Kama

Aus Vedharma

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Wunsch, Verlangen. Gier, ungezügelter Wunsch nach den Dingen der sinnlichen Welt. (Maya) Reichtum, Besitz, Ehre, Ansehen, Ruhm, Kinder usw.); Bindung an die Objekte dieser vergänglichen, materiellen Welt; das Verlangen beruht auf einem begrenzten Verständnis der Liebe, die durch Bindung an ein bestimmtes Individuum beschränkt ist.

Durch wirtschaftliche Entwicklung, Verbesserung der Lebensumstände, Reichtum, Ansehen usw. erlangt man Kama, Sinnengenuß oder Befriedigung der Sinne. Auch für die Befriedigung der Sinne gibt es Vorschriften oder Regulierungen. Nichtbefolgung dieser Regulierungen führt zu Degradation, d.h. wenn man seine Sinne nach Lust und Laune befriedigt und alle Regulierungen der Schriften verletzt, wird man sich mit Sicherheit früher oder später mit den damit verbundenen karmischen Resultaten beschäftigen müssen.

Im Rigveda wird das Verlangen als eine Kraft dargestellt, die die Grundlage des Schöpfungsprozesses ist, als die erste Regung des Absoluten, sich zu manifestieren. Kama ist hier keine negative Kraft, sondern ein schöpferischer Impuls, der das Leben aller Wesen durchzieht. In den .späteren Texten erscheint Kama als der Gott der Liebe, der mit seinen Blütenpfeilen die Herzen der Menschen zu treffen versucht.

Als Kama seinen Pfeil auf Shiva gerichtet hatte, wurde er von diesem zu Asche verbrannt. Seit diesem Zeitpunkt wandelt Kaum als Körperloser umher.

Ebenso wird Verlangen des Menschen nach relativen Freuden zu Asche verbrannt, wenn er spirituelle Erfahrungen macht.

Das Verlangen als eine Kraft der Evolution bleibt aber bestehen. Das Verlangen an sich ist nichts grundsätzlich Schlechtes, nur die Frage, worauf es sich richtet.


In der vedischen Astrologie wird Kama dem 7. Haus zugeordnet.

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