Chaturthi
Aus Vedharma
4. Mondtag, Chaturthi
Tithi-Herrscher: Ganesha (Sohn von Parwati und Shiva)
Sich von gewohntem trennen. Abschied nehmen
Widerstand, Hindernis, ein Tag, an dem nicht alles wie von selbst geht.
Feinde besiegen, Krankheiten auskurieren. (Yama, der Gott des Todes).
Ein Tag der dafür geeignet ist, lästige Abreiten zu vollbringen. Routinearbeiten, tägliche Pflichten erledigen. Machen was liegen geblieben ist, oder Themen, die noch unklar sind, sollten heute abgearbeitet werden. Ungünstiger Tag für spirituelle oder religiöse Rituale. Keine Aktivitäten unternehmen, die viel Energie und Kraft kosten. Zeitmanagement ist angesagt.
Heute sollte man mit Disziplin seinen Tag gestalten!
Im Duden-Wörterbuch kann man zu dem Begriff Disziplin u.a. folgendes lesen:
“Disziplin ist das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen.”
“Der freie Wille besteht nicht in der Freiheit, das zu tun, was man tun möchte, sondern in der Kraft, das zu tun, was getan werden muss, auch wenn es uns innerlich widerstrebt.”
George MacDonald
Die Regel des heutigen Tages sollte lauten:
„Tu das, was du dir zu tun vorgenommen hast“.
Das setzt eine gute Vorbereitung voraus, Prioritäten zu setzen und die Geduld, den richtigen Zeitpunkt (Muhurta) abzuwaten.
Es ist ein Tag des Übergangs, der Schnittstelle. Achtsamkeit ist wichtig. Der vierte, neunte und vierzehnte Tithi ist aufgrund der Instabilität mit Vorsicht zu genießen. An diesen Tagen vermeidet man alles, was zusätzliche Energieaufwand erfordert und achtet auf Erdung und Bodenhaftigkeit, kleine und überlegte Schritte.
Ungünstiger Tag für Reisen, große Einkäufe und Investitionen, Ernten, Einlagern. Die heutigen Handlungen sollten wohl überdacht und reif geplant sein. Ganesh ist der Gott der Weisheit, Klugheit, Wissenschaft Wohlstand und Fruchtbarkeit. Er herrscht über das heutige Tithi und gibt das Wissen und die Erkenntnis für die heutigen Entscheidungen.
Die ersten 5 Tage der zunehmenden Mondphase werden noch als schwierig und ungünstig angesehen.
Beginnend mit 1. Pratipada, 2. Dvitiya, 3.Tritiya 4. Chaturthi und 5. Panchami.
Die mittlere Phase der Mondmonats der Tithis 6/7/8/9/10 des zunehmenden Mondes werden als mittelmäßig angesehen und die Tage der Tithis 11/12/13/14/15, der Shukla-Pakshazeit, wo der Mond seine Strahlkraft vollkommen zurück erhält, werden als sehr günstig angesehen.
In der Krishna-Pakshazeit (abnehmende Mondphase) verhält es sich umgekehrt. So sind die ersten 5 Tage sehr viel günstiger während die letzten Tithis 11/12/13/14/15 bzw 30, der Krishna-Pakshazeit ungünstig sind.
Heute kommt der Aspekt Shivas zu Geltung, dem Vater von Ganesh, er durch die Zerstörung und Transformation wirkt und mit seiner Kraft dazu beiträgt, dass neue Fundamente gelegt werden können für den nächsten evolutionären Schritt. Ganesh trägt dazu bei, dass der Fortschritt weise und ohne Hindernisse geschieht.
Ein junger Schüler war für seinen besonderen Eifer bekannt.
Er meditierte Tag und Nacht und wollte seine Übungen nicht einmal zum Essen oder Schlafen unterbrechen.
So wurde er immer dünner und dünner und auch die Erschöpfung nahm zu.
Der Meister rief ihn zu sich und riet ihm, langsamer vorzugehen und nicht zu viel von sich zu verlangen. Das aber wollte der Schüler nicht hören.
“Warum hast du es so eilig?” fragte ihn da der Meister.
“Ich strebe nach Erleuchtung.” sagte der Schüler. “Da habe ich keine Zeit zu verlieren.”
“Und woher weißt du, dass die Erleuchtung vor dir läuft, so dass du ihr hinterherlaufen musst?” fragte ihn der Meister. “Es könnte doch auch sein, dass sie hinter dir ist und dass du nichts weiter tun musst, als stillzustehen…”
Nach Feldman/Kornfield: “Stories of the Spirit”
Abstand Surya/Chandra (So/Mo): Shukla Paksha: 36° - 48° - Krishna Paksha: 216° - 228°
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