Panchakarma

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Panchakarma Kur

Wörtlich übersetzt, bedeutet Panchakarma die fünf Handlungen. Im Ayurveda steht es für die intensive Reinigung des Körperinneren zur Entschlackung, Verjüngung, Vorbeugung und Revitalisierung. Verschiedene Ungleichgewichte, die auf eine humorale Störung ( der Konstitution) zurückzuführen sind, können ausgeglichen werden, um Lebenskraft, Gesundheit und Vitalität bis ins hohe Alter zu erhalten.

Abfall- und Giftstoffe blockieren die Kommunikations- und Versorgungswege in unserem Körper. Während der Panchakarma Kur werden in den ersten drei Tage Stoffwechselschlacken und Umweltgifte, die sich in den Geweben angesammelt haben, gelöst. Danach werden die Gifte sanft und nachhaltig aus dem Organismus ausgeleitet; Gesundheit bedeutet vor allem reibungslose Abläufe und Kommunikation in unserem Inneren.

Auf den Reinigungsteil folgt ein individuell abgestimmtes Programm mit gezielten Anwendungen, um das Gleichgewicht des Einzelnen weiter zu festigen und herzustellen. Im Zustand reibungsloser Kommunikation, benutzt der Organismus wieder seine natürliche Intelligenz zur Entspannung und Normalfunktion.

Die Panchakarma Kur bedeutet eine tiefe Reinigung, die nicht nach wenigen Tagen schon verflogen ist, sondern lange anhält. Körper und Geist können wieder von einer gesünderen und ausgeglicheneren Ebene funktionieren. Die Kur bewirkt vor allem, dass Sie sich wieder öffnen können für die natürliche Kraft des Lebens, wieder zu sich selbst finden, die Quellen, aus denen Sie Ihre Vitalität, Gesundheit und Freude schöpfen, wieder aktiv beleben.

Bestandteil einer Panchakarma-Kur kann im nordindischen Raum aus der täglichen Einnahme von Ghee bestehen, geklärter Butter, die in kleiner Menge morgens nüchtern getrunken wird, um die fettlöslichen Schlacken im Körper zu lösen. Bei zu starkem Kapha-Dosha kann ein Brechmittel verabreicht werden. Ein Pitta-Überschuss kann man durch Abführen senken. Zuviel Vata kann mit Kräutereinläufen normalisiert werden. Diese innerliche Mobilisierung der Schlacken wird äußerlich durch verschiedene Ölbehandlungen wie z.B. Massage oder Stirnölguss ergänzt. Außerdem bei Bedarf auf dem Therapieplan: Aderlass, Inhalation von Kräuterrauch und Naseneinläufen. Im Westen wird meist eine entsprechende abgeschwächte Variante des Panchakarma durchgeführt, beispielsweise ohne Erbrechen.

Panchakarma hat sich bei chronischen Krankheiten wie Rheuma, Asthma, Allergien, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen bewährt. Auch in der Nachbehandlung von z.B. Operationen kann die Kur dem Organismus helfen, sich rascher zu erholen und sein natürliches Gleichgewicht wiederzufinden.

Wahre Veränderung kommt immer aus dem Inneren heraus. Die 7 bis 21-tägige Panchakarma Kur ist ein wertvoller Weg, um diese innere Quelle der Entspannung, Vitalität und Frische wieder sprudeln zu lassen.

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