Rahu
Aus Vedharma
aufsteigender Mondknoten, nördlicher Mondknoten, Kopf der Schlange, (Saturn - Shani - Qualität). Südlicher Mondknoten heißt Ketu
Signifikatoren (Karakas) aus der Sicht der vedischen Astrologie (Jyotish) für Rahu in Kurzform:
Hypnotische Kräfte, Massenbewegung, Geisteskrankheit, Selbsttäuschung. Rahu bietet (vorübergehend) materiellen Erfolg, Beeinflussung anderer psychische Kräfte und Medialität, aber auch Paranoia und Beeinflussung durch negative Kräfte. Rahus Energien gehen nach außen (extrovertiert) Rahu der Krieger der Asuras (Dämonen oder schlechten Eigenschafen des Menschen, aber auch voll Lebenskraft seiend)
Das Symbol für die beiden Mondknoten ist die Schlange, im Sanskrit Naga genannt. (Der Begriff ist verwandt mit jenem gleichnamigen Volk aus Lemurien, das ebenfalls die Schlange als Symbol verwendete.) Um sie spinnt sich folgender Mythos: Naga Vasuki war die männliche Schlange, die Patala-Loka, eine der sieben unteren Dimensionen unterhalb des Weltenberges, regierte. In dem Wunsch, den Unsterblichkeitstrank (Amrita) zu erlangen, arbeiteten die Götter der höheren und die Dämonen der niederen Dimensionen zunächst zusammen und quirlten gemeinsam das riesige Milchmeer (Garbhodaka). Um ihnen zu helfen, tauchte Vishnu in Gestalt einer Schildkröte auf den Grund des Meeres und machte seinen Rücken zum Fundament für den Berg Mandara, um den sie die große Schlange Vasuki wickelten. Als die Götter am einen und die Dämonen am anderen Ende das Milchmeer quirlten, kamen 14 Kostbarkeiten zum Vorschein, u.a. der Nektar der Unsterblichkeit.
Nun entfachte zwischen Göttern und Dämonen ein Krieg, wer diesen Nektar bekommen sollte. Die Götter wollten ihn für sich behalten, da sie vermuteten, die Dämonen würden ihn einzig und allein für ihr materielles Glück und ihr persönliches Wohlergehen einsetzen. Dank Vishnus erneutem Erscheinen in Gestalt einer schönen Frau, die die Dämonen verwirrte, hatten die Götter die Chance, Amrita zu bekommen. Doch Vasuki, selbst ein Dämon, hatte sich heimlich unter die Götter gemischt und trank den Nektar. Als Sonne und Mond dies bemerkten, beklagten sie sich bei Vishnu, der über den Betrug sehr verärgert war. Noch bevor der Trank den Magen Vasukis erreichte, zerschnitt ihn Vishnu in zwei Teile. Da der Kopf jedoch bereits vom Nektar durchströmt war, hatte Vasuki schon Unsterblichkeit erlangt.
Daher verschlingt sein Kopf (Rahu) bis heute in gewissen Abständen Sonne und Mond, um Rache zu nehmen; dies führt jeweils zu Sonnen- und Mondfinsternissen auf der Erde. Kopf (Rahu) und Schwanz (Ketu) des Dämonen Vasuki sind bis heute am Himmel geblieben, um die Götter ständig an die dunklere Seite des Lebens zu erinnern, die im Streben nach Unsterblichkeit überwunden werden muss. Rahu hat einen Ehrgeiz, der niemals zu befriedigen ist, und den nötigen Antrieb, um alles zu erreichen. Aber Ketu erinnert ihn daran, dass wir alle Probleme aus früheren Leben mitbringen und uns ihnen stellen müssen, um spirituell weiterzukommen. Im Horoskop sind Konjunktionen von Sonne oder Mond mit Rahu oder Ketu karmisch gesehen bedeutsam.

