der Ergreifer oder Gestalter,  jemandes habhaft werden, an sich reißen, in Besitz nehmen oder sich einer Sache bemächtigen.

In der Tat ist es wichtig durch Jyotish zu erkennen, dass manche Grahas (insbesondere Rahu)  einen ganz schön am Schlafitchen zu fassen kriegen können. Wir können lernen, wie wir diesem Einfluss in diesem Leben endlich wieder entrinnen. Ansonsten dürfen wir uns nicht wundern, wenn uns  im nächsten Leben wieder jemand am Rock- oder Ärmelzipfel hängt.

Planeten haben entsprechend ihrer Position im Horoskop eine bestimmte Rangstufe und Klasse. Sie wird durch das Zeichen oder durch eine bestimmte Gradzahl innerhalb eines Zeichens festgelegt.  Die Klasse eines Grahas stellt seinen Wirkungskreis und seine Wirkungskraft dar.  Sie prägt die Qualität und Struktur seiner Persönlichkeit, seines Temperaments, seiner Natur und des Einflusses seiner Häuserregentschaft (Karakatwa/Adipathya).

In meinem Rundbrief vom 19. Dezember 2009 hatte ich über den Transit Jupiters in das  Wassermannzeichen geschrieben, nachdem er das Steinbockzeichen, ein Zeichen was für ihn sehr ungünstig  ist, verlassen hatte. Dort fühlte er sich geradezu entwurzelt. Natürlich gibt es auch noch Erhöhungen der  Planeten in den entsprechenden Zeichen, was ebenfalls bedeutet, dass sie sich in diesen Zeichen wohlfühlen und dort tendenziell besonders gut funktionieren. Das sind für Jupiter die Zeichen, wo er daheim ist und sich wohl fühlt Schütze, Fische und auch bei 5° Krebs.

Im Zustand des Falls ist das aber umgekehrt. So fühlte sich Jupiter bis 2. Mai sehr unwohl und seine Befindlichkeitsstörung forderte manchen Tribut in finanziellen, politischen, rechtlichen, gesundheitlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Angelegenheiten, mit langjährigen Konsequenzen für alle von uns.

Im Zeichen der Fische verbessert sich nun endlich seine Situation. Jupiter kommt nach Hause!

Jupiter, in der vedischen Astrologie, bezeichnet man ihn auch als „Guru“ oder Lehrer der Götter,  der als "der Herr des Glücks und positiven Geschicks" bekannt ist. Das bedeutet so viel wie ein Planet, der besonders günstige Ergebnisse bewirken kann. Es braucht 12 Jahre für Jupiter, um alle 12 Tierkreiszeichen zu durchlaufen. In jedem Haus verweilt er für ein ganzes Jahr bevor er dann in das nächste Zeichen wechselt. 12 Jahre dauert es also, bis sich alle Themen der zugrunde liegenden Jupiterwirkungen nachhaltig stabilisieren.

Jupiter ist zuständig z. B. für die Ehe, Kinder, Glück, Reichtum. Er fördert Einsichten in die Zusammenhänge des Kosmos, unterstützt Kreativität und Schöpfungskraft, vertieft spirituelle und  religiöse Prinzipien, lässt mehr Freude und Spaß im Leben zu. Jetzt hat Optimismus wieder eine Chance. 

Wenn sich Jupiter in einer guten Position im Horoskop befindet oder sein eigenes Haus/Zeichen besetzt, dann wird der/die Gebürtige eine einflussreiche Person sein, besondere Vorteile und Annehmlichkeiten des Lebens genießen, Glück und Freude erfahren können. Man wird das unmögliche möglich machen können.

In dieser Zeit kommt das Zitat von Walt Disneys zu tragen:

„Es macht Spaß, das Unmögliche zu tun.“

Interessanter Weise hatte Walt Disney Juptier im eigenen Zeichen stehen, (im Schützen) im 11. Haus, dem Haus  der Realisationsmöglichkeiten, Ideen, Ideale und Einkommen.

In den vergangenen 3 Monaten wurde so manch guter Vorsatz verzögert. Manche mussten Situationen erleben, in denen man den Eindruck gewinnen könnte, dass sie vom Pech verfolgt seien. Das Thema der Verschuldung von Griechenland, Portugal und Spanien kam zu Tage. Die chaotischen Finanzmärkte ließen im vergangenen Jahr keinen Blick auf diese Ländersituation zu oder es wurde erst gar nicht beachtet. Manches, was verborgen ist, wird noch erscheinen, denn Jupiter bringt „Wahrheit“ ans Licht. Die Schuldenkrise hat Europa fest im Griff und wird auch die USA erfassen. Aber dem erwachten Dämon eines zerrütteten kapitalistischen Systems will noch immer niemand begegnen.

In der Tat, wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech hinzu. So erging es auch der Bundeskanzlerin, die auf ihrem Rückweg aus den USA über Portugal und Italien auf dem Weg nach Berlin eine Reifenpanne hatte. Der Vulkan Eyjafjallajökull beeinflusste hier das Leben vieler Menschen in den letzten Tagen, auch wenn in unseren Medien kaum noch darüber berichtet wird, obwohl schon der nächste Vulkanausbruch in Mittelamerika, 200 km westlich von Guatemala, den dortigen Luftverkehr einschränkt. 

Die US-Behörden müssen zurzeit tatenlos zusehen, wie das Öl aus der defekten Bohrplattform vor Louisiana ungehindert ins Meer fließt. Zehn Tage nach der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" blockiert hoher Wellengang alle Bemühungen, den inzwischen 210 mal 112 Kilometer großen Ölteppich einzudämmen. Warnungen an uns, die diesen Planeten Erde bewohnen, die neue Zeitqualität ernst zu nehmen und etwas positives daraus zu machen. Glaube an die Unverwundbarkeit der eigenen Position der der westlichen Kultur und Systeme, stellt eines der größten Hindernisse für zukunftssichernde, nachhaltige Innovationen dar.

Wie gesagt, „Graha“ bedeutet Erzeuger, Ergreifer, Gestalter. Entweder nehmen wir die  Verantwortung an, oder die Gestalter übernehmen die Verantwortung.

Wie es so schön heißt: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Wir sind heute vor die Lernaufgabe gestellt, Altes zu verlernen.

Verzögerung, Blockierung, Stillstand, Rückzug, Lähmung, Immobilität……alles Konsequenzen, die aus der vedisch astrologischen Sichtweise ableitbar sind und den laufenden Transiten zuzuordnen ist.

Unsere Zeit heute ist geprägt von Schnelligkeit und Wandel. Kennzeichen sind Unsicherheit, Ablehnung und ein Festhalten an alten Verhaltensmustern. Diese gelten aber heute nicht mehr, denn sie waren geeignet, Stabilität und Ordnung zu managen und planbares Wachstum in sich nicht verändernden Märkten zu verwalten. Ein Paradigmenwechsel aber hat stattgefunden. An die Stelle von Stabilität tritt Dynamik, an die Stelle von Ordnung ein Zurechtfinden und Schritthalten in neuen Technologien und Märkten, die sich so rasch verändern, wie der Börsenkurs eines Unternehmens in besonderen Zeiten.

Glücklicherweise hat alles im Leben zwei Seiten. So funktioniert es mit Glück und Pech auch umgekehrt. Glück zieht immer noch mehr Glück an, wie ein Magnet. Durch innere positive Resonanz können wir unser Glückspotential erhöhen. Jupiter dient uns dazu, dieses Glückspotential zu entfachen und wie ein Düngemittel einzusetzen.

Wenn Jupiter in unserem Horoskop das 2., 5., 7., 9. und 11. Haus, aspektiert, so beschreibt man das als  „Guru Bala“, was als besonders starker und günstiger Einfluss von Jupiter gewertet wird.

Während dieses bevorstehenden Zeitraums ist mit einem verstärkten spirituellen Einfluss, mit einer Einweisung in religiöse Praktiken im Leben oder einer neuen bzw vertiefenden Aus- und Fortbildung im Beruf zu rechnen, sowie einer Erweiterung von Kompetenzfeldern. Diese werden bei den vor uns liegenden Herausforderungen einer wirtschaftlichen und kulturellen Transformation dringend benötigt, wie auch bei dem Zusammenprall der Zivilisationen/Kulturkreise.

Wenn jedoch Jupiter nicht stark ist, so entstehen eher Schwierigkeiten und Hindernisse, die zu meistern sind. Betroffene Bereiche sind dann oft Finanzen und die Verlangsamung im Fortschritt von Projekten oder schwierige Anfänge bei der Umsetzung von neuen Plänen.

Gochara, was übersetzt „Transit“ bedeutet, gibt uns allerdings nicht das gesamte Bild der Situation oder einer zu bewertenden Zeitspanne. Es zeigt nur, dass die Energie eines Planeten Wachstumspotentiale ermöglicht. So erhalten wir nicht mehr Impulse oder Energie, um gute Entscheidungen treffen. Wir werden auch nicht einfach in die Lage versetzt, aus Erfahrungen zu lernen.

Jupiter ist neben Saturn der mächtigste Planet des Schicksals. Jupiter steht für die persönlichen Hoffnungen, das individuelle Streben und die Verwirklichung unserer Sehnsüchte.

Jupiter überwacht, ob wir unserer innersten Inspiration folgen. Ob wir das umsetzen und tun, was wir im Leben zu tun haben und den eingeschlagenen Weg zu Ende gehen, für den wir bestimmt sind.

Dies bedeutet, dass wir einen Nutzen aus der Erkenntnis und den Antworten auf dringende existentielle Fragen ziehen, die wir auf unserem Lebensweg erhalten. Hier begegnet uns Jupiter in Form unserer Lehrkräfte, Meister, Pädagogen, religiösen Amtsinhabern, Berater und Mentoren.

Wenn Jupiter im Transit günstige Häusern durchläuft, werden wir gute Erfahrungen mit dieser Gruppe von Lehrkräften haben. Sie inspirieren und fördern durch Orientierungshilfen. Sie werden uns große Vorbilder sein, von denen wir uns leiten lassen dürfen. Wenn Jupiters Transite ungünstige Häuser betrifft, wird sich unser Lebensplan nicht wunschgemäß entwickeln können.

In diesem Fall gibt Hindernisse oder Rückschläge für die Realisierung unserer Hoffnungen und Vorstellungen. Enttäuschungen stellen sich ein und unser Schicksal entwickelt sich schwierig. Das kann ungünstige Auswirkungen haben auf Familie, Beruf, Finanzen und Gesundheit. In diesem Fall ist Jupiter nicht in der Lage, das schwierige Schicksal zu beeinflussen oder aufzulösen.

Günstig/Ungünstige Bereiche des Jupitertransits:

Jupiter ist günstig im Transit des 2., 5., 7., 9. und 11. Haus vom Mond aus betrachtet.
Jupiter ist ungünstig im Transit des 1., 3., 4., 6., 8., 10. und 12. Haus vom Mond aus betrachtet.

Jupiter verweilt insgesamt bis Mai 2011 im Fischezeichen. Er wird jedoch durch eine Rückläufigkeit, Ende Oktober bis 6. Dezember, wieder in den Wassermann gehen und dann wieder bis Mai 2010 in die Fische.

Welchen Einfluss wird nun genau Jupiters Aufenthalt in den kommenden Monaten auf den Einzelnen haben?

Unser Geburtshoroskop zeigt uns an, wie die einzelnen Planeten uns während eines Transits beeinflussen. Zu erwähnen ist, dass es eine allgemeine energetische Verschiebung und eine persönliche Verlagerung von Einflüssen auf unser tägliches Leben geben wird.

Durch eine individuelle Jyotishberatung ist herauszufinden, wie diese besondere Veränderung  beeinflusst, und wie sie zu Verbessern oder Auszugleichen ist.

Beratungsanfragen unter 02463 997366 oder info[@]vedharma.de

Buchtip:

Stellen sie sich vor, Sie selbst wären das Glück. Würden Sie dann gerne bei sich vorbeikommen?" – ,
Glück kommt selten allein… Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2009
Eckart von Hirschhausen

Bevorstehende Transite:

Sonne Eintritt in den Stier am 14. Mai 2010
Mond Eintritt in Krebs am 21. Mai 2010
Mars Eintritt in Löwe: 26. Mai 2010
Merkur Eintritt in den Stier am 6. Juni 2010
Jupiter Eintritt in Fische am 2 Mai 2010 (Rückläufig im Wassermann Okt-Dez 2010)
Venus Eintritt in den Stier am 20. April 2010
Rahu Eintritt in Skorpion 3. Mai 2011
Ketu Eintritt in Stier. 3 Mai 2011

Saturn Eintritt in die Waage am 15. November 2011

Herzliche Grüße 

GANUSCH

 

www.vedharma.de

Chitra-Vollmond

 

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Der bevorstehende Vollmond im Mondmonat „Chitra“ (März-April) ist der Tag, an dem eine Überprüfung und eine Auswertung unseres karmischen Tagebuchs stattfindet.

Jede gute oder ungute Tat, jede Unterstützung oder jedes Vergehen, was wir an diesem Tag den Geschöpfen und unserer Umwelt entgegen bringen, wird vergrößert. Deshalb ist es besonders wichtig, an diesem Vollmond auf achtsames, ethisches und respektvolles Verhalten zu achten. Während des Chitra Vollmonds, am kommenden 28. April, können wir durch selbstlose Taten einen positiven und effizienten Beitrag zum karmischen Gleichgewicht unserer Welt leisten.

In Indien werden nach dieser Tradition, Brahmanen, Sadhus, heilige Menschen, Arme, Waise und hilfsbedürftige Menschen mit Spenden, Kleidern und Essen versorgt. Eine große Spendenaktion findet in der Umgebung des Arunachaleswara-Tempel auf dem heiligen Berg Tiruvannamalai in Tamil Nadu statt. Der Arunachaleswara-Tempel ist Gott Shiva Lingodbhava geweiht, der auf dem Berg Arunachala nahe der Stadt in Form einer Feuersäule erschienen sein und damit das Zeichen des Lingam geschaffen haben soll. Noch heute ist Tiruvannamalai daher einer der meistbesuchten hinduistischen Wallfahrtsorte in Tamil Nadu.

AKSHAYA TRITIYA – 17. April 2010

Akshaya_tritya[1]

Akshaya Tritiya, ist der geeignete Tag für jede Form von „Neuanfang".

Heute, so sagt man, wird die Zeitqualität nicht nur nach den üblichen astrologischen Überlegungen bewertet. Diese berücksichtigt man ansonsten immer für die Bestimmung bestimmter Veranstaltungen oder Aktivitäten.

Besonders günstige Qualitäten am heutigen Akshaya Tritiya Tag, eliminieren alle negativen Einflüsse der Planeten, die ansonsten bei der Planung von Projekten beachtet werden sollten, damit die Umsetzung einfacher wird und leichter von statten geht. Es ist auch ein ausgezeichneter Tag zum Heiraten oder sich zu Verloben.

Die bekannten Jyotish-Regeln dienen als Grundlage zur Berechnung eines bestimmten „Muhurtas“ (Zeitqualität und Auswahl des richtigen Moments für Elektionshoroskope), um zu entscheiden, ob es günstige oder ungünstige Einflüsse zu den gewählten Terminen geben könnte.

Nach dem vedischen Mondkalender gibt es besonders "gute Zeiten" und "gute Tage", um wichtige Dinge wie Umzug, die Gründung eines Unternehmens, Beginn einer Reise, die Unterzeichnung von Verträgen, Grundsteinlegung bei Hausbau, Einzug, Schmuckkauf, Therapiebeginn, Namenswahl bei Neugeborenen, Operationen oder Hochzeiten etc. zu planen oder auszuführen.

Der dritte Tag (Tritiya) des zunehmenden Mondes im Mondmonat „Vaishakha“- (April-Mai) ist der einzige Tag, wenn Sonne und Mond gleichzeitig erhöht bzw exaltiert sind. Dann steht die Sonne im Widder im Mondhaus Ashwini und Mond in Stier.

Wir müssen allerdings in diesem Jahr beachten, dass aufgrund des Adhikamasa (ein zusätzlich eingeschobener, ausgleichender Mondmonat), die offizielle Feier von Akshaya Tritiya am 16. Mai stattfindet. Da aber heute, am 17. April Sonne und Mond erhöht sind, sollte auch dieser Tag als Akshaya Tritiya betrachtet und gewertet werden.

Somit findet in diesem Jahr Akshaya Tritiya gleich zwei mal statt.

Der Adhikamasa ist ein viel versprechender Monat und wird auch „Purushottama“ Masa genannt. Ein besonders günstiger Monat für Spiritualität, inneres Wachstum und Glück.

„Purusha“ bedeutet so viel wie ewiges, unveränderliches Sein, höchstes Selbst oder die höchste göttliche Persönlichkeit, unbegrenztes Bewusstsein.

„Uttama“ bezeichnet man als das höchste, edelste und vorzüglichste, beste. „Masa“ heißt Mondmonat.

Die Adhikamasa Monate werden nur in Kalendern verwendet, die sich an dem vedischen Panchanga und dem Mondkalender orientieren. Es gibt in Indien verschiedene regionale Kalender, in Tamil Nadu, Kerala, Orissa, Assam und Bengalen, die den Adhikamasa nicht beachten, weil sie dem herkömmlichen Solaren-Kalender folgen.

Akshaya bedeutet, dass was niemals endet.

Überall in Indien Menschen feiern Hochzeiten, planen neue Geschäftsideen, lange Reisen und wichtige Veranstaltungen an diesem Tag. Sie kaufen Gold, Silber und anderen Vermögenswerte.

Es ist eine gute Zeit mit Projekten zu starten, die langfristig angedacht sind

Die beiden Legenden die dieses Datum begründen, sind beide mit der Mahabharata verbunden. Die Mahabharata gilt als die große Geschichte der „Bharatas“. Das bekannteste indische Epos.

Als die Pandavas (im Mahabharata sind sie die fünf Söhne des Königs Pandu) im Exil lebten, schenkte Lord Krishna der Prinzessin Draupadi, der sie wie eine Schwester behütete, eine Schale, die man „Akshaya Pathram“ Schüssel nennt. Was auch immer an Lebensmitteln Draupadi in diese Schüssel legte, wurde nie weniger. So konnte sie ihre Familie trotz weniger Ressourcen immerfort ernähren.

 

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(Draupadi. Die Ehefrau der Pandavabrüder: Arjuna, Maharaja Yudhisthira, Bhima, Sahadeva und Nakula)

Image from: 1972 by His Divine Grace A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada

In der “Puranas”, den heiligen Schriften der Veden, besagt eine Geschichte, dass an dem Tag von Akshaya Tritiya, der große Rishi und Gelehrte Vedavyasa, der Verfasser der Veden, zusammen mit Lord Ganesha begann das große Epos Mahabharata zu schreiben. An diesem Tag stieg Ganga Devi oder auch Mutter Ganges hinab auf die Erde.

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Nachdem König Bhagairathi viel Zeit in Buße und Meditation verbrachte hatte, ist er überglücklich über die Herabkunft der heiligen Wasser der Ganga, aus den himmlischen Regionen. Ganga würde nur herabsteigen, wenn ein geeigneter Ort für sie ausgewählt würde. Der geeignetste Ort dafür war Lord Shiva’s Haarschweif, der für diesen Vorgang stark genug war.

Der heutige Tag wird als der Tag bezeichnet, an dem es passiert ist.

Die heiligen Schriften Indiens berichten, wie einmal in jedem Dvapara-Yuga (also 1000 Mal im Laufe einer Weltschöpfung bis zur Weltauflösung, d.h. ca. alle 4′320′000 Jahre) ein Avatar in der Welt erscheint, um als Vyasa den Menschen die vedische Offenbarung nahezubringen. Es ist eine ewige Wiederkehr des Gleichen, das sich jedoch in mannigfaltiger Abwandlung offenbart.

„Mit weit offenem Herzen lauschte Vyasadeva den Worten seines Lehrers. Als Narada ihn schließlich wieder verließ, setzte er sich in Meditation nieder und sammelte seinen Geist vollständig im Zustand reinen Seins. Sat Chit Ananda, einem Zustand ruhevoller Wachheit innerer Fülle und Ganzheit. So verfasste er als letztes das achtzehnte Purana, das Bhagavata-Purana (Shrimad-Bhagavatam). Das Bhagavata-Purana wird auch das Aufgehen der Purana Sonne genannt. Es gilt als Vyasadevas Kommentar zum Vedanta (den Upanishaden oder vedischen Geheimlehren), deren Essenz er ja bereits in kurzen Merkworten in den Vedanta-sutras zusammengefasst hatte. Das Shrimad-Bhagavatam beginnt mit den gleichen Worten wie das Vedanta-sutra: janmady asya yatah = Die Absolute Wahrheit ist das, von dem alles ausgeht. Doch während im Vedanta-sutra die Weisheit des Veda in kurzen Merkworten zusammengefasst ist, enthüllt nun das Shrimad-Bhagavatam diese Absoluten Wahrheit bis in ihr innerstes Wesen. „

Die Durchführung von Vishnu Poojas und das Rezitieren der Vishnu Sahasranama stotra (1008 Namen von Vishnu) gelten als äußerst günstig an diesem Tag und steigern Wohlstand und Fortschritt.

Es ist ein guter Tag um mit einem Studium oder mit dem Schreiben eines Buches zu beginnen, da dieser Tag höhere Energien und feinere Ebenen spiritueller Wahrheit und Erkenntnis erfahren lässt. Was immer geschrieben werden soll, jedes Vorhaben schriftlicher oder literarischer Natur, hat heute einen guten Startpunkt.

Dana (Spende). Spenden für einen guten Zweck.Wenn wir heute eine Spende geben oder wir uns in den Dienst der Armen stellen oder Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen, so führt das zu vielfältigen positiven Ergebnissen.

Anna Dana – die Speisung der Armen gilt als die beste aller Spende.

Wer dieser Philosophie, einem essentiellen Teil vedischer Lebensweise vertraut, hat die freie Wahl mit diesem Wissen etwas Gutes zu tun. Wenn wir uns mit halbem Herzen unseren Projekten widmen, werden die Ergebnisse die gewünschten Früchte nicht bringen und nur verkümmernde Wurzeln schaffen.

Wer nun einen neuen Anfang im Leben machen möchte, einen Plan umsetzen möchten – dann ist heute ein guter Moment dazu und der Tag hat immer noch ein paar Stunden Zeit, damit zu beginnen.

Glücklicherweise gibt es jedoch auch immer ein morgen!

Siehe auch meinen Blog zu Akshaya Tritiya von 2009

Herzliche Grüße

Joachim F. NUSCH

GANUSCH

Ein umfassender Ayurveda und Jyotish-Beratungs-Service wird auf der Website http://www.jyotishi.de für Privatpersonen und Unternehmen angeboten.

Das Vedharma Institut für vedische Lebensweise http://www.vedharma.de ist der Träger dieses Angebots und unternimmt große Anstrengungen in der Förderung vedischen Wissens. Durch Vorträge, Beratungen und Seminare, soll das Wissen der vedischen Wissenschaften in einer modernen Form im Westen bekannt gemacht und kompetent vermittelt werden.

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Ayurveda,Mondkalender,Horoskope,vedische Astrologie

Ramnavami – 24. März 2010

Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

Rama[1]

Rama oder Ram (Sanskrit, m., राम, rāma) ist nach den Lehren des Hinduismus die siebte Inkarnation von Vishnu, einem vedischen Prinzip vergleichbar mit Atman. Er gilt als gebildet, schön und mit allen königlichen Eigenschaften ausgestattet. Seine Geschichte wird in dem indischen Heldenepos Ramayana erzählt. Dieses handelt von Ramas Verbannung in die Waldeinsamkeit und dem Sieg über Ravana, nachdem dieser seine Gattin Sita nach Lanka entführt hatte. Ein wesentlicher Helfer bei diesem Kampf war der Affengott Hanuman.

In der mythologischen Geschichte war Rama der älteste der vier Söhne von König Dasharatha. Er begegnete Sita am Hof des Königs Janaka, wo er ein Bogenschießen gewann (mit dem Bogen von Shiva, den er als einziger spannen konnte). Rama heiratete Sita. Auf Drängen seiner Stiefmutter Kaikeyi wurde Rama in den Wald verbannt, wohin ihn zwei Menschen begleiteten: sein Bruder Lakshmana und seine Gattin Sita. Dasharatha ordnete an, dass Rama vierzehn Jahre lang in der Verbannung leben sollte.

Ramas Geburtstag Ramnavami ist ein wichtiges Fest der Hindus. Er fällt auf den 9. Tag des zunehmenden Mondes im Monat Chaitra (März/April).

Siehe Vedharma Mondkalender: http://www.vedharma.de/index.php/Navami

Zu Ehren des Gottes Rama

Ramnavami ist eines der wichtigsten Feste der Hindureligion, besonders des Vaishnava Ordens. An diesem besonderen Tag, wiederholen Sie den Namen Ramas mit jedem Atemzug und geloben, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Die Menschen beten und meditieren, um endgültige Glückseligkeit des Lebens durch die intensive Hingabe zu Rama zu erreichen und rufen ihn an für seinen Segen und Schutz.

Viele Gläubige führen ein strenges Fasten durch an diesem Tag. Ansonsten ist es eine äußerst farbenfrohe Zeremonie, sehr inspirierend und lehrreich. Die Tempel werden geschmückt und das Bild von Lord Rama ist reich verziert.

Der heilige "Ramayana" ist in den Tempeln zu lesen. In Ayodhya, dem Geburtsort von Sri Rama, findet eine große, feierliche Messe an diesem Tag statt.

Im Süden von Indien findet "Sri Ramnavami Utsavam" satt. Das Fest wird für neun Tage mit großer Inbrunst und Hingabe gefeiert. In Tempeln und bei frommen Versammlungen erzählen Priester und Gelehrte die spannenden Episoden des "Ramayana". Die Kirtanists singen den heiligen Namen von Rama und feiern die Hochzeit von Rama mit Sita an diesem Tag.

Hier rein hören:

Shri Ram Navami Gesänge – Aum Shri Ram Jay Ram, Jay Jay Ram

 

Ich wünsche allen Lesern ein gesengtes Ram-Navami Fest 2010

GANUSCH

(Joachim F. NUSCH)

 

 srirama[1]

Nachfolgender Text ist eine Ãœbersetzung der Ansprache von Sathya Sai Babas an Rama Navami (Ramas Geburtstag)


Tausende von Jahren sind seit Beginn des Treta Yugas vergangen, trotzdem besinnt sich noch heute, angefangen bei den Kindern bis hin zu den älteren Leuten, jeder auf den Namen Ramas. Die Herrlichkeit von Ramas Namen ist so, dass sie sich auch im Laufe der Zeit kein bisschen vermindert hat. Diese Wahrheit sollte von allen anerkannt werden. Rama ist der Name, der einer Form gegeben wurde, aber der Name Rama ist nicht auf eine Form begrenzt. Atman ist Rama, und sein wahrer Name lautet Atmarama. Deshalb ist, wo immer und wann immer ihr an den Namen Rama denkt, Rama direkt bei euch, in euch, um euch herum.

Verkörperungen der Liebe!

Rama ist ein und derselbe, ob ihr ihn nun mit dem Atman oder mit der Form in eurem Herzen identifiziert. Jedes Jahr kehrt das Fest von Rama Navami wieder, aber wir haben bisher dessen wahre Bedeutung nicht verstanden. Ihr identifiziert Rama mit einer Form; Rama ist jedoch auf keine bestimmte Form begrenzt. Es ist der Name, der in eurem Herzen verborgen ist. In der Welt geschehen ständig viele Wechsel und Veränderungen, aber Ramas Name ist unveränderlich, ewig, unbefleckt und dauerhaft. Rama war kein gewöhnlicher Mensch. Er war wahrhaftig Gott, der zum Wohle der Menschheit auf der Erde inkarnierte. Die Leute nennen Gott mit vielen Namen wie Rama, Krishna, Ishvara und Mahadeva. Das sind alles Namen des einen Gottes. Ihr solltet die Herrlichkeit dieses Namens erkennen. Der Weise Vasishtha sagte: Rama ist die Verkörperung von Dharma. Dharma selbst inkarnierte in der Gestalt von Rama. Ihr solltet Dharma befolgen. Welchem Dharma sollt ihr folgen? Nicht dem Dharma, der mit eurem Kopf verbunden ist. Folgt dem Dharmaprinzip, das aus eurem Herzen kommt.

Sita wurde die Gemahlin Ramas, der die Verkörperung von Dharma war. Wo wurde Sita geboren? Sita wurde aus dem Schoß der Erde geboren. Als König Janaka bei der Durchführung eines Yagnas ein Feld pflügte, fand er einen Kasten. Als der Kasten geöffnet wurde, fand man ein kleines Baby darin. Er betrachtete dies als Segensgabe Gottes, nahm es mit nach Hause und zog es mit großer Fürsorge und Zuneigung auf. Diesem Baby wurde der Name Sita gegeben. Da sie die Tochter des Königs von Videha war, wurde sie außerdem Vaidehī genannt. Dieser Name war sehr bedeutsam, denn er bezeichnete jemanden, der die Illusion transzendiert, die durch die Bindung an den Körper verursacht wird.

Einmal spielte Sita im Haus mit ihren Gefährtinnen Ball. Dort im Haus von König Janaka stand eine große Kiste, die einen riesigen Bogen enthielt. Als ihre Gefährtinnen mit dem Ball spielten, rollte dieser unter die Kiste. Niemand konnte die Kiste bewegen. Sita ging hin und schob sie mit der linken Hand zur Seite. Als König Janaka das beobachtete, beschloss er noch am selben Tag, dass Sitas Macht der Welt bekannt gemacht werden müsste. Er richtete ein Yagna aus und gab kund: “Wer den Bogen Shivas spannen kann, dem gebe ich meine Tochter Sita zur Frau.”

Aus vielen Ländern kamen Könige herbei. Alle dachten, es wäre ein großes Glück, Sita zu heiraten und König Janakas Schwiegersohn zu werden. Einer nach dem anderen kamen sie und versuchten, den Bogen hochzuheben, aber alle versagten. In jener Versammlung waren auch Rama und Lakshmana anwesend, begleitet vom Weisen Vishwāmitra. Auf Anweisung des Weisen ging Rama nach vorn. Er entzückte alle, indem er mit großer Bescheidenheit vortrat. Seine Rede, sein Handeln und sein Auftreten waren voller Liebenswürdigkeit. Er ging zum Bogen, hob ihn mit seiner linken Hand und spannte ihn. Der Bogen zerbrach mit einem gewaltigen Knall. Alle zeigten ihre Begeisterung durch lauten Applaus.

Die Leute hatten gedacht, es würde sehr schwierig sein, den Bogen zu heben. Aber was ist schwierig für Rama? Sein bloßer Wille (Sankalpa) konnte jede noch so erstaunliche Tat vollbringen. Vishwāmitra ging zu Rama und sagte: “Rama! Heute hast du deine göttliche Macht gezeigt. Das ist gewiss keine menschliche Kraft, sondern sie ist in der Tat göttlich.”

Alle priesen Rama und fingen an, ihn zu bekränzen. Dann brachte König Janaka seine Tochter Sita. Als sie kam, schaute Rama nicht einmal in die Richtung, aus der sie kam. Warum? Er wollte sie nicht ohne die Aufforderung seiner Eltern anschauen.

König Janaka ließ die gute Nachricht an König Dasharatha in Ayodhya überbringen. Er bat alle, zu kommen, sobald sie die günstige Zeit (Muhūrta) für die Hochzeit ermittelt hatten. Er sagte: „Dein Sohn war bei dem von mir veranstalteten Wettbewerb siegreich. Deshalb seid ihr alle gebeten, euch zu rüsten und herzukommen, um die Hochzeit Sitas mit Rama zu feiern.”

Willkommen alle zu Ramas Hochzeit;
gemeinsam werden wir das erfreuliche Schauspiel
mit eigenen Augen sehen.
Viele haben sich schon versammelt,
aufs Schönste herausgeputzt,
die Damen sind geschmückt mit Halsketten
aus reinen, schimmernden Juwelen.
Rama wird heute den Ehebund
mit der schönen Sita eingehen.
Oh was für ein feines Paar sie abgeben!

Die Frauen des Königreiches kamen, um an der Hochzeit teilzunehmen und sangen voller Freude das Lied:

Kommt, lasst uns die Hochzeit von Rama und Sita anschauen,
der Anblick soll große Verdienste verleihen.
Gesegnet sind, die dem Ereignis zusehen.
Oh kommt, alle miteinander,
seht mit Freude die heilige Vermählung.

In dieser Weise sangen sie – wenn die Frauen aus der einen Richtung kamen, erschienen die Männer aus der anderen – voller Freude: „Kommt, lasst uns hingehen und die Hochzeit ansehen!“ Dasharatha traf, in Begleitung seiner Königinnen und seiner Söhne Bharata und Shatrughna sowie seiner Minister, in großer Begeisterung in Mithila ein. Es sah aus, als wäre das gesamte Ayodhya nach Mithila gekommen. König Janaka empfing sie mit königlichen Ehren.

König Janaka hatte eine zweite Tochter mit Namen Ūrmilā. Sein jüngerer Bruder hatte zwei Töchter, nämlich Mandavī und Shrutakīrthī. Es wurde beschlossen, Ūrmilā mit Lakshmana, Mandavī mit Bharata und Shrutakīrthī mit Shatrughna zu verheiraten. Alle waren glücklich, dass alle vier Paare zur selben Zeit verheiratet werden sollten.

Als alle ihre Plätze eingenommen hatten, begann die Hochzeitszeremonie. Sita, Ūrmilā, Mandavī und Shrutakīrthī standen vor Rama, Lakshmana, Bharata und Shatrughna. Zuerst legte Sita die Girlande um Ramas Nacken. Danach bekränzten die drei anderen Bräute ihren jeweiligen Bräutigam. Alle Leute jubelten dem Geschehen voller Freude zu.

Es ist unmöglich, die göttliche Natur (Līlās) und Herrlichkeit Ramas zu beschreiben. Nach dem Hochzeitsfest brachen alle nach Ayodhya auf. Unterwegs hörten sie einen ohrenbetäubenden Krach. Als sie sich umschauten, um zu erkennen, woher das Geräusch gekommen war, fanden sie sich Parashurāma (6. Avatar Vishnus, der zeitgleich mit Rama, dem 7. Avatar Vishnus lebte, Anm.d.Ü.) gegenüber, und zwar in seiner wilden Form. Alle waren verstört und dachten: „Was soll jetzt dieses riesige Hindernis nach den prächtigen Hochzeitsfeierlichkeiten!“ Gut und schlecht folgen stets aufeinander. Nachdem sie in Mithila große Freude erlebt hatten, waren sie nun auf ihrem Weg nach Ayodhya einer großen Schwierigkeit ausgesetzt. Dasharatha und die anderen wurden von Furcht ergriffen. Parashurāma trat auf sie zu und fragte: „Wer hat den Bogen zerbrochen?“ „Ich habe das getan“, erwiderte Rama.

„Wenn das so ist, dann lass uns sehen, ob du meinen Bogen zerbrechen kannst.“ Mit diesen Worten gab er seinen Bogen in Ramas Hände. Rama zerbrach sogar diesen Bogen mit seiner linken Hand. Als Parashurāma das sah, entbot er Rama seinen Gruß und ging davon. Im Siegesrausch kehrten alle nach Ayodhya zurück und nahmen an den dort abgehaltenen Festlichkeiten mit großer Freude und Begeisterung teil. Die Leute veranstalteten Feste, um Ramas Macht und Sitas Hingabe in der Welt bekannt zu machen.

Mantharā wurde eifersüchtig, als sie all die Festlichkeiten sah. Leute wie Mantharā könnt ihr überall finden. Sie wurde sehr böse, als König Dasharatha beschloss, Rama anstelle des Sohnes von Kaikeyī zu krönen. Sie fing an, Kaikeyīs Gemüt zu vergiften, indem sie viele falsche Geschichten gegen Rama erfand. Als sie diesen schlimmen Reden Mantharās zuhörte, veränderte sich Kaikeyīs Einstellung. Obwohl sie Königin war, ließ sie sich von den Worten ihrer Dienerin beeinflussen und wurde für das Exil Ramas verantwortlich. Hinterher bereute sie es, als sie erkannte, dass es eine Verschwörung von Mantharā war. In Wirklichkeit liebte Kaikeyī Rama sehr. Es war Kaikeyī, die Rama viele Dinge lehrte. Rama liebte Kaikeyī ebenso, mehr als seine Mutter Kausalyā.

Mantharā flehte Kaikeyī an: „Mutter! Ich bin deine Dienerin. Seit deiner Geburt habe ich dich genährt und aufgezogen. Bitte, erfülle mir einen Wunsch. König Dasharatha hat beschlossen, Rama zu krönen. Aber er müsste Bharata die Krone geben, wie er es dir früher versprochen hat. Rama sollte vierzehn Jahre ins Exil geschickt werden.“

Rama und Sita waren beide für die Krönung bereit; sie trugen gelbe Seidenkleider. Alle warteten im Königshof darauf, sie willkommen zu heißen. Inzwischen ging Rama zu seiner Mutter Kausalyā und sagte: „Oh Mutter! Ich werde in den Wald gehen. Bitte gib mir die Erlaubnis.“ Kausalyā fragte: „Warum, mein Lieber! Warum willst du jetzt in den Wald gehen, wo die Zeit für deine Krönung gekommen ist?“ Rama antwortete: „Mutter! Es ist der Befehl meines Vaters, dass ich vierzehn Jahre im Exil im Wald verbringen soll. Ich muss das Versprechen erfüllen, das mein Vater gegeben hat.“ Nach diesen Worten grüßte er seine Mutter ehrerbietig und ging zu Sumitrā.

Sumitrā war die zweite Frau von Dasharatha. Vor seiner Ehe mit Sumitrā hatte Dasharatha die Zustimmung Kausalyās gesucht. Kausalyā antwortete: „Unser Königreich braucht einen Thronfolger, nicht wahr? Deshalb kannst du eine Frau deiner Wahl heiraten. Ich werde auch an der Hochzeit teilnehmen.“ Dasharatha war sehr glücklich und angenehm überrascht. Solche Frauen, die sich nach den Wünschen ihrer Männer richten, gibt es auch in der Welt!

Sumitrā war eine Frau mit großen Tugenden. Ihrem Namen getreu (Su-mitra = guter Freund) war sie allen eine Freundin. Sie ging zu Kausalyā und sprach ermutigende Worte: „Liebe ältere Schwester! Warum solltest du dich sorgen? Was denkst du von Rama! Er ist Gott Narayana selber. Was für eine Rolle spielt es für ihn, ob er in Ayodhya oder im Wald ist? Wo immer er sich aufhält, er ist stets bei uns. Für Rama sind Ayodhya und Aranya (Wald) ein und dasselbe.

Kausalyā wurde durch die Worte Sumitrās einigermaßen getröstet und ihr Gemüt (mind) beruhigte sich. Sumitrā fügte hinzu: „Liebe ältere Schwester! Mir sind zwei Söhne geboren, während ihr, du und Kaikeyī, jeweils einen Sohn geboren habt. Weißt du warum? Der Grund ist, dass meine beiden Söhne Gelegenheit haben werden, ihren älteren Brüdern zu dienen. Lakshmana wird Rama dienen und Shatrughna Bharata. Deshalb höre meinen Entschluss: Lakshmana wird mit Rama in den Wald gehen und wird Rama so beschützen, wie das Lid das Auge beschützt. Habe deshalb keine Angst.“

Bevor sie sich auf den Weg in den Wald machten, ging Lakshmana zu seiner Frau Ūrmilā. Sie hatte noch gar nicht erfahren, dass Rama, Lakshmana und Sita in den Wald gehen würden. Sie saß in ihrem Raum und war darin vertieft, die Krönungsszene von Rama und Sita zu malen. Eben da ging Lakshmana zu ihr und rief „Ūrmilā!“, um ihre Aufmerksamkeit zu erregen. „Ja, Herr!“ antwortete sie und erhob sich abrupt von ihrem Sitz. Als sie das tat, verschüttete sie versehentlich Farbe auf das gemalte Bild. Bekümmert rief sie: „Oje! Ein schön gemaltes Bild ist verdorben!“ Da sagte Lakshmana: „Ūrmilā! Hier sorgst du dich um ein verdorbenes Bild. Da drüben hat Kaikeyī die Krönung von Sri Rama verdorben, die anderen soviel Gutes gebracht hätte.“ Dann informierte Lakshmana sie, dass er mit Rama in den Wald gehen würde. Erschrocken über die Nachricht, dass Rama in den Wald gehen würde, fragte sie Lakshmana: „Was meinst du damit, dass Rama in den Wald geht? In wenigen Augenblicken soll er gekrönt werden, nicht wahr?“ Danach setzte Lakshmana sie von allem, was passiert war, in Kenntnis. Da sie mit großem Opfergeist ausgestattet war, brachte der Gedanke an eine Trennung von ihrem Gatten sie überhaupt nicht aus der Fassung. Hocherfreut, dass ihr Gatte die Gelegenheit bekam, Rama und Sita zu dienen, sagte sie zu Lakshmana: „Heilige deine Zeit, indem du Rama und Sita dienst. Wenige nur haben ein so großes Glück. Geh und sei glücklich.“ Mit diesen Worten verabschiedete sie sich von Lakshmana.

Janaka warnte seine Tochter vor den Gefahren des Waldes und fragte Sita: „Sita! Du gehst mit Rama in den Wald. Viele wilde Tiere streifen durch den Wald und man hört dort auch furchteinflößende Geräusche. Kannst du das alles ertragen, ohne dich zu ängstigen?“ Sita antwortete. „Wie kann Raum sein für Angst vor Tieren, wenn Rama, ein Löwe in Menschengestalt, bei mir ist? Rama ist Gott Narayana selbst. Deshalb habe ich nichts zu fürchten.“ In dieser Weise besänftigten Rama, Sita und Lakshmana die Ängste aller und machten sich auf in die Wälder. Im Wald beschützte Lakshmana Rama und Sita mit großer Fürsorge und diente ihnen mit ganzem Einsatz.

Nachdem Rama Ravana getötet hatte und zusammen mit Sita nach Ayodhya zurückkehrte, hießen die Leute sie begeistert willkommen und feierten ihre Rückkehr mit großer Festlichkeit. „Rama ist gekommen! Mutter Sita ist gekommen! Ayodhya strahlt im Glanz ihrer Herrlichkeit. Dies ist ein großer Tag für Ayodhya!“ Es gab viele ausgiebige Feierlichkeiten bei ihrer Rückkehr nach Ayodhya und die Leute waren überglücklich, Rama und Sita zu sehen, die sie als Gott Narayana und Lakshmi verehrten.

Sita riet Rama: „Verwandle dieses Königreich in ein Königreich der Freude, wo jeder ein glückliches Leben führen kann.“ Selbst heute noch verehren die Leute in Bharat Rama in jedem Dorf, jedem Haus und jeder Hütte. Es ist bei den Menschen von Bharat Sitte, ihren Kindern die Namen Rama und Sita zu geben. Selbst nach Tausenden von Jahren gibt es die Namen Rama und Sita immer noch. Die Herrlichkeit dieser Namen ist ewig und unveränderlich. In vielen Ländern hat es Kriege gegeben, aber nicht so in Bharat. Die Leute mögen wegen persönlicher Differenzen miteinander kämpfen, aber in diesem Land wurde kein Krieg geführt. Nicht nur das. Es wird niemals irgendeinen Krieg geben in Bharat. Es ist das Königreich Ramas (Rama Rajya), das Land des Friedens. Es ist das Land der Liebe.

Dieses Land Bharat hat viele edle Frauen hervorgebracht wie Savitrī
die ihren toten Ehemann ins Leben zurückbrachte;
Chandramatī, die mit der Macht der Wahrheit ein wildes Feuer löschte;
Sita, die ihre Keuschheit unter Beweis stellte,
indem sie unverletzt aus einem lodernden Feuer hervorkam, und
Damayantī, die einen bösartigen Jäger durch die Kraft ihrer Tugendhaftigkeit
zu Asche verbrannte.
Dieses Land der Frömmigkeit und des Edelmuts
erreichte Fülle und Wohlstand und wurde Lehrer aller Nationen der Welt
dank solcher reinen und keuschen Frauen.

Solche großartigen Frauen wurden im Land Bharat geboren. Deshalb ist in Bharat jeder Tag ein Fest und ein Anlass zu feiern. Ihr wisst, wenn einem Mann die Ehefrau stirbt, unternimmt er sofort alles, um wieder zu heiraten. Aber die Frauen von Bharat sind nicht so. Bharat wird zu Recht Lehrer der Welt genannt. In diesem heiligen Land inkarnierte Gott Narayana und erlöste das Leben der Menschen, indem er ihnen sein göttliches Spiel und seine göttliche Herrlichkeit zeigte.

Jeder einzelne Mensch ist ein Abbild des Atmans. Dieselbe Wahrheit wurde von Krishna verkündet: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ihr alle seid die Verkörperungen des Atmans. Ihr mögt verschiedene Namen tragen, aber der Atmarama ist in euch allen derselbe. Deshalb glaubt nicht, dass Rama irgendwo anders ist. Euer eigenes Herz ist der Tempel Ramas. Denkt deshalb ununterbrochen an Rama, der in eurem Herzen wohnt. Rama ist bei euch, in euch, um euch herum, nicht nur im Wachen, sondern auch im Traum und im Tiefschlaf. Er ist ewig bei euch. Rama ist nicht auf eine bestimmte Form beschränkt. Er nimmt unzählige Formen an, doch obwohl es so viele Formen gibt, ist die Göttlichkeit in ihnen eine allein. Bietet deshalb jedem, der euch begegnet, euren Gruß und betrachtet ihn als Ramas Form. Jetzt wird Swami als Sai Rama und Sai Krishna gepriesen, weil er dieselben Prinzipien von Dharma, Liebe und Frieden verkörpert, welche Rama und Krishna personifizierten.

Rama wohnt jedem inne; Gott ist in allen gegenwärtig; Rama ist in euch. Tatsächlich seid ihr selber Rama. Verankert diese Wahrheit fest in eurem Herzen und verbringt eure Zeit gewinnbringend. Dann wird euer Leben mit immerwährender Seligkeit angefüllt sein. Rezitiert den Namen Ramas ohne Unterlass.

Äonen sind vergangen, trotzdem ist der Name Ramas nicht vergessen worden. Rama ist nicht getrennt von euch, und ihr seid nicht getrennt von Rama. Ihr mögt einen Menschen bei seinem Namen rufen, aber es ist Rama, der in ihm gegenwärtig ist. Ihr könnt ihn Sai Rama, Sita Rama oder Ayodhya Rama oder mit irgendeinem anderen Namen rufen, nur behaltet Rama immer im Gedächtnis.

Ãœbersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Rede d. Jutta Steiner.