Sarasvati

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Die indische Göttin Saraswati
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Die indische Göttin Saraswati

Sarasvati (Sanskrit, f., सरस्वती, Sarasvatī) ist eine indische Göttin, die die weibliche Kraft (Shakti) des Gottes Brahma ist. Sarasvati personifiziert Weisheit. Sie ist die älteste Göttin des Hinduismus und wird schon im Rig Veda erwähnt. Ursprünglich war sie eine Flussgöttin und wird auch heute noch mit dem fruchtbaren und reinen Wasser und dem Soma in Verbindung gebracht. Sie gilt als Göttin der Weisheit, des Intellekts, der Musik, Gelehrsamkeit, Sprache und Poesie, die die Schrift erfunden hat. Sie gilt als Verkörperung und Beschützerin der Kultur, der Künste und Wissenschaften.

Als Personifikation vollendeter Weisheit verleiht sie ihren aufrichtigsten Anhängern diese höchste Weisheit.

Sarasvati, die Göttin des Lernens und der Weisheit, vermählte sich mit Brahma, dem Schöpfergott. Als seine Frau wird sie zur Mutter der gesamten Schöpfung.

Das Wort "Sarasvati" bedeutet: diejenige, die Essenz (sara) des eigenen Selbst (swa) gibt, ferner "die Fließende". Sarasvati repräsentiert einen immer fließenden Strom göttlicher Gnade. Sie steht auch für die menschlichen Fähigkeiten zu denken und zu unterscheiden.

Hindus auf der ganzen Welt beten sie an, wann immer es um Studien oder Lernen geht. Sie regiert die Kommunikation, Musik und den Intellekt. Während des zehntägigen Navaratri-Festivals verehren die Menschen Sarasvati am letzten Tag. Sie legen dann Bücher vor ihr Bild, um ihre Gnade und ihren Segen zu erhalten.

Sie wird als schlanke, junge Frau gezeigt, die vier Arme hat, in denen sie ein Gefäß mit Wasser trägt, ein Saiteninstrument (die Vina), eine Mala (Rosenkranz) und die Veden. Sie gilt als Verkörperung der Reinheit und Transzendenz. So ist ihr Reittier auch der Schwan, im Hinduismus ein Symbol der spirituellen Transzendenz und Perfektion. Oft wird sie auch auf einem Lotos sitzend dargestellt.

Künstler stellen Sarasvati auf einer Lotusblume sitzend dar, in makelloses Weiß gekleidet. Weiß versinnbildlicht das Gegenmittel für die dunkle Welt der Unwissenheit. Die Lotusblume erblüht zu ihrer schönen Form, obwohl sie aus dem Morast des Teiches hervorgeht. Die Lotusblüte, auf der sie sitzt, symbolisiert ihre feste Etablierung in der Höchsten Realität - unberührt von den schmutzigen Unvollkommenheiten der physischen Welt.

Sarasvati hat vier Hände. Sie hält die heiligen Schriften in einer Hand und eine Lotusblume in der anderen. Mit den anderen zwei Händen spielt sie indische Laute (veena). Künstler stellen sie folgende Dinge haltend dar: eine Schlinge (paasha), einen Dorn (ankusha), eine Lotusblüte (padma), einen Dreizack (trisula), eine Seemuschel (sankha), eine Diskusscheibe (chakra).

Die Lotusblüte in ihrer Hand symbolisiert das letztendliche Ziel menschlichen Seins: Selbstverwirklichung. Das heilige Buch und die Laute, die sie in ihrer anderen Hand hält, weisen auf den Pfad des Wissens und den Pfad der Hingabe, über die der Mensch sein Ziel erreichen kann. Die vier Hände repräsentieren auch die vier Aspekte der menschlichen Persönlichkeit: Geist (manas), Intellekt (buddhi), ego (ahamkara), sowie konditioniertes Bewußtsein (chitta). Das bedeutet, daß Sarasvati vollständig die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen beherrscht.

Der Schwan (hamsa), das Gefährt ihres Gemahls Brahma, wird auch mit Sarasvati in Verbindung gebracht. Der Schwan symbolisiert Weisheit und Unterscheidungskraft.

In der vedischen Mythologie wird erzählt, Saraswati sei aus dem Gott Brahma geboren worden. Brahma hatte das Verlangen, die Schöpfung hervorzubringen und begab sich in Meditation, woraufhin sich sein Körper in eine männliche und eine weibliche Hälfte, Saraswati, teilte. Brahma vereinte sich mit ihr und daraus entstand der Halbgott Manu, der die Welt erschuf. Oft wird auch erzählt, Saraswati entstamme dem Mund des Brahma und sei entstanden als dieser die Welt durch seine schöpferische Rede erschuf.

In einem anderen Mythos ist es Krishna, aus dem Saraswati entsteht. Dieser teilte sich in männlich und weiblich, Geist und Materie (Purusha und Prakriti) um die Welt zu erschaffen. Die weibliche Hälfte nahm die Form von fünf dynamischen Kräften oder Shaktis an, von denen eine Saraswati war. Ihre Funktion war es die Wirklichkeit mit Innenschau, Wissen und Lernen zu verbinden.

Vasant Panchami, der wichtigste Feiertag der Göttin, auch Saraswati Puja genannt, findet im Frühjahr statt. Bilder der Göttin werden in Schulen und Universitäten aufgestellt, Bücher, Schreibzeug, Musikinstrumente und Gurus werden geehrt und es gibt kulturelle Programme und Prozessionen.

In vielen indischen Religionen wird Saraswati verehrt, nicht nur im Hinduismus, sondern auch im Jainismus und Buddhismus. In Japan ist sie unter dem Namen Benten oder Benzaiten bekannt. In Südindien beginnen Konzerte mit traditioneller Musik mit einer Invokation der Göttin.

Bild:sarasvatilot1.jpg

Literatur

Weblinks

en:Saraswati es:Sarasvati fi:Sarasvati fr:Sarasvatî (déesse) hi:सरस्वती ja:サラスヴァティー nl:Sarasvati (godin) nn:Sarasvati no:Sarasvati pt:Sarasvati ru:Сарасвати simple:Sarasvati sl:Sarasvati sv:Sarasvati ta:சரஸ்வதி tr:Saraswati zh:辯才天

Quelle Wikipedia

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