Samskaras
Aus Vedharma
Eindruck, Nachwirkung, Prägung, Neigungen. Tendenzen des Geistes, die durch Handlungen (Karma), Gedanken und Erfahrungen in früheren Zeiten des Lebens oder Geburten entstanden sind.
Die Gesamtsumme der Samskaras durchdringt den Charakter und Persönlichkeit des Menschen mit all seinen Facetten, Talenten, Aspekten und Wünschen.
Samskaras werden auch religöse Rituale und Zeremonien genannt, die zu besonderen Anlässen wie z. B. Geburt, Hochzeit, Hauseinzug, Tod ausgeführt werden, um dem Leben eine Verfeinerung, Kultivierung und Schutz zu schenken, Hindernisse auf dem Lebensweg zu beseitigen oder bei Krankheit und schwieriger Lebensphasen Licht und Kraft zu schenken. Yagyas
Wie entstehen diese Eindrücke auf der Ebene der Samskaras?
Eine Erfahrung auf der Sinnesebene sinkt in die Tiefen des Unterbewusstseins.
Dort wird es zu einem samskara (ein Eindruck). Der Eindruck einer Erfahrung
formt sich im citta (Unterbewusstsein) zu genau dem Zeitpunkt, an dem der
Geist die Erfahrung erlebt. Zwischen der gegenwärtigen Erfahrung und der
Bildung des samskara im Unterbewusstsein existiert keine Lücke.
Eine spezifische Erfahrung hinterlässt ein spezifisches samskara und die Erinnerung an diese Erfahrung entspringt dann eben diesem bestimmten Samskara, das sich aus der bestimmten Erfahrung geformt hat.
Wenn man das erste Mal eine Erdbeere erhält und sie probiert, erhaltet man Wissen über diese Erdbeere. Sofort wird ein Samskara im Unterbewusstsein geformt. Dieses Samskara kann jederzeit eine Erinnerung an das Objekt, die Erdbeere, und das Wissen über die Erdbeere erzeugen. Das heißt, das Objekt und der Akt des Wissens sind nicht unterscheidbar, sie sind sogar untrennbar.
Samskaras sind auch als die `zurückbleibende Kraft´ bekannt. Wenn alle vrttis oder Gedanken hinwegsterben, bleibt der Rahmen des Geistes übrig, mit den Samskaras. Dies wird als der `potentielle Geist´ bezeichnet. Alle Samskaras ko-existieren im Geist. Vrttis klingen langsam ab, Spuren im Geist hinterlassend. Diese Spuren sind die Samskaras. Von denen entspringt die Erinnerung.
Wenn man ein verfeinertes Bewusstsein (kosmisches Bewusstsein) erfährt kann mann ganz plastisch die Wunder wahrnehmen, die in der mentalen Fabrik eines Individuums geschehen. Man kann sehen, wie die vrttis aus dem Geist-See aufsteigen. Man kann sehen, wie sie sich senken. Samskaras sind wie Kräfte, sie helfen oder hemmen sich gegenseitig.
Die Gesamtsumme aller Samskaras ist als Karmasaya (Behälter aller Arbeiten) bekannt und das wird Sancita Karma (angesammelte Arbeit) genannt. Wenn ein Mensch seinen physischen Körper verlässt, trägt er seinen Astralkörper der siebzehn Tatvas (Elemente) und den Karmasaya auf die geistige Ebene. Der Karmasaya wird durch das höchste Wissen, das man durch das [[Asamprajnata Samadhi]] (der non-duale überbewusste Zustand) oder kosmisches Bewusstsein erlangt, gänzlich verbrannt.

