Purusha
Aus Vedharma
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Urgeist, das aktive Prinzip. Der ursprüngliche ewige Mensch.
In der Bhagavadgita ist der Purusha sowohl Ursache für die Dinge in der Welt als auch Träger des Unwandelbaren, das außerhalb der Welt steht.
Darüber hinaus wird von einem Purushottama gesprochen, der Himmel und Erde und die Welt dazwischen durchwaltet und umspannt.
So heißt es in den Strophen 15,16 - 15,18:
"Zwei Purushas sind in der Welt: Der eine zu den Dingen ward, Der andere wie auf einem Fels stets unerschütterlich beharrt. Doch größer ist ein anderer noch, er wird das höchste Selbst genannt, Der diese ganze Dreiwelt trägt, als Herr durchwaltet und umspannt. Mehr als der wandelbare Geist bin ich. Darum in Wort und Schrift Man mich als Allerhöchsten preist."
In der monistischen Vedanta-Philosophie ist der Purusha identisch mit Atman (Weltseele) und somit auch mit Brahman.
- In den shivaitischen Texten (z.B. Lingapurana) wird Shiva als höchstes Wesen über Purusha und Prakriti gestellt. Shivas männlicher Aspekt wird mit dem Purusha und dessen weiblicher Aspekt mit der Prakriti identifiziert. Prakriti wird als die Grundlage alles Materiellen und alles Dynamischen im Universum begriffen. Auch wird die Prakriti als seine Gattin, der Purusha als sein Lingam betrachtet. Ikonografisch wird Shiva als Purusha, als Uma-Maheshvara bezeichnet; die auf seinem linken Schenkel sitzende Uma wird als Prakriti aufgefasst, also Vater und Mutter der Schöpfung.
- Das Wort Purusha wird auch in den zusammengesetzten Begriffen Purushottama oder Para-Purusha verwendet. Es ist hier eine Bezeichnung für den Einen Geist, die höchste Seele, das Göttliche Selbst, die Göttliche Person. Sie steht über dem Wandelbaren (Kshara) und dem Unwandelbaren (Akshara).

