Moksha
Aus Vedharma
Die Zuneigung des Menschen an die materielle Welt erschafft Bindung. Die materielle Welt, die Welt der Sinnesobjekte, ist eine Welt von Freud und Leid. Ehe der Mensch die höchste Glückseligkeit des eigenen Selbst verwirklicht hat, führt es ihn natürlicherweise, indem er in diesem Feld von Freud und Leid lebt, zur Entwicklung von Zuneigung und Abneigung. Die Erfahrung von Freud und Leid, von Ab- und Zuneigung, festigt den Sinn des Menschen von sich selbst als ein isolierter, begrenzter Ego/Erfahrender. Er verliert die Sicht von seiner eignen ungebundenen, glückseligen Natur und sucht Erfüllung (Vergnügen) im Feld der Sinnesobjekte.
So verliert er sich selbst, umherwandernd im Samsara, dem sich wiederholenden Zyklus von Geburt und Tod. Das ist Knechtschaft. Die Realisation, dass wir nie gebunden sind, und tatsächlich immer freies, reines, göttliches Bewusstsein sind, ist Befreiung. Befreiung heisst den Sinn seiner selbst als ein begrenztes Ego zu überschreiten, und die Einheit mit dem unbegrenzten Selbst zu erlangen.
Befreiung kann auch Nirvana, Moksha, Mukti oder Kaivalya genannt werden. Es ist eine Rückkehr zu unseren wahren Natur.
"Yogastha kuru karmani"
Im Selbst (Einheit, Yoga) gefestigt - handle.
So sprach Sri Krishna zu Arjuna in der Bhagavat Gita

