Jyotish
Aus Vedharma
Jyotish, Jyotisha (Sanskrit, m., ज्योतिष, jyotiṣa) ist eine Lehre des alten Indien in der es um die Deutung der Stellung bestimmter Himmelskörper zur Ermittlung der günstigsten Jahreszeit und des günstigsten Tages für Opferhandlungen, Rituale, und andere, weltliche Aktivitäten geht. Sie wird als Vedanga, Hilfswissenschaft des Veda, bezeichnet. Jyotisha wird auch als Schwesternwissenschaft des Ayurveda gesehen. Jyotish stammt aus dem Wort Jyoti = Licht Jyotirvidya bedeutet die "Wissenschaft des Lichts". Eine andere Bezeichnung für Jyotish ist: "Das Auge der Veden" und Herr des Lichts. Das Wort "Jyot" bedeutet "Rat" geben.
Jyotish offenbart subtile, aus dem Universum kommende Einflüsse. Die Umstände, in die wir hineingeboren werden, sind das Resultat unseres Karma aus früheren Leben. Äußere Ereignisse unseres Lebens werden demnach von unseren Handlungen aus entfernter Vergangenheit bewegt. Das Wissen um Jyotisha soll helfen, unsere jetzigen Bedingungen zu akzeptieren und danach zu streben, die Zukunft durch die Handlungen Karma in diesem Leben zu formen. Das Ziel des Lebens sei es, zu einem ursprünglichen Selbst, unserer wahren Natur, zurückzukehren. Durch Jyotisha kann man eine bessere Einschätzung bekommen, wie man dieses Ziel erreicht.
Als wichtiger Unterschied zwischen dem indischen und dem westlichen System gilt, dass dem Mond im indischen System eine bedeutendere Stellung zukommt. Eines der Grundlagenwerke der vedischen Astrologie ist die Brihat Parashara Hora Shastra. Ein weibliches Prinzip wird postuliert und als höher bewertet. Davon ausgehend wird die vedische Astrologie als eine Mondastrologie kategorisiert und im Gegensatz zur westlichen, die als Sonnenastrologie bezeichnet wird, gesehen. Der Hinweis auf die Verwendung des siderischen Tierkreises, der auf der Position des Fixsternes Spica (0° Waage) basiert, während der im Westen benutzte, tropische Tierkreis sich am Stand der Sonne orientiert, soll diese Position veranschaulichen. Der Unterschied, der sich zwischen den beiden Tierkreisen ergibt, beträgt zur Zeit (2006) fast 24 Grad und wird als Ayanamsa bezeichnet. Alle Planeten werden also um 24 Grad zurückversetzt.
Aus dem indischen Geburtshoroskop oder Kreis der Wiedergeburt, Kreis des Lichts, (Janma Kundali) mit seinen 12 Rashis, den Zeichen, werden detaillierte Aussagen über verschiedene Lebensgebiete abgeleitet, wie z. B.
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Die indische Astrologie beobachtet besonders den Stand des Mondes im Tierkreis und unterteilt die 360 Grad in 27 Mondhäuser, die der Mond durchläuft. Jedes dieser Mondhäuser bringt die spezifische Wirkung der dahinter stehenden Sternbilder.
Die Nakshatras, auch "Mondhäuser" oder "Töchter des Mondes" genannt, werden als Ausblicke des Mondes auf den Kosmos bezeichnet. Der Mond gilt als Vermittler, der uns erlaubt, die auf die Erde einströmenden kosmischen Kräfte zu erfassen.
Jedes Nakshatra wird in vier gleich große Abschnitte unterteilt: 13° 20‘ : 4 = 3°20‘ pro Teil. Diese Abschnitte nennt man Nakshatra Pada, die von eins bis vier nummeriert werden. Jedes Nakshatra Pada hat seine eigene Bedeutung für die Interpretation.
Die westliche Astrologie mit tropischem Tierkreis befasst sich mit dem Sonnensystem. Die indische Astrologie interpretiert auch Objekte jenseits des Sonnensystems. Ein vedischer Astrologe wir als Jyotishi bezeichnet. Die Zeichen im Tierkreis der vedischen Astrologie werden in Sanskrit benannt.
Eine umfassende individuelle Jyotishberatung wird vom VEDHARMA Institut angeboten. Nachfragen per Email an [info[@]vedharma.de].
Weitere Informationen zur vedischen Astrologie finden Sie in unserem Themenportal unter www.jyotishi.de


